Kirn-aktiv im Umbruch: Fusion mit GiK besiegelt - Neues Internetkaufhaus

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Fotos Textende anklicken - Kirn. Kirn-aktiv stimmte am Mo., 6.7.2020, im VG-Sitzungssaal einer Fusion mit der Gewerbeinitiative Kirner Land (GiK) zu – gleichzeitig wurde unter den Fittichen der Stadtwerke Kirn der regionale Online-Marktplatz für das Kirner Land vorgestellt und thematisiert. Kirn-aktiv Vorsitzender Bernd Gerhardt wollte eigentlich über zahlreiche Kirner Highlights berichten und „die Leistungsfähigkeit hervorheben, aber in diesem Jahr fühlt sich alles so unwirklich weit weg an. Nichts ist mehr so, wie es war, viele bangen um ihre Zukunft und um ihre Existenz“, sagte er. Es gebe fast nur Verlierer. Nach anfänglicher Schockstarre der Coronakrise habe man als Sofortmaßnahme sehr erfolgreich eine Solidar-Shopping-Card vermarktet und die Koordination von zwei Paletten Simolux- Sichtschutzplatten solidarisch an alle Gewerbetreibende in der Region übernommen. „Wenn man die Fernsehbilder und das schlimme Ausmaß dieser Pandemie sieht, ist es ein Privileg, in solch einem Land mit einem funktionierenden Gesundheitssystem zu leben, wo der Staat hilft – die Politik hat einen guten Job erledigt“, lobte Bernd Gerhardt.

Gastronomie und Restaurantbetriebe fehlten am Montag gänzlich; - knapp 30 der 76 Mitglieder waren anwesend. Eine benötigte dreiviertel Mehrheit der Anwesenden für die Fusion auf Basis einer Verschmelzung des Umwandlungsgesetzes, wie dies Vize Gunnar Venter vortrug, war problemlos gegeben. Mit Datum 31. August 2020 (maximal acht Monate im Geschäftsjahr) könnte dies vollzogen werden. Venter nannte als Ziel, die Synergien zu einem starken Partner zu bündeln – alle Gespräche „verliefen sehr positiv auf freundschaftlicher Basis“. So werden künftig alle Arbeiten und Aktivitäten gemeinsam wesentlich effektiver für Mitglieder und Kunden der Region koordiniert. Zwei Kaufmannschaften nebeneinander hätten viele Bürger irritiert und hinterfragt, sagte Venter sinngemäß. Wenn GiK gestern Abend an gleicher Stelle für eine Fusion stimmte, wird ein Notar mit der Bündelung beider Interessen beauftragt und in einem Satzungs-Entwurf die Mitglieder informiert. Danach werde eine Sitzung anberaumt, wo ein Vorstand mit Doppelspitze gewählt und ein neuer Name genannt werde, informierte Venter. Kirn-aktiv Vorsitzender Bernd Gerhardt hege keine Ambitionen, aber es gebe bereits Bewerber für eine starke Leitung. Der Kirn-aktiv Vorstand wurde einstimmig entlastet.

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Bei der Versammlung wurde quasi unter der Schirmherrschaft der Stadtwerke Kirn die digitale Plattform als Internet-Marktplatz zur Stärkung des gesamten Kirner Landes vorgestellt. Vor zwei Jahren wurde schon einmal der Versuch einer Onlineplattform für Kirn-aktiv unternommen, scheiterte jedoch an der Finanzierung. In seiner Funktion als Geschäftsführer der Stadtwerke sei dieser „regionale Online-Marktplatz ausbaufähig, Kundenbindung und die Standortkommunikation sind uns das im besten Sinne wert“, sagte Kirn-aktiv Kassenwart Jochen Stumm. Dieser „Market-Place“ sei nicht zu verwechseln mit dem bei der Kreisverwaltung angesiedelten Projekt der Wirtschaftsförderung und habe damit rein gar nichts zu tun.

Pünktlich um 20 Uhr war für 50 Minuten via Skype mit Roman Heimbold der Geschäftsführer des Freilassinger Start-Ups von „Nahwerte/atalanda“ zugeschaltet. Er informierte detailliert über die Plattform als Ergänzung und stand Rede und Antwort. 30 Städte in drei Länder werden promotet. Kernaussagen waren: Neue Convenience durch Verbindung aus Online und Offline. Lokal einkaufen, online shoppen und offline abholen– bis 80 Prozent der Käufer informierten sich Online, bevor sie eine größere Anschaffung tätigen. Insofern habe solch eine Präsentation als Pendant zu Platzhirschen wie Amazon und mit solch einem starken Partner vor Ort wie den Stadtwerken Kirn Charme. Und was wäre die Alternative dazu, gerade in Zeiten wie diesen dies nicht für ein Jahr zu versuchen, meinte der Kirn-aktiv Vorstand oder beispielsweise Beata Barth. Insgesamt sei dieses digitale Verzeichnis mit Verlinkungen der lokalen Wirtschaft in Kooperation mit Tourismus, Kommune, Einzelhandel und Vereinen eine regionale Belebung und Standortstärkung, zumal zahlreiche bestehende Warensysteme in den Kirner Geschäften und Kaufhäusern mit „Nahwerte/atalanda“ kompatibel sind und die Suchmaschine Google ein Übriges tut.

Und wie funktioniert das Ganze? Michael Müller von „Specialprint“ wäre anfänglich in Diensten der Stadtwerke Kirn Kümmerer und Bezugsperson vor Ort, der Texte und Fotos einstellt, die über die Plattform „Nahwerte/atalanda“ angeboten werden. Die monatliche Grundgebühr beträgt 29,95 Euro plus eine Transaktionsgebühr von acht Prozent, die das komplette Payment (den Zahlungsverkehr), abdeckt und regelt. Über einen örtlichen Lieferservice mit Festpreis kann die georderte Ware vom lokalen Händler „just in time“ zum Kunden kommen. In einem ersten Feedback signalisierte ein Drittel der Anwesenden Interesse.

Zu den Fotos: Die Kirn-aktiv Mitglieder votierten mit satter Mehrheit für eine Fusion mit der Gewerbeinitiative Kirner Land. Zudem wurde die Internet-Präsenz „Nahwerte/atalanda“ unter den Fittichen der Stadtwerke Kirn thematisiert.


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