FCK-Regio-Treff - Region wünscht sich höllisch gute Rote Teufel!

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StirnrunzelndMonzingen. Echtes Fritz-Walter-Wetter herrschte beim FCK-Regiofest auf dem MGV-Festplatz am E-Werk. Es regnete Bindfäden, als Fan-Beirat Rüdiger Petersen nach einem Jahr Abstinenz neben dem bekennenden Roten Teufel „Ob“ Klaus Stein vier Repräsentanten vom Betzenberg begrüßen konnte. Diese Fantreffen für die Region Nahe, Hunsrück, Mosel und Eifel mit 50 Vereinen haben seit 2002 Tradition. Stark vertreten waren die gastgebenden Monzinger, die mit steigender Tendenz 260 Mitglieder zählen, sowie der Fanclub Soonwald aus Gemünden. Der Erlös des Nachmittags ging an die anwesenden Bad Kreuznacher Rollstuhlfahrer „Teestube“ bei der Diakonie.

Als Stadionsprecher Horst Schömbs das Mikrofon ergriff und „Hallo FCK-Fans“ rief, reichte dies akustisch, um die Stimmung von jetzt auf gleich euphorisch und überschwänglich gegen den prasselnden Regen höher schlagen zu lassen. Bereitwillig beantwortete Schömbs im 26.Jahr als Betze-Stimme Fragen über Höhen und Tiefen und nannte den 18. Mai 2008 ebenso wie der damalige FCK-Goalgetter Josh Simpson beim 3:0 Sieg gegen den 1.FC Köln „als den schönsten Tag meiner Karriere“.

Obwohl der Monzinger Vorsitzende Rüdiger Petersen zum Saisonstart verhalten optimistisch war („in der dritten Liga kann jeder jeden schlagen“) glaubt auch er nach dem Pokal-Sieg gegen die 05-er felsenfest an den Aufstieg. In Monzingen dabei war der genesene Mittelfeldstratege Theodor Bergmann, der mit 23 Einsätzen für den FCK bewiesen hat, dass er Spiele entscheiden kann, wie ihn Rüdiger Petersen ankündigte: „2018 mit 16 neuen Spielern war es ein turbulentes Jahr; - erstmals nach Jahrzehnten ist kein Leistungsträger abgegangen. Am Ende dieser Saison werden wir ganz oben mitspielen“, versprach der von Rot-Weiß Erfurt gekommene smarte 22-Jährige, und das war Balsam auf die Seele der Fans. Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Grotepaß konnte in Monzingen das genaue Datum der FCK-JHV am 19. oder 20. Oktober noch nicht nennen, weil er mit dem DFB abgestimmt werden müsse.

„Warum Bengalis? Wie kriegt man mehr Sicherheit ins Stadion?“, fragte Rainer Seifert aus Königsau. „In punkto Sicherheit haben wir keine Defizite und können uns jederzeit mit den ersten Drei aus der Bundesliga messen“, entgegnete der kaufmännische Geschäftsführer Michael Klatt. Fragen wurden gestellt, wie, wann und wofür Investor Flavio Becca 25 Millionen Euro investiere. Klatt sei froh und stolz darüber, dass man jüngst die Fananleihe zurückzahlen konnte. Während die Fans Selfis machten und die FCK-Gäste geduldig Autogramme schrieben und jeden Wunsch erfüllten, versteigerten die FCK´ler meistbietend eine Uhr. Michael Klatt band sich eine Grillschürze um und stand am Würstchen-Bräter. Das kam an: „Ich bin wunschlos glücklich: Den FCK können Ehrenamtliche und Fans wieder hautnah erleben - nur so und gemeinsam geht’s!“, rief Rüdiger Petersen dankend aus. Er beschenkte Geburtstagkinder und ehrte langjährige und verdiente „Rote Teufel“ Mitglieder aus der Region.

Zum Foto: Mittelfeld-Profi Theo Bergmann (von links), Stadionsprecher Horst Schömbs, Fan Beirat Rüdiger Petersen, Aufsichtsrats-Vorsitzender Jochen Grotepaß, FCK-Geschäftsführer Michael Klatt, und Vereins-Vize Arne Schäfer beim Regio-Treff  vor der Podiumsdiskussion auf dem Monzinger Festplatz am E-Werk.