EFG Bad Sob: Corona verhagelte Erasmus-Jumelage "Märchenhaftes Europa"

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Foto am Textende anklicken: Bad Sobernheim. Eigentlich sollte die Abschlussveranstaltung des internationalen Erasmus-Projektes „Märchenhaftes Europa“ am 24. März mit dem Emanuel Felke-Gymnasium (EFG) und drei weiteren Partnerschulen aus dem dänischen Vejle, aus Ondra (Spanien) und Tilburg (Niederlande) ein länderübergreifender Festakt in Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Freilichtmuseum werden, aber Corona durchkreuzte jäh die Jumelage. Für das Freilichtmuseum fand Museumsdirektorin Sabrina Hirsch Dankesworte der Wertschätzung. Seitens der Stadt lobte und dankte Bürgermeister Michael Greiner im Beisein von VG-Bürgermeister Uwe Engelmann und hegte nicht zuletzt wegen der coronabedingt-ausgefallenen Städtepartnerschaften an Pfingsten den Wunsch, diese Jumelage zu forcieren, auszubauen und mehr Jugend einzubinden. Mehrere Lehrkräfte sowie die betreuende Fachschaft des EFG um Schulleiterin Britta Sturm und Alexandra Picht-Wilms waren bei der Präsentation zugegen. Christina Eckenroth ließ die Projekte und Begegnungen über zwei Jahre Revue passieren; - zum einen ist eine mehrsprachige Hörstation mit europäischen Märchen sowie symbolisch ein gemeinsames Haus „Europa“ entstanden, das hier im Freilichtmuseum quasi die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft manifestieren soll und hier der Grundstein für ein „Märchenschloss Europas“ entstehen kann.

Ebenso wie ein visueller Filmbeitrag in der Medienstation im Haus Ürzig sollen die Arbeiten eine dauerhafte Bleibe und Bereicherung in der Baugruppe Mosel-Eifel darstellen: „Die Schüler haben im wahrsten Sinne des Wortes ihre eigenen Wurzeln und europäisches, Identität-stiftendes kulturelles Erbe aus den Nachbarländern erfahren. Wir sind viel gereist“, sagte Eckenroth. Die Gymnasiasten aus vier Ländern hätten sich in Begegnungen „intensiv ausgetauscht, gemeinsame Werte entdeckt, Wünsche und Hoffnungen artikuliert. Auf den Reisen wurden aus Fremden Freunde – aus allen Regionen haben wir etwas ins Freilichtmuseum mitgebracht, die Schüler waren voller Elan und mit Begeisterung bei der Sache“, sagte sie und dabei klang viel Stolz mit.

Stellvertretend für alle 18 Schüler informierten im Freilichtmuseum Johanna Günther, Johanna Thallmaier, Christine Sander und Benedikt Eßling. Eine kleine Broschüre war vorbereitet. Das erste Treffen fand vom 12. bis 16. November 2018 in Bad Sobernheim statt und führte die Schüler zu einer Exkursion ins Mittelrheintal wo regionale Märchen und Legenden wie etwa die Loreley im Vordergrund standen. Das zweite Treffen war vom 18. bis 22. März 2019 im dänischen Vejle, wo Grabanlagen von Königen besucht und Märchen von Hans Christian Andersen thematisiert wurden. Sechs SchülerInnen der 9. Klassenstufe des EFG trafen sich mit dänischen, holländischen und spanischen Partnern beim dritten Treffen vom 4. bis 8. November 2019 in Onda in Spanien. Noch gänzlich von Corona unberührt fand das vierte Treffen vom 3. bis 7. Februar 2020 in Tilburg in den Niederlanden statt. Dieses Förderprogramm der Europäischen Union erinnert an den Humanisten der Renaissance, Erasmus von Rotterdam. „Glücklicherweise haben die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit und die Notwendigkeit erkannt – Völkerverständigung, Vertrauen und das Gemeinsame über Grenzen hinweg sind wichtiger denn je – die EU hat das Programm verlängert und die Förderung aufgestockt“, informierte am Rande EFG Sprach-Pädagogin Dorothee Sauerwald-Poba.

BUZ: Eine Hörstation mit dem Lied der Loreley, dem standhaften Zinnsoldaten, der Fledermaus im Wappen von Valencia in Spanien und die Legende von Sinterklaas in englischer Sprache sowie symbolisch ein europäisches Haus ziehen ins Haus Ürzig am Rundweg in der Baugruppe Mosel/Eifel ein.