Neu im Ortskern Meddersheim: "Mensch el Arte" - Studio

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Fotos unten- Textende anklicken! Meddersheim. „Mensch el Arte – Mensch, Natur & Kunst“ unter diesem Signet hat Ulrike Menschel mit der Neueröffnung einer Naturkosmetik Praxis direkt am Meddersheimer Engpass in der Naheweinstraße 20 am 23. und 24. März 2019 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Die Eröffnung wurde zu einer einzigartigen regionalen Leistungsschau; - das ganze Ambiente in den Räumen und im Hof samt einem zehn Meter breiten Jurte-Zelt war liebevoll und einladend arrangiert und frühlingshaft dekoriert. Prämierte Weine und Sekte kamen von örtlichen Winzerbetrieben, Obst- und Traubensäfte aus dem Demeter Weingut Zwölberich und das Catering übernahm Udo Maletzke von der Lohmühle. Eine Vielzahl Gratulanten kam und beglückwünschte Ulrike Menschel.

Sie ist das elfte und letzte Enkelkind von Alfons Menschel, der sieben Kinder hatte, Schüler bei Lehmpastor Emanuel Felke war, und 1928 mit seiner Frau Johanna den Felke-Jungborn Menschel im „Englischen Hof“ in Meddersheim eröffnete. Dessen Sohn und Ulrike Menschels Vater Martin Menschel wohnt heute im Meddersheimer Vitalresort Menschel. Martin Menschel war 50 Jahre lang Heilpraktiker in Krefeld und Köln. Geboren in Krefeld und aufgewachsen in Köln wuchs dort auch seine 40-jährige Tochter Ulrike auf.

Der Weg der gelernten Naturkost-Fachberaterin führte sich nach München zu den Herrmannsdorfer Landwerkstätten, einem großen Bio-Vorzeigebetrieb. Sie backte Brot, stellte Käse her, bildete sich in der bayrischen Landeshauptstadt als spezifische Naturkosmetik-Fachberaterin in das ganzheitliche Kosmetikbehandlungskonzept nach Dr Hauschka weiter. In Grafing bei München hatte Ulrike Menschel ihr eigenes „Mensch el Arte“ Studio mit Lehmanwendungen, was sie zu einem ganzheitlichen Konzept ausbaute.

Aber das Heimweh war stärker - vor fünf Jahren kehrte sie an die Nahe zurück, arbeitete in Menschels Vitalresort in der Naheweinstraße in der Lehmabteilung mit und bot Workshops und Kosmetikberatung an, was sie jetzt „voller Leidenschaft und aus tiefster Überzeugung heraus“ in die eigenen Räumlichkeiten einer Naturkosmetik-Praxis überträgt – bislang zählten auch Hausbesuche zu ihrer Tätigkeit.

„Der Lehm hat mich hierhergezogen, nach Hause. Seit meiner beruflichen Tätigkeit von Anfang an bin ich von der Heilkraft fasziniert“, erzählte sie. Ihr Spezialgebiet ist die Haut, Multitalent und größtes Organ, samt ihrer Problemzonen, Allergien und täglichen Maläsen - zusammen mit Ölen und Tinkturen sucht sie für ihre Kundschaft ganz individuell das richtige und heilende Konzept aus. Die Lehmarbeit ist dabei ihr Schwerpunkt –„für mich ist Lehm vor der Haustüre wie Gold und der größte Luxus!“, sinniert sie. Ulrike Menschel habe gerne den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und sie ist von ihrer Arbeit mehr als überzeugt; - viele die einen langen Leidensweg hinter sich haben, wurden durch die Kraft und Energie des Lehms geheilt, erzählte sie. Ulrike Menschel bietet ein ganz großes Leistungsspektrum von der Felke-Lehm-Wellness Packung über Massagen und Verwöhn-Behandlungen bis hin zur staatlich geprüften Kosmetikerin mit Dr. Hauskas Produkten an.

„Mensch, da menschelt`s. Herzblut Handwerk!“ steht im schmucken Flyer, die ihre Münchner Freundin, Grafik Designerin, Malerin, Illustratorin und Schmuckgestalterin Silvia Niederbichler entwarf. „Mensch, Natur und Kunst – Mensch el Arte“, ein Wortspiel, und dies ist die Philosophie beider tatkräftigen Frauen. Ihre Kunstgegenstände, Lampenschirme, von Hand gefertigten Glasperlen, Malereien und Fotografien bleiben über die Geschäftseröffnung hinaus in den Räumen und können käuflich erworben werden.

Der biologisch-dynamisch arbeitende felkestädtische Gärtnermeister Erno Brinkmann übernahm den Part des Mundschenks und stand in allen Garten- und Landschaftsfragen Rede und Antwort – er besorgt und siebt den Lehm und ist beruflich bei der Firma Hevert beschäftigt, wo er sich um den Kräutergarten im felkestädtischen Freilichtmuseum ebenso kümmert wie in Nußbaum auf einer gut 2000 Quadratmeter großen Betriebsfläche mit 10.000 Pflanzen. Übrigens schickten alle Gärtnereien aus Merxheim und Bad Sobernheim Blumengrüße – bei einer Vielzahl von verschiedenen Blumen wie Feinstrahlastern, Chrysanthemen, Bellis und Tausendschön, Ranunkel, Schlehe und Hyazinthen in einer bunten Farbenpracht war der Frühling in Sicht.

Zum ersten Foto: Ulrike Menschel (rechts) wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete mitten in Meddersheim am Engpass eine Naturkosmetik-Praxis; - Silvia Niederbichler (von links) stellte aus und bereicherte die Eröffnung, Henriette Hahn und Elke Herrmann aus Merxheim gratulierten.