Alter Schwede! Mitreißender Liederabend bei Sängerlust Monzingen

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ÜberraschtLächelndFotos UNTEN -anklicken- Textende. Monzingen. Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte…- jene herrliche Gedichtpassage von Eduard Mörike lag allen Besuchern beim Sängerlust-Liederabend auf den Lippen angesichts einer einladend-dekorierten Festhalle mit frühblühenden Sträuchern und bunten Bänden unter den Regenbogenfarben auf der Bühne. Beim Konzert mit Solisten und Gesangsduett des GV Sängerlust 1927 Monzingen unter Musikdirektor Heinz-Gunther Ackva und den Gastchören  Swensk Ton aus Frankfurt am Main und der Männerwirtschaft aus Hochstetten-Dhaun und Oberhausen klebte niemand auf den Stühlen – das Konzert wurde dank leidenschaftlich-intoniertem Chorklang ein gefeierter Abend mit Beifallsstürmen und stehenden Ovationen, und war eine außergewöhnliche Hommage auf die Chormusik.

„Ich kann mich nicht erinnern, ein solch mitreißendes Konzert je erlebt zu haben!“, rief der Oberhauser MGV-Chef Alfred Heinen ins Mikrofon, und Chorleiter Heinz-Gunther Ackva sprach in punkto Repertoire von unsagbarem Glück mit den Gastchören, von einem „exquisiten und phantastischem Büfett, wo für jeden Geschmack und alle Sinne etwas dabei war“.

Die Gastgeber begrüßten durch ihre Vorsitzende Jutta Behn und eröffneten den bunten Melodienreigen mit der ausdruckstarken Textliteratur „Cantemus- Viva la Musica“, „Vater unser“ von Hanne Haller und jenem Premierensong „You Raise me up“, mit dem der Liederabend überschrieben war. Sie nahmen Inge Christmann in ihre Mitte und ehrten sie für 60 Jahre, Christel Alt gar für 70-jähriges Singen: „Chapeau!“-Rufe wurden laut. Viel Probenfleiß bei Sängerlust wurde hörbar – ebenfalls feierte „Wunder gescheh´n“ von Nena Premiere, und auch der Henry-Maske Klassiker „Conquest of Paradise“ mit Gregor Ackva (Kistentrommel) und das Negro Spiritual „Swing low“ mit brillanten Stimmen in ihren Reihen war derart gelungen, dass die Gastgeber mit dem „Les Champs Elysees“ von Joe Dassin Zugabe singen durften. Dass der traditionsreiche Monzinger Gesangverein brillante und leidenschaftlich singende Stimmen in ihren Reihen hat, bewies ein achtköpfiges Ensemble aus jeder Stimmlage beim Udo Jürgens Klassiker „Merci, Cherie“. Ein weiteres, atemberaubendes Duett mit den eigenen Sopranistinnen Eva Maria Finsterbusch und Angelika Richter überraschte und sang zu dezenter Keyboardbegleitung „A Song from the Heart“ und „I know him so well“ von Benny Andersson; - auch da wurden Gesangs- und Stimmausbildung hörbar und mit lauten Beifallsstürmen gefeiert. Angelika Richter sang zudem atemberaubend schön und mit lebhafter Performance „The Colors of the Wind“, jene natürliche Farbenpracht aus dem Film Pocahontas, noch authentischer als in der Coverversion Jennifer Rush.

Die ganz stark auftretenden Gäste aus Frankfurt, Swensk Ton unter Leitung von Nils Kjellström und Andrea Ludewig sangen direkt im Anschluss „Vuelie“ aus dem Walt Disney-Film „Die Eiskönigin“. Swensk Ton mit 34 Stimmen war optisch und akustisch ein Farbtupfer und überraschte mit harmonisch-ausdrucksstark interpretiertem durchgängigem A-Kapella Gesang vom Feinsten. Alt-Schwedische Lieder, aber auch von Erich Kästner und Ringelnatz kamen an.

„Alter Schwede“ rief Conférencier Frank Heilmann von der Männerwirtschaft unter Leitung von Ramona Wöllstein den Gästen lobend zu. Während die Hessen überwiegend mit Chorliteratur für Frauen überraschten, entfachte die Männerwirtschaft mit insgesamt elf Liedern ein brillantes Feuerwerk und sang sich in die Zuhörerherzen. Im ersten Teil hätte man bei solch grandiosen Werken wie „Bring ihn heim“ aus „Les Miserables“ und Zeiten der französischen Revolution, „Wie kann es sein“ von den Wise Guys oder „Irgendwo und –wann“ mit dezent-gefühlvoller Piano-Begleitung von Ramona Wöllstein eine Stecknadel fallen hören, im zweiten Teil ließen sie es krachen und die Festhalle in ihren Grundfesten erschüttern. „Gell, ihr merkt, dass wir Männer Spaß am Singe haben?“ rief Frank Heilmann – die Zuhörer merkten es und konnten nicht genug bekommen, als sie den Kirner Bier-Stubbikasten kreisen ließen und den Bläck Fööss-Hit „Dat Wasser vun Kölle“ besangen. Ruckzuck waren die Stühle beisammen gestellt und DiHeDi, jenes 1996 gegründetes Trio der Partyband mit Dietmar Geiß-Skär, Jürgen „Hexe“ Hexamer und Jürgen „Dissi“ Disselhoff krönten einen brillanten Liederabend und spielten zum Tanz auf.

Zu den Fotos: Die beiden Vorsitzenden Jutta Behn (links) und Marion Weckmann (rechts) ehrten  Christel Alt (zweite von links) für 70 Jahre und Inge Christmann für 60-jähriges Singen.


Dier Geehrten 60+70 Jahre!!!

DiHeDi spielten zum Tanz auf

Der GV Sängerlust 1927

Ganz starkes Duett

Männerwirtschaft