Julia Klöckner steht noch längst nicht im Zenit - Wird sie Kanzlerin?

Kategorie: VG Sobernheim, Bad Sobernheim, Meddersheim, Kreis KH, VG Meisenheim, Lokale News an Nahe und Glan, Politik, Bernd Hey: Meine Meinung

 

Fotos textende. Wow - Prinz Charles, künftiger englischer König, hat auf dem 50. Weltwirtschaftsforum in Davos ein revolutionäres und außerirdisch-fokussiertes 10-Punkte volkswirtschaftliches Programm vorgestellt, das allen, Wirtschaft, Industrie, allen Menschen, handelnden Personen und Politik die Augen öffnete, indem er die Natur und die Chancen natürlicher Ressourcen, Recycling und Nachhaltigkeit ins Zentrum seines visionären Denkens und bahnbrechenden Handelns stellte, weil dort auch Profite generiert werden. Gegen Subventionierung mit dem Gießkannenprinzip – gegen Business as usal, „gegen die Wahrheit zu verdrehen“ – die Zeit zum Handeln sei jetzt, wenn nicht schon längst verstrichen - die neue Dekade ab 2020 müsse auf allen Feldern ein Paradigmen-Wechsel und die Wende bringen.

Schlagzeilen Anfang Februar 2020: Die Deutsche Bank macht miese. Peantus, was sind schon 5,7 Milliarden Euro? 5,7 Milliarden. 198.000 Arbeitslose mehr im Januar. Die Bundeswehr fährt, fliegt, schifft, schießt und bundeswehrt mangels Masse, Geld, Personal und milliardenkosten für Gutachten und Ersatzteile nicht mehr. Die zukünftige Bundeskanzlerin Julia Klöckner steht hart im Wind und schweigt. In diesen Zeiten wären wenig gute Ansätze gigantisch viel. Sie würde als Kanzlerin bestimmt eine sehr gute Figur abgeben. Gut, bei manchen Frauen ist sie untendurch. Weil: Fähnchen nach dem Wind stellende Strahlefrau, viel mitreden, überall wie ein Teepüppchen präsent sein und mit ihrer burschikosen Art die Nase vorn haben. Ja, sie kann keine Wahlen gewinnen, sagen die einen, bei den derzeitigen massiven Protesten des Bauernstandes mache sie keine gute Figur, die anderen. Und die Hauptstadt-Journaille lässt pflichtgemäß kein gutes Haar an ihr.

Aber zeichnet nicht gerade all das einen/eine geerdete StandUp PolitikerIn aus, wenn sie sich im Sturm stellt? Und soll sie allein an allen Verfehlungen, was in diesem Staate „Dänemark“ faul ist, schuld sein? Nein, das wäre zuviel der Ehre. Jedenfalls hat sie Probleme erkannt. Und was ist, wenn der CDU/CSU die Möchtegern Großkopferten wie AKK, Merz, Leichtgewicht Laschet (trotz großer Hausmacht) und Co. wegbrechen? Und dass noch niemand laut den Namen gerufen hat, ist reine Taktik und ein weiteres totsicheres Indiz. Wer eigentlich hatte sie als Landwirtschaftsministerin auf dem Schirm?

Rufe werden laut: „Kabinettverjüngung“ (Söder), ebenfalls von CSU: „Regieren ohne B 90/Grüne ein absolutes No-Go“. Charisma und Couleur spielen ihr in die Karten. Julia Klöckner bleibt von Natur aus Strahlefrau, umgängliche, unaufgeregte wie unverbindliche Livestream-Aktivistin, heißeste Kandidatin in Berliner Machtzirkeln wie in Talkshows, wo sich jeder Sender mit der eloquenten J.K. gerne schmückt – ihr Ansehen und ihre Reputation steigen Tag für Tag. Und oft sind solche geerdeten Yuppies, die das Edutainment seit ihrer frühesten Kindheit aus dem Effeff beherrschen, stechende Trümpfe in der Hinterhand. Sie weiß was sie tut und sie tut was ihr nützt. Das hat sie intus, hart in ihrer Karriere gelernt, auch wenn Tweets und Trends meilenweit entfernt mit der Wirklichkeit auseinanderklaffen. Am 17. Januar 2020 twittert @Donauschleifenrebellin zum Klöckner Dialog: „Kritische Äußerungen ihrer Bürger blockiert sie massenhaft…Ihr Ego ist größer als ihr Gehirn“. Gangart und Ton werden rauer. Da ist auf Twitter von „Lobbyhuren“ die Rede, Titulierungen und Anfeindungen, die man nicht wiedergeben kann. Kein Bäcker könne glyphosat-freies Brot backen, Honigproben überschritten diesen zugelassenen Wert um das 152-fache. Erschreckende Polemik, Unwahrheit? Die Wahrheit wäre erschreckend.

Wegen den „diktatorischen“ EU-Agrarreformen sind die Bauern das rohe Fleisch. Und was twittert die Landwirtschaftsministerin? Platzhalter. „Die Agrarminister sind meiner Einladung gefolgt: Thema in diesem Jahr ist der regel- und wertebasierte Handel für eine weltweite Ernährungssicherung“. Oder: „Die gute Nachricht. Wir helfen um günstigere steuerliche Bedingungen, sich gegen Dürreschäden versichern zu können“. Und auf der grünen Woche in Berlin war das Motto in der Halle 23a des Bundesministeriums (@bmel) „Du entscheidest“. Der Verbraucher entscheidet also und muss mehr zahlen. Für Strom, Sprit, Schnitzel, Steuern und Skandale - Bravo.

Die Rheinpfalz schreibt am 20. Januar 2020 zu vollmundigen „AKK-Richtungsparteitagen“, tausenden Traktoren und zehntausenden Bauern, Wut- und Protestbürger und zur GroKo: „…querbeet gab es von CDU, SPD und CSU nur Laues, Maues und Graues. Die meisten Botschaften haben nicht einmal die Kraft entwickelt, den Raum zu verlassen, in dem sie formuliert wurden“. Null Visionen, kein mumm – und das vor dem Wahljahr 2021? GroKo ade!

Prinz Charles 10-Punkte Programm sollte übrigens schulpflichtige Lektüre und must-have Bundestagspflichtlesen werden, und wer dies nicht kapiert? Setzen, Note sechs - vor die Tür. Das wäre „richtungsweisende“ Politik.


Mit Bäcker-OM Wenz

Immer an der Basis präsent

Auch Bei Gerhard Engbarth

Und bei den Bauern

sowie bei "Bibel & Wein" mit viel Fachkompetenz