Oktober 2020 - Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt...

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Schlagzeilen. --Oktober 2020-- Schlagzeilen: Erntedankfest und Deutsche Einheit 2020 in Coronazeiten: 50.000 Pleiten im Einzelhandel erwartet. Hüh und hott – und im rheinland-pfälzischen Landtag entbrennt der Showdown zur Landtagswahl…Mitte Oktober ist die 1,1 Millionenmarke Coronatote weit überschritten. Und aus den USA wird von einem chaotisch-grotesken „Totalsachaden“ beim TV-Duell Trump/Biden berichtet. Die Welt gerät nicht aus den Fugen, sollte der an Corona genesene Trump wieder gewählt werden. Die Börse, der Boulevard, die Presse und die Amis brauchen solch einen „strongen“ und „crazy“ Trump – die „aussterbenden“ Weißen solch einen Clown erst recht für ihr Selbstwertgefühl....

Die lockere Geldpolitik hierzulande wird sich noch rächen. Wer soll die Schuldenpolitik bezahlen? Was ist mit Maßhalten? Aus den Milliarden Staatshilfen für Kurzarbeit etc. werden Schulden, die bei zurückgehenden (Gewerbe-) Steuereinnahmen zurückgezahlt werden müssen. Sprich: Im Noon-Food, in der kompletten Automobil-Zulieferindustrie und im Lebensmitteleinzelhandel fehlen weltweit die Umsätze/Exporte/Gewinne. Und wenn zum Beispiel keine Frühjahrskollektion, keine Schuhe verkauft wurden und Restaurants vier Monate völlig dicht hatten, von was soll dann im fünften Monat Pacht bezahlt werden? Es sind genau jene „Unter…nehmer“ und „Selbst…ständig…arbeitende“, welche die Wirtschaft am Leben halten und von der Hand in den Mund leben.

Wirtschaftsweise, Börsianer und Fachleute warnen im Dutzend - Hans Werner Sinn sagt: „Viel Geld fürs Nichtstun“. Wie soll das werden? Regional und weltweit? Schlagzeilen Mitte Oktober: Walt Disney will 20.000 Stellen streichen, zwei US-Fluggesellschaften über 36.000, BASF weitere 2.000, Shell bis 9.000 Plätze, Daimler 4.000 Stellen, Autozulieferer Mahle weltweit 7.600 Stellen, MAN in der Lkw-Sparte bis zu 9.500 Stellen streichen und ganze Standorte (Wittlich) aufkündigen. BMW will Rabatte von den Zulieferern, Sternenbäck (BW) und Kaufhof schließen je 45 Läden – H&M bis 250.

Es gibt 15 Cent mehr Mindestlohn. 15 Cent. Wenn für die zehn Millionen !!! Mindestlohnempfänger reeller Lohn gezahlt werden würde, würden 10 Milliarden Euro gespart, rechnete z. B. Dietmar Bartsch von der Linke im Bundestag vor. Dramatische Verläufe. Bartsch prangerte 21 % mehr Ausgaben im Verteidigungsetat an, obwohl wir nicht angegriffen werden und in Schule und Infrastruktur Milliarden fehlen. Nach der Kultusministerkonferenz 2016 sei nix in WLAN und Breitbandausbau passiert. Der Grüne Anton Hofreiter zählte auf, was man alles braucht, sich wünscht, wichtig wäre, was eine gemeinsame europäische Lösung sei und wofür man gemeinsam sorgen muss, um die Herausforderungen zu meistern. Phrasen. Mit den „Fehlleistungen der Regierung und den Enteignungen könnte man eine ganze Bibliothek füllen“, sagte die AfD - auch wenn jeder mit Engelszungen redete, hörte sich viel zu vieles wie AfD Vorlagepausen an. „Immer weniger hören im Bundestag zu, immer mehr meinen, dazwischen schreien zu müssen“, mokierten sich TV- Kommentatoren wie ntv-Christian Wilp über die unsittliche Zwischengeräuschkulisse. Jeder am Pult fühlte sich „hinter die Fichten geführt“. Sitzen nicht alle im selben Boot? Welche Aufgabe hat die Opposition, wenn Scheuer (CSU) wie Trump (USA) die Unwahrheit sagt? Euphemismen allerorten, aber: Wer zahlt die Zeche? 2oo Milliarden Schulden 2020?

Neues? Fehlanzeige; - die Automatismen des Mainstreams greifen: Nur wenn k e i n e Wahlen 2021 wären, gäbe es eine  Nettoschuldenaufnahmenotbremse, eine CoronaInvestitionsdeckelung und kein Kurzarbeitergeld mehr! Wer das bezahlen kann, interessiert in Berlin niemand, der Staat bezahlt die Zeche.