Corona-Rapport: Davon werden lange die Enkelkinder erzählen (& bezahlen)

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Eine seit dem Zweiten Weltkrieg nie dagewesen Hysterie lähmt Deutschland im ersten Halbjahr der neuen Dekade 20-20. Betroffen sind alle. Abstandsregeln, Hygiene und Quarantäne, Maskenpflicht und Virusängste, shut-down und Lockdown bestimmen den Alltag. Am 23. Mai 2020 werden weltweit fünf Millionen infizierte und 300.000 an Covit-19 gestorbene Menschen gemeldet, in Deutschland –geschätzt: über 180.000 infizierte und 8.100 Tote.

Die Autobahnen, Innenstädte, Lokale, Schulen, Kita´s, Strände an Nord-und Ostsee sind menschenleer, Grenzen dicht, Flugzeuge bleiben am Boden – Bis Ende März müssen 240.000 Urlauber aus der ganzen Welt „heimgeholt“ werden. Ende Mai 2020 muss die Lufthansa vom Bund mit 9 Milliarden Euro gestützt werden, weil pro Stunde eine Million Euro Verlust am Boden eingefahren werden. Diese staatskapitalistische Lösung an einer der vielen lobbyistisch unterwanderten „heiligen Kühe“, wo der Schwanz mit dem Hund wackelt, ist ein Milliardengrab und ergibt volkswirtschaftlich keinen Sinn. Null. Warum? Weil niemals von den Dividenden-Absahner jemals ein Cent Gewinn an Vater Staat zurückgezahlt wird! Dem Staat fehlen bis Ende Mai 2020 über 80 Milliarden Euro Steuereinnahmen, die Kommunen, Lieschen Müller und Otto Normalo aufgebürdet werden – gigantische Rettungspakete werden geschnürt. Beispielsweise ein 500-Milliarden Europrogramm als, Zitat: „Euro-Bonds-Geldsegen durch die Hintertür, um dieses Geld dann zinsfrei, also als eine Zuwendung an südeuropäische Länder weiterzureichen, die bislang dem Schuldenmachen frönten“. Zitatende. So verlautet es sarkastisch aus höchsten Rats- und Regierungskreisen. Hauptlast an dieser unsäglichen Umverteilung trägt der deutsche Steuerzahler, ihre Kinder und Enkelkinder -  immer „on top“ – immer obendrauf auf das Bestehende.

Die DBahn bedient im April/Mai 75 Prozent ihrer Ziele und ist „nur“ zu 10 Prozent ausgelastet – eine Handvoll Fahrgäste haben oft einen ganzen Waggon. Der boomende Fremdenverkehr ist auf Eis gelegt. Die Tourismusbranche liegt am Boden – die Reisebranche ist besonders hart betroffen: So müssen beispielsweise die Reisebüros schon erwirtschaftete Leistungen retour zahlen.

Fahrschulen, Geschäfte, Bäder, Bars und Kneipen - bis Mitte Mai 2020 alles absolut zu. Eine Mund-Nase-Maskenpflicht Anfang Mai belastet. Kurzarbeit hat Hochkonjunktur. Home-Office findet statt - Restaurants bieten Bestell-, Abhol- oder Lieferservice an. Alle setzen auf das Internet, wo in kleinen Zirkeln Kochkurse oder Weinproben stattfinden – jetzt soll im Kreis KH ein Internet-Market-Place oder in Facebook ein ambitionierter Versuch über neue Absatzstrategien mit Handelsfunktionen stattfinden. Hilflos wird aktionistisch nach jedem Strohhalm gegriffen. Fakt ist, dass die Läden voller Ia Waren und das Angebot megariesig sind, aber die Maskenpflicht nervt und die Kundschaft fehlt. Jedenfalls bis Ende Mai. Außer beim täglichen Bedarf – und trotzdem klagen Bäcker über Einbußen bis 40 Prozent. Am 16. Mai rollt nach drei Monaten der Fußball in der Bundesliga wieder, aber:

Die Unsicherheit überwiegt: Kommt eine neue, zweite Corona-Welle? Folgt der Kurzarbeit eine Entlassungswelle? Wie Ladenmiete bezahlen, wenn zu 100 % Umsätze und Einkünfte aus drei Monaten fehlen? Logistikunternehmer Kühne&Nagel sagt am 23 Mai: „Jede 4.te Arbeitsstelle fällt weg“.  Einzelhandelsverbände vermuten, dass Innenstädte veröden, 100.000 Geschäftsstandorte schließen, viele davon gehen den Weg der Insolvenz.  Runners-Point, Karstadt-Kaufhof und C&A sind die Spitze eines Eisbergs in Städten und sperren Türen zu, in Bad Sobernheim hört der Real-Markt auf (Edeka übernimmt), in Kirn macht das Cafe` Schläger zu, und, und, und…


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