DenkmalZ Brauhaus im "Soft Opening" eröffnet. Brummt, Bier läuft!

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Fotos UNTEN Textende ANKLICKEN: Bad Sobernheim. Was lange währt, wird endlich gut: Das Denkmalz-Brauhaus samt Gastronomiebetrieb in der Disibodenberger Kapelle am Fachmarktzentrum ist eröffnet: Vor 14 Tagen war gut besuchter Tag der offenen Tür, am 3. April trudelte die Konzession ein und seit dem 4. April „brummt“ der neueste Vorzeigebetrieb der Felkestadt. Über dem Braukeller mit seinen Edelstahltanks befinden sich auf zwei Etagen 120 bequeme Sitzplätze und neben dem aufwändigen Interieur mit 17 Metern auch die „schönste und längste Theke der Felkestadt“, wie der Geschäftsführer von der Betreibergesellschaft, Friedrich Wilhelm, schwärmte. Weitere 120 Plätze befinden sich im ganzjährig geöffneten Biergarten. Zehn feste Mitarbeiter und bis zu 30 Aushilfen werden beschäftigt.

In den zurückliegenden Monaten gaben sich Experten von Gewerbe- und Ordnungsamt, PR-Spezialisten, Handwerker und Gastronomieausstatter die Türklinke in die Hand, informierten am Samstag die Besitzgesellschafter der „Denkmalz-Disibodenberger Kapellen Brauerei GmbH“ Joachim Schmitt und der Merxheimer Unternehmer Bruno Schneider mit seinen Söhnen Michel und Johannes, und ließen die Zeit seit der Baugenehmigung im Jahr 2013 Revue passieren. (Wir berichteten).

„Das Ergebnis ist sehr gut gelungen – jede Müh` und alle Arbeit haben sich rentiert“, bilanzierte Bruno Schneider. Es sei etwas grundlegend anderes, solch ein Gebäude im Bestand zu sanieren, als einen Neubau hinzustellen. Bekanntlich herrschte seinerzeit unter den Denkmalbehörden Goldgräberstimmung. Sie richteten sich häuslich ein und nahmen diesen einstigen Sakralbau aus dem 15. Jahrhundert genau unter die Lupe. Im Nachhinein sei das Projekt durch den gegenseitigen Respekt von Geben und Nehmen aller Planer und Denkmalbehörden gereift und habe extrem gewonnen: „Wir waren nicht immer einer Meinung, haben aber eine gemeinsame Lösung gefunden“, resümierte Schneider zufrieden.

Selbstverständlich bleibe der Funktionsanbau „keine schwarze Kaaba“, dies sei ein kolportierter Fake, ein Witz gewesen, sondern füge sich mit seiner harmonischen farblichen Interpretation und viel Glas in das stimmige Gesamtensemble dieses altehrwürdigen Gebäudes ein, sagte er, was ihm alle Architekten bescheinigten: „Ich kann nichts Neues alt nachbauen“, sagte er dazu. Größter Fürsprecher für die optimale Parkplatzlösung sei Mike Greuloch vom Rewe Markt gewesen, nun partizipierten alle davon.

Jetzt gelte es, dieses Denkmalz-Alleinstellungsmerkmal zu bewerben und zu platzieren: „Es gibt jede Menge bierbrauende Klöster, aber die Location in der ehemaligen Kapelle ist einmalig“. Entsprechend werden die so genannten Sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram „gefüttert“, die Nachfrage der Printmedien aus dem Rhein-Maingebiet sei enorm, der „Feinschmecker“ habe zwei Sonderseiten geplant. Chef de Cuisine ist Fabian Schwan; - er stammt aus der Nähe vom Bostalsee und kommt seit Januar von Bollants im Park.

Am 1. Mai eröffnet der Barfußpfad, der ebenfalls vom Denkmalz-Brauhaus mitversorgt und synergetisch genutzt werden soll. Dort wird es separat ein Betreiber-Team geben – und neben den sechs naturtrüb und handgemacht-eingebrauten Craft-Bieren nach dem Reinheitsgebot von 1516 sei ein eigenes Barfußpfad-Bier in der Mache. Seit dem eigenen Bierbrauen vor Jahresfrist habe man 49.000 Liter verzapft, informierte Gesellschafter Joachim Schmitt. Alkoholfreies Weizenbier kommt von der Kirner Privatbrauerei und komplettiert das Angebot – beide, Barfußpfad und Denkmalz Brauhaus, sollen zu einer kreativen Erlebnis-Kulinarik heranwachsen und perfektioniert werden, bei der Qualität und Regionalität ganz oben stehen. Das A und O werde sein, die Kurgäste, Besucher, Firmen und Touristen in die Stadt zu holen, wie dies schon seit Barfußpfad-Eröffnung 1992 geplant war, erklärte Bruno Schneider. Man starte mit einer auf Kundenwunsch modern-ausgerichteten Speisenkarte, die zum Bier passe und ausbaufähig sei, warb er. Bernd Hey.

Zu den Fotos:  Nach sieben Jahren Planung und Sanierung im Bestand hat die felkestädtische Denkmalz-Brauerei die Disibodenberger Kapelle aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Die Konzession liegt vor, offiziell hat das altehrwürdige Gebäude als gastronomisches Vorzeige-Schmankerl seinen Betrieb aufgenommen und eröffnet.Die vier Gesellschafter: Joachim Schmitt,  Bruno, Johannes und Michel Schneider.