AC/DC Coverband -Kunst & Kultur bei Rockern auf der Bergmühle!

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Fotos anklicken. Textende: Simmertal. Die „weltweit spektakulärste und originalgetreue“ AC/DC-Tribute Hardrock-Band ließ es am Wochenende auf der Simmertaler Bergmühle im wahrsten Sinne des Wortes zwei Mal mächtig krachen. Die Location ist für derlei Auftritte geradezu prädestiniert und war zwei Mal ausverkauft. Mit einem großen Truck wurde das Equipment auf die Bergmühle gebracht, Veranstalter Hansi Lenhard aus Henau war mit seinem Helferteam extrem zufrieden und guter Gastgeber: „Ein Extralob dem tollen und disziplinierten Publikum. Alle halten sich permanent an AHA und die Regeln“, resümierte er am Ende des Tages - und dies war jederzeit sichtbar.

Unter dem Slogan „We Salute You“ setzt die Coverband weltweit neue Maßstäbe. Das Quintett erinnert in einer wahren Hommage („The World's biggest Tribute to AC/DC“) an die von den schottischen Brüdern Angus und Malcolm Young; - die sich 1973 als australische Hard-Rock-Band AC/DC gründete. Weit über 100 Millionen Tonträger wurden verkauft – die Fans in Simmertal  mussten nicht lange auf „Highway to Hell“ warten: Dieser 41 Jahre alte Song wurde zweimal zelebriert und beschreibt das Musiker- und Tourleben auf Achse. Viele gefeierten Ohrwümer wie „Thunderstruck“ sind Kult. Letzteres Musik-Video wurde auf YouTube im Internet bis gestern Abend fast 780 Millionen Mal angeklickt.

Vier der fünf Musiker waren bis 2017 europaweit auf Tournee. In dieser Formation besteht die Cover-Band seit drei Jahren – und es war nach fünf Monaten ihr erstes Konzertwochenende seit der Coronakrise. Am Freitag wurde Gitarrist Nick Young mit großem Hype verabschiedet, am Samstag gab der Meddersheimer Rhythmus-Gitarrist und Musiklehrer Oliver Schneiß als künftig vollwertiges Bandmitglied einen brillant-grandiosen und gefeierten Einstand. (Wir berichteten gestern).

„Es war für mich Gänsehaufeeling pur, zur Höllenglocke `Hells Bells` spielen und im Background zu singen“, strahlte „Olli S“. Weitere Gassenhauer waren „Back in Black“, „TNT“ oder „Problem Child“ – aber auch so obskure Titel wie das Intro „Dog Eat Dog“, die korpulente „Rosie“, „Shake a leg“ oder „Sink the Pink“ waren herzerfrischende Sahnehäubchen mit atemberaubender Performance. Übrigens ist der Bandname „We Salut you“ eine Textzeile aus dem Lied „For Those About to Rock“. Einzig die beeindruckende „Marshallwand“ und die 21 Kanonen konnten in Simmertal nicht alle aufgebaut werden – bei den sechs martialisch anmutenden Attrappen versagte wegen Regen am Freitag der Zündmechanismus; - am Samstag spuckten sie kurz vor Mitternacht beim Finale Nebel aus, sie versuchten es wenigstens.

Drummer Erwin Rieder kam aus Landshut – und aus Norheim Bass-Ikone „Baba Hail“. Die beiden Frontmänner, Lead-Gitarrist Kilian Aßmann aus Landsberg am Lech alias „Kili Locke“, und Sänger Grant Foster boten sehr authentisch und schweißgebadet über zwei Stunden nonstop und ekstatisch eine mitreißende Bühnenshow vom Allerfeisten. Während Aßmann als Rhythmusmaschine mit Verve über die Bühne tigert, groovt Grant Foster aus London professionell und ist europaweit bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Besser gesagt wie eine Institution, die Brian Johnson ähnelt; - er kam eigens aus Spanien angereist.

Die Musiker sind selbst die größten Fans ihrer Idole und diese vollendete Perfektion spürt man bei jeder textuntermalenden Geste und jedem Ton: Hardrock und Rock `n Roll sind im Kern ihr Metier, Ausflüge in die Welt des Blues oder der zelebrierte Bad Boy Boogie erweitern das Genre. Kein Wunder, dass jeder Aufritt der Band für die Zuhörer zu einem unvergesslichen Konzert-Highlight wird, denn: „Wenn das Publikum die Augen schließt, werden sie 1:1 AC/DC hören – und wenn sie die Augen öffnen, werden sie auch AC/DC sehen“ - dies sei Ansporn und Vermächtnis, und dem kam die Band verdammt nahe.

Zu den Fotos: Zwei Mal volles Haus im Simmertaler Mühlenrock- Kulturgarten, der für derlei Party-Events in der Region geradezu prädestiniert und einladend erscheint. Die AC/DC Tributeband „We Salute you“ gastierte.