Rotary-Präsidentschaft: Von Idar-Oberstein über Kirn nach Meisenheim

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Fotos am Textende -ANKLICKEN - Kirn. Feierliche Präsidentschaftsübergabe im Castle In auf der Kirner Kyrburg, wo Frau Dr. med. Ulrike Freifrau von der Osten-Sacken und von Rhein aus Meisenheim von dem Kirner Arnd von der Burg bei den vollzählig anwesenden Rotary-Mitgliedern übernahm. Die 51-jährige neue Präsidentin ist ärztliche Direktorin im Gesundheitszentrum Glantal und nannte im Gespräch mit unserer Zeitung hehre Ziele: Sie will den Namen Rotary mehr publik machen, will, dass damit mehr soziales Engagement verknüpft werde. Dies sei ihr sehr wichtig und dies will sie fördern. Gerade in dieser Zeit der Coronakrise sei das Obdachlosenprojekt und die Fürsorge für jene Menschen, „die am ehesten durch das Raster fallen“, sehr wichtig: „Wir können einen Medi-Bus organisieren, um diese Menschen und ihre Wunden besser versorgen zu können“, sagte die sympathische und taffe Präsidentin.

Wenn die tatsächliche Impfung komme, müssten gerade diese Menschen, aber auch chronisch und psychisch Kranke oder Flüchtlinge, die sich teils im Kirchenasyl befinden, ausreichend versorgt und geimpft werden. Außerdem soll der interne Austausch mit befreundeten und benachbarten Serviceclubs gepflegt, intensiviert und forciert und so quasi über den Tellerrand hinausgeschaut werden. Der Rotary-Club kommt zum Impfen dorthin, wo sich Obdachlose geborgen fühlen. Im konkreten Fall ist seit Jahresbeginn im so genannten Tagesaufenthalt wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen im Gesundheitszentrum Glantal in Meisenheim ein Treff eingerichtet, wo die Ärztliche Direktorin Dr. Ulrike von der Osten-Sacken und Dr. Gudrun Herzel aus Meddersheim eine mobile Impfstation eingerichtet haben. Die Besucher des Treffpunkts können sich gegen Tetanus und Grippe kostenlos impfen lassen.

Die Rotary-Clubs wurden 1905 als ältester Service-Club gegründet und zählen in Deutschland aktuell etwa 1040 Clubs und 55.000 Gefährten. Der neu gegründete Ableger Rotary-Club „Kirn an der Nahe“ hielt bekanntlich am 5. November 2016 auf der Kirner Kyrburg seine Charterfeier mit 22 Gründungsmitgliedern ab. Erste Präsidentin war Miriam Hoberg aus Idar-Oberstein, Anfang Juli 2018 übernahm Arnd von der Burg aus Kirn, jetzt wechselt die Präsidentschaft Richtung Meisenheim.

Der gelernte Kirner Werbetechniker und Unternehmer Arnd von der Burg ließ die vergangenen zwei Jahre Revue passieren und erinnerte an einige Aktivitäten wie zahlreiche regionale Spenden in Höhe von 7.500 Euro für verschiedene Institutionen. Die 3 Tenöre gastierten in Bad Sobernheim gemeinsam mit den Soroptimisten zu Gunsten des Weißen Rings, zwei Mal war man in Cadzand beim Strandlauf der holländischen Rotary-Freunde zu Gast. Von der Burg sagte:  „Dies funktioniert nur mit einem fleißigen Vorstand und einer Gemeinschaft, die bereit ist, sich zu engagieren. Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, allen, die sich immer wieder einbringen. Man merkt sehr schnell, dass die Erfüllung dieser Pflicht sehr schwierig sein kann. Ich habe diese Präsidentennadel wirklich mit viel Stolz getragen“. Und zu seiner Nachfolgerin gewandt: „In dir, liebe Ulrike, hat der Club eine Freundin mit Herzblut gefunden, die fast unnachahmlich den rotarischen Gedanken lebt: SERVICE ABOVE SELF. Schon mit deinen Ideen und der Impfaktion hast du uns allen gezeigt, was in dir steckt. Du hast die Power, alles zum Wohle der sozial Schwächeren umsetzen zu wollen und zu können. Deshalb bin ich sehr stolz darauf, dass Du dich bereit erklärt hast, unsere neue Präsidentin zu werden“, lobte der scheidende „Past President“ Arnd von der Burg.

Zu den Fotos: Feierliche Insignien-Übergabe auf der Kirner Kyrburg. Das Präsidentenamt vom Rotary-Club Kirn wechselt mit Arnd von der Burg von der Nahe zu Ulrike von der Osten-Sacken an den Glan.