Rückblick: Hingucker Skywalk feiert 6.ten Geburtstag-228.000 € Kosten

Kategorie: VG Sobernheim, VG Kirn-Land, Hochstetten-Dhaun, Kirn, Kreis KH, Nachbarschaft, Lokale News an Nahe und Glan, Lifestyle

 

Fotos UNTEN- anklicken: Nahetal: Bierlaune-Skywalk 100 Meter über der Nahe ist Eyecatcher. Aus einer Bierlaune heraus geboren, verebben sechs Jahre nach seiner feierlichen Einweihung am 20. Januar 2015 die Besucherströme – die Gastronomie bei Edgar Schorsch auf „Gehannsbersch“, wie Einheimische liebevoll den Hochstetten-Dhauner Ortsteil St. Johannisberg nennen, ist in Corona Lockdown-Zeiten verwaist und liegt gänzlich brach. Ob es wirklich in den Folgejahren so viele Besucher wie 2015 (66.000 in 2015 = täglich 200) waren, darf zumindest bezweifelt werden. Jedenfalls war der damalige VG-Bürgermeister von Kirn-Land, Werner Müller (SPD), felsenfest davon überzeugt, dass der Skywalk ein Alleinstellungsmerkmal für eine ganze Region genießt und eine weitere Aufwertung des nahen „Wildgrafen-Wanderweges“ darstellt. Mehr noch: Solche Projekte wertete er als „grundsätzliche Meilensteine“ in Touristik- und Fremdenverkehrsförderung. „Heute ist der Rand des Landkreises Mittelpunkt des ganzes Landkreises“, rief der damalige Landrat Franz-Josef Diel (CDU) noch all jenen Kritikern zu, die Kirn und Umgebung im Westen des östlich gelegenen Kreishauses als vernachlässigt sehen. Und um die politische Farbenlehre zu komplettieren, sei die damalige Vize-Regierungschefin und Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (B 90/Grün) unter den Ehrengästen erwähnt, die tief beeindruckt von dem Aussichtspunkt war: „Das Projekt zeigt sehr deutlich, dass es überall in Rheinland-Pfalz etwas zu entdecken gibt“, rief Lemke aus. Ihr gefiel die Verknüpfung zwischen Bergbau und Basalt-Steinbruch auf der einen, sowie das touristische Highlight auf der anderen Seite. „Das ist gut angelegtes Geld und gar nicht teuer“, freute sie sich vor allem darüber, dass die veranschlagten Kosten in Höhe von 228 000 Euro im Rahmen blieben, ein Schnäppchen waren, was in der Folge Kritiker verstummen ließ, und zudem alle Aufträge in der Region blieben und heimische Betriebe stärkten. Bei der Eröffnungsfeier klopften sich alle Verantwortlichen vor lauter Stolz gegenseitig auf die Schultern.

Nahe einem Lokal reicht eine Pöhlmann-Stahlkonstruktion in luftiger Höhe 7,50 Meter über die Klippe eines ehemaligen Steinbruchs. Dann fällt die Felswand 60 Meter senkrecht in die Tiefe – weitere 40 Höhenmeter folgen bis zum Bachbett der Nahe. Die Bauphase war ein bundesweites Spektakel. Die Gesamtkosten für die Metallkonstruktion beliefen sich auf 228.000 Euro. 60 Prozent (etwa 137.000 €)  wurden aus dem EU-Fördertopf „Leader Plus“ bezuschusst. 60.900 Euro trug die VG Kirn-Land und rund 30.000 Euro die Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun. Beide traten als gemeinsame Bauträger auf, wie erwähnt: Ausschließlich regionale Firmen waren beteiligt.

Zu den Fotos: Im vierten Quartal 2020 fiel die erklärende Rundum-Tafel der Zerstörungswut von unverbesserlichen Vollpfosten und Randalierern zum Opfer. Als die RLP-Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Teil besuchte, bekannte sie „Höhenangst und ein mulmiges Gefühl". Die weiteren Fotos stammen vom 03.01.2021 und zeigen Infos über Hellberg und Hildegard-Weg, im Blick rechts nach Westen den steilen Rutschhang des früheren Wertstoffhofes, links Hellberg und B 41 und gerdaaus das Loh in Kirn. Im Blick gen Südosten die Gemeinde Hochstetten-Dhaun, den B 41Kreisel und die im Bau befindliche Brücke der Ortsumgehung. Januar 2021.