"Sommertour 2011" machte Station in Kirn - Kirner Zeitung feiert 2012 sein 150-jähriges Bestehen: Optimistisch ans Werk - "Ein gutes Stück Heimat"

Kategorie: Kirn, Kreis KH, Lokale News an Nahe und Glan

 

Fotos unten: Kirn. Die „Sommertour 2011“ der Kirner Zeitung und des Öffentlichen Anzeigers machte Ende August nach Wallhausen und Rehborn am Wilhelm-Dröscher-Haus in Kirn Station. Übrigens: 2012 wird die Kirner Zeitung als „ein Stück Heimat“ 150 Jahre jung! Das Gebäude in der Übergasse war bis 1977 Amtsgericht, danach urteilten die Richter im benachbarten Bad Sobernheim. Die Arbeiterwohlfahrt hat sich hier häuslich eingerichtet. Seit 2002 zog die Kirner Stadtbücherei im Obergeschoss ein, die Stadtbibliothek ist hier untergebracht und hat in Paul Hornemann einen profunden Stadtarchivar. Benannt ist das Gebäude nach dem SPD Politiker Wilhelm Dröscher, der lange der Landes-SPD vorsaß und schon vor seiner Zeit als Bundesschatzmeister seiner Partei als „der gute Mensch von Kirn“ bekannt wurde. 1977 starb er auf dem Landesparteitag in Hamburg.

Im Umland gingen Platzregen nieder, auf Hunsrückhöhen, in der Pfalz und Rheinhessen gab`s kräftige Unwetter mit Schäden. Dennoch: „Sagen Sie uns, wo der Schuh drückt, denn Kirn liegt uns am Herzen“, fragte Redaktionsleiter Gustl Stumpf gezielt unter Pagodenzelten nach und war nach drei Stunden beeindruckt von der Mentalität der Kirner, die auch eine gesunde Streitkultur pflegen können. Pö a pö kamen städtische Mitarbeiter und Leser, Zeitungszusteller, Mitarbeiter aus Vertrieb, Redaktion, Anzeigenabteilung und Verlag, aber auch Bienchen „Summi“, Pfarrer Volker Dressel, Erna Berg, VHS-Chef Fritz Bischof, Vereinsvertreter und von der Wehr Michael Römer mit Wehrleiter Mario Wagner und… und…und. Wie ist „der Kirner“ an sich, was charakterisiert sie, was zeichnet sie aus, die Kirner?

Kirn ist seit altersher die Stadt des Leders, der Steine und des Bieres. Leder steht für die Robustheit und Bodenständigkeit, die Steine für „hart aber herzlich“ und das Bier für Feierlaune und Fröhlichkeit. Noch etwas trifft auf Kirner zu: Sie sind Stolz und Linientreu: Ohne eine Partei zu nennen oder Süßholz zu raspeln, hat sich Kirn seit Jahrzehnten ständig weiter entwickelt. Immer wurde etwas gebaut, verändert, etwas Visionäres gestaltet, Aufbruchstimmung erzeugt, die Einwohner motiviert, mitgenommen. Wie jetzt beim „Überflieger“: 86 Zugbewegungen und 9000 Fahrzeuge täglich teilten die Stadt empfindlich. Bundesweit gilt die Brücke als „filigranes Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst“, und wird im September 2011 befahrbar sein. Wenn Fritz Wagner (66) 2014 geht, hat er rückblickend alle öffentlichen Straßen erneuert, alle Schulen und Kindergärten zukunftsfit saniert, „Leben am Fluss“ etabliert, Hochwasserschutz installiert und die Infrastruktur samt Feuerwehr, Schwimmbad, sechs Turnhallen und weiteren Institutionen weiter entwickelt. Die Internetpräsenz zeugt von urbaner Lebensqualität aller städtischen Einrichtungen, über 80 Vereine sind registriert, eine Wohnungsbaugenossenschaft um Lutz Mühlig betreut weit über 250 Wohnungen und sorgt bei fast 1000 Menschen für bezahlbaren Wohnbau. Zu deren öffentlichen Versammlungen kommen seit Jahren 30 bis 60 Mitglieder. Ihre größte Kritik liegt meist darin begründet, dass die „Post und das TV-Programm grottenschlecht schlecht sind, die Telekom nicht auf Draht ist, und im Flur eine Lampe kaputt gegangen ist, oder Streusalz fehlt“ – etwas gravierendes kann nur selten vorgebracht werden.

Auf Kunst in Kirn mit der Karlheinz Brust Ausstellung und sein Rathaus ist der Bürgermeister besonders stolz. Es wurde von 1752 bis 1772 gebaut und dient seit 1938 der Stadtverwaltung als Domizil. Die ehemalige Klosterkapelle ist heute Sitzungssaal, einzigartig ist die durchgängige Galerieatmosphäre im gesamten Gebäudekomplex. Kirn als zweitgrößte Stadt im Kreis steht so gut wie selten zuvor da, und ist Mittelzentrum für rund 20.000 Menschen an der Nahe.


Gustl Stumpf und "OB" Fritz Wagner

Treue Kirner Zusteller und Leser

Redakteur Munzlinger -mz-& Ute Wagner

Konstruktive Gespräche gab es

SommertourTross 2011 unterwegs

Die AWO mit leckeren Schnittchen