NOVOCONT-Modulbau Made in Bad Sobernheim boomt - Müllersch up to date!

Kategorie: VG Sobernheim, Bad Sobernheim, Meddersheim, VG Kirn-Land, Allgemein, Kreis KH, Lokale News an Nahe und Glan, Nachbarschaft, Leute nebenan, Firmenportrait

 

Bad Sobernheim. Das war ein Menschenauflauf am Dienstagmorgen, 9.März 2021, in der Felkestraße, wo schon ganz früh sechs Schwertransporte mit Sondergenehmigung aus Slowenien acht Module für einen Bungalow samt separater Wohneinheit anlieferten. Die Nachbarn filmten und dokumentierten das Schauspiel, dank einem mächtigen Kran der Firma Bott wuchs auf etwa 150 Quadratmeter Wohnfläche in der Stichstraße der Neubau an einem Vormittag.

Freunde und Bekannte von der 79-jährigen Bauherrin Margaretha Müller staunten nicht schlecht und kündigten sich am Nachmittag zum Umtrunk an. Wo morgens eine Bodenplatte betoniert war, stand Stunden später ein Bungalow und wurde Richtfest gefeiert. Seit 1989 begann Wolfgang Müller mit dem Container- und Systembau, ab dem Jahr 1996 firmiert die GmbH auch in der felkestädtischen Breitlerstraße unter dem Firmenlabel „Novocont Systembau für individuelle Raumkonzepte“. Kerngeschäft war der Container- oder Modulbau und dessen Vermietung. Geschäftsführer ist Harald Müller, die beiden Töchter Sophia (29 Jahre) und Annika (27) arbeiten als Bauingenieurinnen im väterlichen Betrieb mit, der Bruder der Mädels, Dominik, studiert Architektur in Kaiserslautern.

Mittlerweile ist das Portfolio dank einem europaweiten Netz von Partnern über den Container- und individuellen Hallenbau bis hin zur Realisierung von Stahlkonstruktionen angewachsen, der Name „Novocont - Made in Bad Sobernheim“ ist ein Begriff. Zu den diversen Referenzen mit europäischen Firmen zählen aktuell ein Schulkinderhaus für die Nachmittagsbetreuung mit fast 50 Containern in Schwalbach am Taunus, eine Intensivstation im Krankenhaus in Arnsberg sowie Projekte auf mehreren Flughäfen, auch in Frankfurt am Main. Viele Bauten von der Bedarfsermittlung bis zur schlüsselfertigen Übergabe wurden realisiert, erzählte Sophia Müller, Vorteil des Modulbaus sei ein Bezug in drei Wochen.

Jetzt suchte Harald Müller in der Felkestadt ein Grundstück, um solch ein Prestige- und Vorzeigeprojekt in Modulbauweise als Wohnbau eines gehobenen Standards, altersgerecht und barrierefrei, zu realisieren. Fündig wurde der Diplom-Ingenieur in der Felkestraße, die Familie Büttner sind direkte Nachbarn. Die Bungalow-Bauweise ist den dortigen Häusern angepasst. Als „Bauherrin“ war die 79-jährige Mutter Margaretha Müller dafür geradezu prädestiniert: „So schließt sich wieder der Kreis“, rief sie am Dienstag Freunden und Bekannten zu. Denn bevor die Familie von Bad Sobernheim nach Meddersheim zog, wohnte die einst in Karlsruhe gebürtige Metzgerstochter zur Miete nur wenige Meter Luftlinie entfernt in Münchwiesen – ihr allzu früh verstorbener Mann Axel arbeitete bei der Simona. „Margret“ Müller ist eine Frohnatur, die Land und Leute kennt; - beruflich war sie 25 Jahre lang bis zur Betriebsaufgabe in der Metzgerei von Jakob Hartmann in der Neugasse tätig.

ZU den Fotos: : Kurz vor ihrem 80.ten Geburtstag zieht es die einstige Fleischerei-Fachverkäuferin aus Meddersheim wieder zurück nach Bad Sobernheim in die Felkestraße. Sohn Harald und ihre Enkelkinder (im Foto: Sophia) planten einen modularen Bungalow samt separater Wohnung in weiser Voraussicht, wenn die Seniorin einmal Hilfe oder Pflege benötigen sollte.