Silvester 2019/`20 - Teil 2 - Ein "weiter so" darf es nicht geben. Grottenschlechte Politik - Leistungsträger & Bürger werden permanent hinter die Fichten geführt

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Warum eigentlich wählen gefühlt immer mehr Menschen gar nicht mehr oder die AfD? Eine Möglichkeit: Berufstätige werden zunehmend hinter die Fichten geführt und wenden sich ab, „die Politik“ ist weltfremd wird skurriler wird zunehmend unberechenbarer, und! Wie passen Aktionismus, Fachkräftemangel und Billiglohn zusammen, wenn hiesige Arbeitnehmer überqualifiziert aber unterfinanziert sind (Lokführer, „ausgebrannte“ Ärzte, fehlende Pflegedienste) und der Meisterbrief abgeschafft wurde? Warum Kurzarbeit bei vollen Auftragsbüchern, wieviel Ehrlichkeit steckt dahinter? Deshalb müssen immer mehr Arbeiter an Nahe & Glan Minijobs annehmen, um über die Runden zu kommen. Silvester 2019/2020 ist nicht alles Gold was glänzt. Nüchtern und objektiv, hart aber fair betrachtet. Wenige regionale wie aktuelle Beispiele:

>>„Es ist grotesk, wie RWE samt ihrer Töchter wie innogy, oder auch Pfalzconnect sich den Kuchen aufteilen. Platzhirsche stellen zehntausende Euro für die Unterhaltung (Leuchtmittel /Leitung) den Ortsgemeinden und der Allgemeinheit in Rechnung – um dann Almosen und `Umweltschutzpreise` an Kindergärten verteilen“, so liegen www.Heylive.de schriftlich Missstände vor. Die Ortsgemeinde Simmertal zahle durch die Lanz-Manufaktur weniger an Energie wie in anderen Orten allein die Straßenlampen-Wartung kostet. In Monzingen wurden für „Peanuts“, für einen „Heiermann“ (früher 5 D-Mark) weniger, kommunale Aufträge (pflichtgemäß!) an den billigsten Bieter in die Eifel vergeben – jetzt soll der Elektromeister im Dorf den Pfusch und die kaputten Lampen für umme, für nix, für nen Apfel noch ein Ei, umsonst richten, damit die Bürger im Winter nicht gefährdet sind und die Laternen leuchten! Hammer - Hinter die Fichten geführt!

>>Zum X-ten Male Frust bei der Polizei: Ausgerechnet das neue Schichtmodell für „Gesünderes Arbeiten“ steht paradox dazu im Verruf, weil Mitarbeiter schneller erschöpft und krank werden und sich Scheidungen und Burn-outs häufen. Hammer. Ein Beispiel mehr, wie Bund und Land hinter die Fichten führen, auch wenn der rlp-Innenminister dementiert.

>>„Alle sind resigniert und schauen wie das Kaninchen auf die Schlange bis etwas passiert!“ In Nußbaum beschweren sich Eltern jahrelang bei den Stellen (ORN, Kreisverwaltung, VGV und auch bei Busunternehmer Scherer selbst) - nichts bessert sich. Die Busse der Fa. Scherer sind zu spät, fallen ganz aus. Ersatzbusse wissen die Routen nicht, fahren die Orte falsch an, sodass Kinder über eine Stunde vermisst werden. Kinder müssen den Busfahrern sagen, wo die Haltestellen sind: „Heute kam der Bus in Nußbaum-Ortseingang aus Monzingen nicht durch wegen eines parkenden Autos, da steigt der Fahrer aus, um zu telefonieren und Kinder verlassen den Bus und kommen zu Fuß ins Dorf - Ein Skandal – alle schauen weg niemand will mit der Problematik zu tun haben“ ließen uns mehrere Eltern wissen. Auch die GS und der Kita Monzingen wissen über die Problematik Bescheid. Besserung? Nein - bis etwas passiert! Und dann verstecken sich alle hinter den Fichten….

Leute! -Wo bleibt das Handeln, wo die Kontrollen, wer hat die Verantwortung, wenn im tiefen Hunsrück die Busfahrer nach Schnaps und Wodka stinken und kein Wort Deutsch verstehen, die Kinder an der H stehenbleiben und gar keine Schülerbeförderung stattfindet? Hallo?

>>„Alle gucken zu!“ – so äußerte sich über ein halbes Dutzend Bürgermeister an Nahe und Glan und hörte 2019 auf – gab gerne das Ehrenamt ab, weil die Ordnungsämter mehr weg als hinsehen, und die „OB´s“ nicht weiter „HiPo oder SchuPo“ spielen wollten. Kontrollen fehlen. Süßholzgeraspel und die Schönwetterparolen in Räten und von Mandatsträgern gehen auch 2020 weiter. Erstens weil überall dasselbe, sich nichts ändert, und 2.tens: Kein Arsch in der Hose. Pssst! Investigativer Journalismus fehlt. Jeder kuscht, aber: „Je weniger kontrolliert wird, desto mehr nehmen die Verfehlungen Überhand“, so Ex VG-Wehrleiter K.H.Steinbrecher. Beispiele? Ohne Ende: In Monzigen sind die marode Brücken im Ort per rotem Schild für maximal 1,8 Tonnen ausgelegt. Dann wird ein Kartoffelsack drübergestülpt und schon können Dreiachs-Lkw´s die Brücke passieren. Goldgräberstimmung herrscht bei Brückenkataster, Baumkataster, Grabsteinsicherungskataster, Eichenprozessionsspinner,  Spielplatzsicherung…. 2020? Schlechte Voraussetzungen!

>>Paradox. Zeitweise wurde der Autor dieser Zeilen als selbständiger Fleischermeister mit Geschäft vom Eichamt drei Mal!!! im Monat gebührenpflichtig! kontrolliert, obwohl immer alles okay war! Aber man hatte es einfach. Der Laden lag günstig, P waren da, die Eichgewichte waren nicht weit zu schleppen! Auf Veto und Protest erhielten wir die Antwort: „Wir können auch 5-Mal kommen“. Paradox. Weil: In größeren Erzeuger- und Herstellerbetrieben muss sich „das Amt“ vorher anmelden um zu kontrollieren. (Siehe aktuell 2019 Wilke/ Rückrufe S.711 im SWR-Videotext ohne Ende)  Eine Farce die zum Himmel schreit und Wilke mit Lebensmittelvergiftungen!!! erst möglich macht. Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen…


Hinter die Fichten geführt?

Weiter so?

Prosit Neujahr!