Rückblick:; FOTO-Serie: Großbrand im Museum und 36. Museumsfest 2011

Kategorie: Bad Sobernheim, Kreis KH, Blaulicht, Lokale News an Nahe und Glan

 

6 Jahre her: BILDER UNTEN anklicken: Rückblick: Ohne all diese Helfer kein Fest: „Mit Blick auf die Zukunft muss es weitergehen“, betonte der Vorsitzende des Stiftungsrats des Freilichtmuseums Bad Sobernheim und VG-Bürgermeister Rolf Kehl bei der Eröffnung des 36. Museumsfestes. Fast 20 zum Wiederaufbau gelagerte Häuser aus den vergangenen 500 Jahren aus ganz Rheinland-Pfalz waren fünf Tage zuvor ein Raub der Flammen geworden. Über 150 Feuerwehrmänner aus dem ganzen Kreis standen in der Nacht zum 20 September dem lodernden Flammenmeer am Bauhof im Nachtigallental hilflos vis-a-vis.: „Jetzt erst recht!“, da seien sich die Verantwortlichen mit den Museumsfreunden und Helfern, aber auch mit tausenden Besuchern einig gewesen, die bei herrlichem Altweibersommerwetter das Freilichtmuseum besuchten.

Rückblick 2011: Worte des Dankes und der Blick nach vorn überwogen: „Über 200 Helfer rekrutieren sich aus dem Freundeskreis“, der nicht nur die Mammutveranstaltung abwickelt, sondern bereits Monate zuvor plant. Kehl weiter: „Ohne diese Helfer kein Fest und – ich behaupte – auch kein Freilichtmuseum“. Der Zufall wollte es, dass der Geburtstag der Museumsleiterin Sabrina Mehler genau auf den Tag des Festes fiel. Da ließen sich Kehl als Stiftungsratsvorsitzender und Holger W. Krebs für die Belegschaft bei den Blumen nicht lumpen.

2011 war an der Töpferei Mecking „Dachfest“ angesagt, und vom Regionalbündnis „SooNahe“ war das Fest zum „Tag der Regionen“ proklamiert. Die Transmissionsriemen der Lanz Dreschmaschine drosch Getreide, hauptsächlich Weizen. Unter dem Motto „Erleben, wie es wirklich war“ war das ganze Museumsdorf mit seinen vier Baugruppen und translozierten Gebäuden ein einzigartiger Erlebnisparcour, wo geschmiedet und gesägt, gewerkelt oder gebacken, angeboten und verkauft wurde oder Vorführungen und Attraktionen sich allergrößter Beliebtheit erfreuten. Schon am Eingang waren zahlreiche Jahrmarktsattraktionen des vorigen Jahrhunderts wie das nostalgische Karussell, eine Schiffsschaukel, Drehorgel nach historischem Vorbild oder „Hau den Lukas“ aufgebaut und zogen die Besucher in ihren Bann. Highlights für Jung und Alt gab´s zuhauf: Das Motorsägenmuseum aus Lauterecken zeigte über 50 historische zivile oder militärische Sägemaschinen, die Jägerinnen und Jäger um Hegeringleiter Klaus Nieding (Meddersheim) präsentierten die Fertigkeiten ihrer Hunde, ließen Jagdhörner erklingen und präsentieren Wildprodukte aus der Wildkammer, im Pfalz-Rheinhessendorf war die Waldschule und natürlich auch die Fleischerei im Haus Wöllstein (um 1900) geöffnet. Neben der Stadtkapelle Bad Sobernheim spielte das Blasorchester 1924 Staudernheim, die „Wilden-Waschbrett-Wuzzys“, „Happy-Musik“ und die Bockenauer Dorfmusikanten. Sehr zufrieden zeigte sich Pressesprecherin Monika Theobald mit dem Ablauf des Museumsfestes. 6503 zahlende Besucher wurden registriert. Nicht gerechnet all die Menschen und freiwilligen Helfer von DRK und Feuerwehrleuten aus dem ganzen Kreis, die eingeladen waren. Was unterm Strich finanziell herausgekommen sei, konnte Peter Öhler vom Museums-Freundeskreises und organisatorischer Motor des Festes bisher nicht sagen: „Ein tolles Fest auf jeden Fall“, soviel sei sicher.