Kirner & Münchner Wies´n als Hotspots abgesagt - Mega Partys: Spaßbremse - 500.000 Jahrmarkts-Besucher sind traurig - 500.000? Nein, halb so schlimm!

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Fotos / Textende anklicken - Am Dienstag, 21.April um 9.03 Uhr sagten Bayerns MP Markus Söder und „OB“ Reiter die Wies´n, das Oktoberfest ab 19. September ab, weil 15 Stunden zuvor schon es BILD-Online meldete. Damit werde nichts abgesagt. Nein. Die Wies´n werde heuer nicht stattfinden, weil München dazu nicht einlädt! Es gelte, den Freistaat Bayern zu schützen. Damit wird dem Oktoberfest „schweren Herzens“ ein Riegel vorgeschoben. Kein „Prosit der Gemütlichkeit“ in Dirndl und Krachledern – ein herber Schlag, wirtschaftlich ein Volltreffer. Bekanntlich lebt das Fest mit sechs Millionen Besuchern und seine Bierzelte von der Nähe, wo Tische für Feierbiester, High Society und die Hautevolee zwischen 5.000 und 11.999 Euro plus zusätzlicher Verzehrgarantie als wahre Gelddruckmaschinen angeboten werden. Gut, wenn man es sich leisten kann, aber: Leserbriefschreiber, User, Influencer oder Blogger prangern diese Art von zur Schau stellendem Festgelage ungeniert an und sehen Vorzeichen von Sodom und Gomorra! Von 2 Milliarden Euro Umsatz ist in und um München die Rede.

Andere Baustelle: Auf Biertrinker an Nahe und Glan, auf dem Hunsrück und überwiegend gut 60 Kilometer rund um den Kirner Brauerei-Schornstein sowie auf die fast 10.000! Kirner Bierclub Mitglieder wartet jede Menge Arbeit, denn: Das Bier muss getrunken werden, wenn es schon einmal in Flaschen abgefüllt ist. Zeitnah. Echte Biertrinker erkennen fast auf den Tag genau das Ablaufdatum – tatsächlich. Hinzu kommt Ende April in Coronazeiten neben einem immensen Verdrängungswettbewerb der Preisverfall – der Fassbiermarkt tendiert gegen Null. Die Kiste Öttinger kostet um die 5.- Euro – 20 Flaschen 0,5 ltr. Bier für 25 Cent die Flasche. Hammer! Kirner Kerb, Obersteiner Spießbratenfest, Veitsrodter Prämienmarkt, Bier-und Backes-Wanderung, der „Tag des Bieres am 23. April 2020“, der Spezialbiertag der Kirner Privatbrauerei. Alles abgesagt.

„Das Corona-Virus bremst den Kreuznacher Jahrmarkt Ende August aus“ – so lautete am 20. April 2020 eine elektrisierende wie hoch emotionale Nachricht, denn bis Ende August dürfen keine massenmobilisierenden Volksfest-Highlights gefeiert werden. Den Gäß´jern sei auf der Pfingstwiese ihr Volksfest mit 200 Fahrgeschäften und 500.000 feiernden Besuchern ihre Freude gegönnt, die es in dieser Fülle sogar in Wikipedia geschafft haben. 2019 wurde neu gezählt - die Zahl aber geheim gehalten – der Jahrmarkt-Kultstatus hat absoluten Vorrang. Aber eine Vermutung erschreckte dann doch: Es sind wesentlich viel mehr weniger. Wer hat sie doppelt gezählt? „Nix wie enunner. Alleeh dann, bis Fleeschworschtdunnerschdaach um vier Uhr in Anheusers Gaade!“ lautet einst die Einladungsdevise des größten Jahrmarktes. Trotzdem sieht man auf vielen Zeitungsfotos Lücken in den Jahrmarkts-Gäß`cher bei de Gäß`cher. Nimmt man einmal zum Vergleich das proppenvolle FCK Fritz-Walter Stadion in KL mit 45.000! Besuchern, kommt man freitags, samstags, sonntags mittags, abends, montagsmorgens, montagsabends und am Dienstag auf 7 mal 45.000 = 315.000. Wohlgemerkt in jeder Schicht 45.000 Menschen gerechnet auf der „kleinen“ Pfingstwiese – nebeneinander nicht übereinander. Und das ist unmöglich! Sei`s drum – mehr Schein als Sein. Stadt eben. Überhaupt offenbart Corona Besonderheiten: Die Skandinavier gehen in die Sauna, die Russen desinfizieren sich mit Wodka, Franzosen kaufen Rotwein und Kondome. Die Amis rüsten sich mit Waffen, Munition und Schießprügel auf, und die Deutschen? Hamstern Klopapier. Leute, bleibt alle gesund!ÜberraschtLachend

Zu den Fotos: Die Weltstadt mit Herz, München oder das Kloster Andechs sind zu allen Jahreszeiten schön und eine Reise wert– und bei der Kirner Privatbrauerei hatten vor zehn Jahren, 2010, GF Peter Dietz und Braumeister Friedrich Wilhelm das Sagen. Kinder, wie die Zeit vergeht!