FWG an Nahe&Glan und UBL/Meisenheim stellen Liste für VG-Rat

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Meddersheim. Dass es vor der Wahl zu einer Fusion zwischen UBL am Glan und der FWG an der Nahe kommt, ist aus zeitlichen Gründen seit dem gemeinsamen Treffen vom 3. Juli vom Tisch, wo man sich über die weitere Vorgehensweise einigte. Wahlrecht ist Formalrecht - bekanntlich ist anders als bei Bündnis90/Die Grünen ein gemeinsames Auftreten „UBL/FWG“ (oder umgekehrt) nicht möglich. Daher soll der Wahlslogan „Ihre Freie Wähler-Gemeinschaft in der UBL an Nahe & Glan“ lauten – und es FWG`lern ermöglicht werden, Mitglied in der UBL zu werden, um eine gemeinsame Liste zu erstellen. Die Aktivitäten der hiesigen FWG auf VG-Ebene blieben gewahrt und entsprechend dem Sprichwort „Nach der Wahl ist vor der Wahl“ habe man Zeit gewonnen, die weitere Zusammenarbeit unter einem Dach mit einem neuen Namen zu eruieren.

Denn bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Meddersheimer Schützenhaus wurden erneut die tiefen und konkurrierenden Gräben zwischen der Partei der Freien Wähler (FW) und der FWG deutlich, die auf Landesebene seit 2016 quasi in einem Boot sitzen – jedenfalls verwaltet werden. Entsprechend waren Beitragszahlungen und die leere Vereinsschatulle ein Hauptthema. Der Landesverband habe sich rechtlich das FWG-Logo gesichert, und wenn die neu gegründete FWG an Nahe & Glan dies nutzen wolle, müsse sie Mitglied werden und Beiträge zahlen. „Das mit dem Logo muss juristisch geprüft werden, da bin ich bei diesem Verein sehr skeptisch“, echauffierten sich die Meddersheimer Altvorderen Hans-Peter Koch und Tilo Krauß. Die FWG-Versammlung Nahe-Glan e.V. beschloss einstimmig den Austritt aus dem Landesverband. Denn: Wenn man Wahlkampf führt, wenn man einen Krieg gewinnen will, muss man Munition haben, frohlockten die FWG´ ler.

„Wir müssen uns zeitnah nach der Wahl Gedanken über einen neuen Namen machen“, appellierte der Merxheimer Stefan Ottenbreit. FWG-Verbandsvorsitzender Michael Engisch zeigte sich äußerst optimistisch und lotete aus, wie viele FWG-Mitglieder an der Nahe bereit sind, auf der UBL-Liste in Einzelmitgliedschaft für den VG-Rat an Nahe & Glan zu kandidieren. Mit Alois Bruckmeier, Harald Hexamer, Michael Engisch, Birgit Menschel, Bernd Schumacher, Bernd Kissel, Iris Buch, Dieter Behrendt, Peter Herrmann, Norbert Jung, Peter Kessel, Dr. Rene`Stangenberg und Bernd Schlarb haben Mitglieder aus acht Orten bereits ihre Kandidatur signalisiert – weitere aus Orten der VG Bad Sobernheim haben bereits ihr Interesse bekundet. VG-weit zählt die FWG etwa 250 Mitglieder, fast zwei Dutzend aus Bad Sobernheim, zehn aus Martinstein, sechs aus Kirschroth, 105 aus Meddersheim, 66 aus Merxheim, 16 aus Monzingen und 15 aus Seesbach.

„Vorbehaltlich zurückhaltend“, denn so ganz „unterbuttern“ lassen will sich die FWG an der Nahe nicht und notfalls die Reißleine ziehen, wurden Stimmen laut. Die Vorstände UBL und FWG sowie die Kandidaten in Einzelmitgliedschaft treffen sich zu einer gemeinsamen Listenaufstellung unter Federführung der UBL. „Die Harmonie stimmt. Nur gemeinsam sind wir stark und können den größtmöglichen Erfolg einfahren“, war allgemeiner Tenor. Am Beispiel des amtierenden VG Bürgermeister aus Meisenheim, Dietmar Kron, sehe man, wo die Crux und die Mehrheit der Wähler beheimatet ist: - Kron leiste exzellente Arbeit, hatte aber aufgrund der zahlenmäßig stärkeren SPD Mitgliedern an der Nahe das Nachsehen. Insofern zeigten sich die FWG`ler im Meddersheimer Schützenhaus sehr zuversichtlich, dass sie künftig mehr denn je gebraucht werde.