NBG Meddersheim: Unter dem Klasteiner Pfad - 2.te Planung 41 Plätze

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Fotos UNTEN (textende) Meddersheim. Vom Bopparder Planungsbüro Stadt-Land-plus stellten Bauingenieur Sebastian von Bredow und Dennis Behrami die Machbarkeitsstudie des geplanten Kreises und den städtebaulichen Vorentwurf des Neubaugebietes „Unter dem Klasteiner Pfad“ während der jüngsten Gemeinderatssitzung und das weitere Prozedere vor. Zunächst habe die Abstimmung des Kreisverkehrsplanes mit dem Baulastträger LBM und Schallschutzmaßnahmen sowie die obligatorische Bauverbotszone erste Priorität.

Auf der L 232 ist im Durchmesser ein 28 Meter Kreisel mit einer 2,50 Meter breiten Mittelinsel als gesicherte Querungshilfe für den Fuß- und Radverkehr und zur Verkehrsberuhigung die sinnvollste Lösung. Immerhin passieren hier über 4.500 Fahrzeuge am Tag die Landstraße. Daher scheidet grundsätzlich vom Ort her eine Linksabbiegespur ins neue Neubaugebiet aus.

Der neue Kreisverkehrsplatz sei Bestands- und Geländenah modelliert, seine Realisierung könne man sich mit seiner Neigung nach außen hin am besten wie mit einem umgedrehten Unterteller einer Kaffeetasse vorstellen, verdeutlichte Sebastian von Bredow und beantwortete Detailfragen. Schallschutz ist in diesem Teilbereich ein Thema, sei es vom Kreisel her oder vom Durchgangsverkehr, die planerisch möglicherweise einen Lärmschutzwall erfordere.

Auf 3,3 Hektar sollen beim Neubaugebiet auf einer Nettowohnbaufläche von über 24.100 Quadratmeter 41 Baugrundstücke mit einer Grundstücksgröße von 480 bis 850 Quadratmeter entstehen. Die genaue Baugrundgröße, auch die Ringerschließung mit einzelnen Stichstraßen und einer Straßenbreite von 6,50 bis 8,50 Meter als klassische Wohnbebauung für Ein-und Zweifamilienhäuser stehe zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht endgültig fest, informierte Dennis Behrami. Jedenfalls seien die Straßen breit genug ausgelegt; - Müllfahrzeuge würde immer größer. Ein Spielplatz ist geplant. Eine hier vorbeiführende Treibstoffleitung der NATO darf weder überbaut noch mit Gehölzen bepflanzt werden; - entsprechend ergeben sich daraus eine öffentliche Fläche sowie der Zuschnitt weniger Baugrundstücke. Anhand von Beispielfotos wurden bauordnungsrechtliche Festsetzungen, etwa die Dachform mit 20 bis 45 Grad Neigung von Sattel- oder Walmdächer mit dem Baugebiet gegenüber „Im Wiesengrund“ abgeglichen. Die Grundflächenzahl ist mit 0,4 (40 Prozent überbaubar) angegeben, bei zwei Stockwerken beträgt die Traufhöhe 7, die Firsthöhe 10 Meter. Auch habe das Planungsbüro Stadt-Land-plus von den VG-Werken den Planungssauftrag über die Kanalisation erhalten. Der Kanal werde  an den bestehenden im Wiesengrund angeschlossen – über weitere Bemessungsansätze wie etwa Starkregen könne bei einem Ortstermin im April weitere detaillierte Auskunft erfolgen. Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk nannte 48 interessierte, wovon über 30 feste Interessen am Baugrund bekundet hätten.

Weiteres Thema waren Infos zum Meddersheimer Weinfest. Die Ortsgemeinde ist Träger, ein Weinfestausschuss quasi Ausrichter. Ziel ist, kein Minus zu machen, und dies sei gelungen, teilte Ratsmitglied Stephan Weck dem Gemeindeparlament ein Plus im mittleren dreistelligen Bereich mit.

Weitere Themen waren die Überplanung und der Planungsauftrag des Naturnahen Spielplatzes, der aufgrund der Verwendung von „naturnahen“ Gehölzen kostenintensiv ist. Er wurde seinerzeit für das Neubaugebiet „Im Wiesengrund“ eröffnet – jetzt wurden drei Ratsmitglieder mit der weiteren Planung beauftragt, ein Angebot erschien dem Gemeinderat als zu hoch.

Weil die beiden Rundwege („Kleine Runde“ und „Historische Runde“) noch nicht fertig sind „und teils nur auf dem Papier stehen“, nimmt Meddersheim nicht am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Zum Preis von 2.653 Euro hat der Odernheimer Baumpfleger Martin de Wyl kleine Baumfällungen und Totholzbeseitigungen auf öffentlichen Plätzen erledigt. In diesem Jahr soll frühzeitig dem Eichenprozessionsspinner der Garaus gemacht werden. Die neue LED-Beleuchtung im gesamten Wiesengrund bis zum Gemeindesaal und teils im alten Ortskern ist abgeschlossen.


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