Gewerbegebiet "Am Markt" in Hennweiler: Große Übung an Möbelfabrik

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Fotos unten anklicken: Hennweiler. Im Ernstfall hätte es die Freiwillige Feuerwehr Hennweiler nicht weit zum Brandort, der Möbelfabrik Baum und Hien im Hennweiler Gewerbegebiet „Am Markt“ an der K 4 Richtung Kellenbach, gehabt. Die Feuerwehr ist unmittelbarer Nachbar. Vielleicht war es dieser Umstand oder „besondere Auflagen der Versicherung in Sachen Kooperation“, wie Dirk Hien von der Geschäftsleitung dies frank und frei bekannte, dass hier erstmals ein größeres Übungsszenario durchgeführt und die Grenzen der örtlichen Wasserversorgung aufzeigt wurde.

Zaungäste konnten das Spektakel unmittelbar verfolgen: Es herrschte hektische, aber besonnene und koordinierte Betriebsamkeit. Angenommen war ein Maschinenbrand in einer Großschreinerei mit drei vermissten Personen. Die Hennweiler Wehr mit zehn Mann und zwei Fahrzeugen vor Ort ging mit Atemschutzgeräteträgern in die stark verqualmte Halle vor und rettete nach und nach die drei „Statisten“ Marlitt (10), Lennart (12) und Patrick (10). Vom Sportplatz her baute die Oberhauser Feuerwehr, vom Kreisel „In den Hähnen / K 5“ die Hahnenbacher Wehr um Wehrführer Ralf Zimmermann die Wasserversorgung auf. Die Schneppenbacher um Wehrführer Stephan Böres zapften Hydranten an, alle drei Wehren führten mit sieben C-Strahlrohren Löschangriffe auf die Gebäudehallen im rückwärtigen Teil durch. Die Feuerwehr Kirn mit ihrem 4.800 Liter Großraumtanklöschfahrzeug (GTLF), mit Einsatzleitwagen und der Drehleiter mit zehn Wehrmännern um Wehrleiter Mario Wagner wurde unter realistischen Bedingungen nachalarmiert, um mit der Drehleiter den lichterloh angenommenen Brand von oben aus unter Kontrolle zu bringen. Die abschließende Manöverkritik der 40 Wehrmänner im Halbkreis brachte neue Erkenntnisse: Deutlichen Druckabfall registrierten die Nachbarwehren, als der Kirner Großtank leer war und das Wendestrahlrohr am Rettungskorb der Drehleiter 23/12 aus der örtliche Wasserversorgung gespeist und voll aufgedreht wurde. Grund: Zwar ist hier am Hennweiler Gewerbegebiet „Am Markt“ eine Druckerhöhungsanlage in Betrieb, kommen knapp 80 Kubikmeter Wasser die Stunde aus dem Dorf, aber das eine Strahlrohr allein zieht 2000 Liter, also zwei Kubikmeter in der Minute! Was tun? „Im Ernstfall Gedanken machen, wo das Wasser herkommt“, war Tenor. Für solch ein Großprojekt „reicht die Wasserversorgung im Netz nicht aus, muss Löschwasser extern mit längeren Schlauchleitungen oder im Pendelverkehr herangeschafft werden“, sagte der Hennweiler Wehrführer, Einsatzleiter und Kirn-Lands stellvertretender VG-Wehrleiter Eckhard Götz. „Notfalls müssen wir sofort den rund 800 Meter entfernten alten Hochbehälter anzapfen“, sagte Ortsbürgermeister Michael Schmidt, die Übung und das Zusammenspiel sei optimal verlaufen, lobte Schmidt.


Drei Kinder wurden "gerettet"

und schauten später zu

Über 90 PA gibts in Kirn-Land

Die Drehleiter DL 23 /12 im Einsatz

Wasser Marsch aus 7 C-Rohren