Ex-Küsterin Elfriede Reidenbach geehrt - Neugeborene mit Glocken begrüßt

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Meddersheim. Zum dritten Male lud die Ortsgemeinde zum Neujahrsempfang. Mit Elfriede Reidenbach wurde die frühere Küsterin geehrt, die 20 Jahre lang diesen Dienst versah. Bürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk erinnerte daran, dass damals die Glocken noch mit der Hand geläutet wurden und überreichte ihr eine Dankesurkunde, ein Buch der Verbandsgemeinde und eine Flasche Sekt; - die sehr persönliche Laudatio für die Kirchengemeinde hielt Wolfhart Dhonau. Noch immer sei die 90-Jährige nach zwei Jahrzehnten so eine Art Institution und erste Anlaufstation, wenn Firmen oder Architekten die Martinskirche aufsuchten, um sich über den beginnenden zweiten Teil der Sanierung in die Kirche umsehen wollten. Elfriede Reidenbach sei für viele Menschen eine freundliche Begleiterin in Freud und Leid gewesen, sie habe mit ihrem Geläut neue Erdenbürger begrüßt, oder im Trauerfall die Botschaft verkündet und „weggeläutet“. Der Blumenschmuck am Altar habe ihr am Herzen gelegen, sie habe stets weiter geholfen, Geduld, Herzenswärme, Humor und Verlässlichkeit habe sie in vorbildlicher Weise gelebt. Wolfhart Dhonau wünschte der Geehrten einen geruhsamen Lebensabend, die besten Wünsche und Gottes Segen. Es ist nach Ilse Bauer im vergangenen Jahr die zweite Bürgerin in der Weinbaugemeinde, die besonders geehrt wurde.

Zuvor ließ die Bürgermeisterin noch einmal detailliert das Jahr Revue passieren und dankte den „überaus engagierten Vorständen aller Vereine und Institutionen“, ohne die vieles im Dorf nicht möglich wäre. Sie sei sehr gerne Bürgermeisterin, auch wenn „die angestoßenen Projekte oftmals eine Menge Arbeit nach sich ziehen“, sagte Renate Weingarth-Schenk. Namentlich dankte sie zahlreichen Bürgern, die sich in besonderer Weise für die Präsentation der Gemeinde und das positive Ergebnis in mehreren Wettbewerben bei „Unser Dorf…“ engagiert hätten. Meddersheim belegte jeweils einen ersten Platz im Kreis-, und im Bezirkswettbewerb, und landete unter 263 Gemeinden auf einem stolzen 7. Platz im Landeswettbewerb. Sonderlob bekamen die beiden Gemeindearbeiter Willi Seibert und Reinhard Hexamer. Letzterer geht nach über drei Jahrzehnten im Frühjahr in den Ruhestand, unter 19 Bewerbungen wird zum 1. Mai 2013 als neuer Gemeindemitarbeiter Carsten Hilkene, ein Enkelkind des früheren Bürgermeisters Werner Hilkene, seine Arbeit beginnen..

Das größte Projekt 2012 war mit Kosten von über 30.000 Euro die Elektroinstallation im Erdgeschoss im Kindergarten „Rasselbande“. Zugleich wurde zum Teil in Eigenleistung das komplette Erdgeschoss neu gestrichen und eine „Kuschelburg“ von der Dr. Bürkle Stiftung gesponsert, was die Gemeinde hätte nicht anschaffen können. Die Ende 2011 installierte Fotovoltaikanlage arbeite einwandfrei, 2012 konnte die Gemeinde einen Überschuss von 2000 Euro erwirtschaften. Im Neubaugebiet „Heidlochsgraben“ soll in Kürze ein städtebaulicher Vertrag mit der Kommunalbau Rheinland-Pfalz als Bauträger (vorbehaltlich der Genehmigung der Kommunalaufsicht) abgeschlossen werden. Fünf Bauwillige warteten bereits auf „grünes Licht“. Weiter ganz oben auf der Wunschliste: Die umfangreiche Sanierung des Gemeindesaales, 100 neue Stühle dafür, der Kauf eines Gemeindetraktors, sowie die Anschaffung eines Kombidämpfers und eines Wäschetrockners im Kindergarten. Schön wäre es, wenn sich handwerklich begabte Rentner mehr einbringen würden, das Dorfoberhaupt nannte als Beispiel Odernheim.


Elfriede Reidenbach und "Ob" Renate Weingarth-Schenk