60.HSV Felke-Turnier: Bundesweit Mega-Event für die ganze Familie

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Fotos unten -textende- anklicken - Bad Sobernheim. Das 60. HSV Felke-Turnier war ein Handballfest für die ganze Familie: Schon am Mittwochabend richteten sich angereiste Teams mit hunderten Zelten im Staaren häuslich ein. Sie versorgten sich in der Stadt und kauften im Fachmarktzentrum ein. Es ist ein offenes Geheimnis bei Rewe, das Ostern, Weihnachten und das HSV-Turnier umsatzstärkste Wochen im Jahr sind; - insofern ist der viertägige Event ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Spaß-Faktor für die ganze Familie.

Rund um die Felkestadt zählt das Turnier als eine Mega-Veranstaltung, bundesweit zu den „Top-Five“. Und ob es etwas vergleichbar Größeres gebe, daran können sich Peter Sutor und Thorsten Schäfer, bei denen teils organisatorisch die Fäden zusammenlaufen, nicht erinnern. 181 Mannschaften nehmen teil, vor drei Jahren waren es 224: Man wolle das Familiäre bewahren, das Turnier auch mit Rücksicht auf die Anwohner nicht ausufern lassen, meinte Peter Sutor. Mit einer Einbahnregelung werden die Autos über einen Wirtschaftsweg in die Felkestraße abgeleitet. Thorsten Schäfer reichte sieben Tage Urlaub ein, ist Hansdampf-in-allen Gassen, der Mann fürs Grobe, was Logistik, Infrastruktur und Organisation betrifft. Ihm zur Seite standen Yannik Nyquist und Thorsten Schneider, für Wasser und sanitäre Anlagen war Sandro Becker, und für die Elektrik Falko Philipp zuständig. Insgesamt trugen sich 25o Helfer an den vier Tagen in die Helferlisten ein – bislang verlief das Fest reibungslos und wie ein Schweizer Uhrwerk- „alles im grünen Bereich“, lobte HSV-Chef Thomas Arenz. Schon das Opening am Mittwochabend mit Schlagern und Oldies von dem Trio Roger Nerge, Alexander Radtke und Tommy Weyand und so beliebten Evergreens wie „Hymn“ von Barclay James Harvest war „Hammer für Jung und Alt und eine gefeierte unplugged Auftaktsause“, resümierte Schiri Jörg Maschtowski freudestrahlend.

Am Vatertags-Donnerstag trugen 89 Teams von den Minis bis zur C-Jugend auf zwölf Handballfeldern packende und spannende Wettkämpfe aus. Den besten Überblick hatten im HSV-Clubheim Vorsitzender Thomas Arenz am Mikrofon und Leo Jores und Jakob Mann, eine Etage tiefer liefen bei Peter Sutor, Isabel und Jürgen Seiß sowie Sabine Maschtowski die Fäden und Ergebnisse zusammen. Die jüngsten Akteure erhielten von Thomas Arenz und Steffi Ohlinger-Palm alle Medaillen.Das HSV-Felketurnier ist ein gelebtes Vereinsfest mit hohem Stellenwert.

Ein Jubiläums-Felke-Bräu war von der Kapellen-Brauerei gebraut und in Flaschen abgefüllt. Im Festzelt hingen großformatige Fotos, überwiegend von Sonja Lang, die an sechs Jahrzehnte HSV-Felke-Turniere und an die Anfänge erinnerten. So wurde das erste Heinz-Dietrich Gedächtnisturnier für Altherrenmannschaften beim 10. Felke Handballturnier am 5. Juli 1969 im Staaren gefeiert. „Gäste und angereiste Sportlerfamilien loben allesamt die Gastfreundschaft, das Familiäre, den reibungslosen Ablauf und die Logistik“, erzählte Sonja Lang.

Rückblick: Vor zehn Jahren, 2009, beim 50. Jubiläum begann eine krasse Zäsur in Sachen Jugendschutz und Prävention: Wildcamper, Zaungäste und Komasäufer als „Problemklientel“ waren unerwünscht und erhielten die rote Karte, und mit dieser Strategie und einer klaren Ansage ist der HSV sehr gut gefahren und hat sich kontinuierlich weiter entwickelt. Zum zweiten Male war der Nahedamm mit Bauzaun hermetisch vom Fahrradweg abgegrenzt, auch wenn die Camper in großen Lettern „Der Zaun muss weg“ forderten. Und montags, am 3. Juni wurde Jo Deckarm begrüßt.

Zum Mädelsfoto: Gerade hatte die Kirner weibliche C-Jugend, die künftige B-Jugend, unter Trainer Michael Höpfner (links) und Selina Heidrich gegen Saarbrücken mit 14:8 gewonnen - der TuS 1862 Kirn war mit sechs Teams am Vatertag in die Felkestadt angereist und hatte sich im Staaren fünf Tage lang häuslich eingerichtet.


Mädels vom TuS Kirn

Vatertag 2019: 89 Teams, fast 200 Spiele

voll in Action

li.Jakob Mann + HSV-Chef Thomas Arenz

rechts: Peter Sutor