Neues Tatü-Tata für Ersthelfer! Nach Kirn & Simmertal jetzt Hennweiler

Kategorie: Hennweiler, Simmertal, Kirn, Blaulicht, Lokale News an Nahe und Glan

 

FOTOS UNTEN: Hennweiler. Feiertag für die Hennweiler Feuerwehr: Zwei Tage vor Heiligabend holte die Wehr ein funkelnagelneues Feuerwehrauto in die Lützelsoongemeinde. Beim Neujahrsempfang der Ortsgemeinde war Übergabe, durfte die Einheit ihr neues High-Tech-Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10/10 in Besitz nehmen. Die Bewirtung übernahm der Turnverein Hennweiler, der Musikverein Kirn spielte zum zünftigen Frühschoppen auf und sorgte für die musikalische Umrahmung.

VG-Chef Werner Müller betonte in der vollbesetzten Lützelsoonhalle von Arbeiten im direkten Umfeld, und dass die VG Kirn-Land in 2011 fast 300 000 Euro in Hennweiler investierte. Mit der Holzhackschnitzel-Heizung habe man die Kette der Wertschöpfung in der Region gehalten. Zudem haben die VG-Werke im Wochenendhausgebiet „Eichelse“ ein Grundstück erworben, damit entgegen der geplanten Schilfanlage dieses Areal an die Kläranlage angeschlossen werden könne. Weiter wurde in optischer und pädagogischer Hinsicht das Erscheinungsbild der Grundschule Hennweiler aufgewertet: 25.000 Euro kostete eine neue Türanlage, 45.000 Euro eine neue Teerdecke auf dem Schulhof.

30 Jahre lang habe man in Kirn-Land kein einziges neues Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt, das jüngste läuft mit Baujahr 1988 in Becherbach, das älteste mit Baujahr 1964 in Otzweiler. Diesem erheblichen Investitionsstau für die 350 ehrenamtlichen Männer und Frauen der Wehren in Kirn-Land bei gestiegenen Anforderungen und einer Einsatzsteigerung um über 30 Prozent zwischen 1998 und 2008 soll ein erarbeitetes Konzept mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro bis zum Jahre 2018 entgegen wirken. Durch Fördervereine und Landeszuschüsse blieben rund 700.000 Euro davon zur Finanzierung über die VG, informierte Werner Müller. Die Arbeit mit veraltetem Gerät sei frustrierend, die Investitionen diene unserer aller Sicherheit, rief er aus und erhielt Applaus.

Stichwort Einsätze und Notwendigkeit: 1971 sei der Großbrand in Saalbau und Gaststätte Christmann der einzige gewesen. 2003 waren es sechs Einsätze, 2009 -17 und 2010 schon 27 für die Hennweiler Wehr. Müller dankte dem örtlichen Wehrführer Eckhard Götz auch dafür, dass er zwischen den Jahren das Fahrzeug optimal ausstattete. Mit 24 aktiven und elf Mitgliedern der Jugendfeuerwehr präsentiere sich die Einheit so stark wie nie zuvor. Götz nahm stolz die Fahrzeugschlüssel entgegen und erläuterte das Know-how und neueste technische Daten des Zwölftonners als „intelligentes“ Einsatzfahrzeug, das mit Schere und Spreitzer für schnelle Hilfeleistungen und Brandbekämpfung ausgerüstet ist.

Das Fahrzeug kostet rund 191.000 Euro. Hinzu kam Beladungsmaterial von 7.500 Euro und 1.500 Euro für Digitalfunk. Neueste hydraulische Rettungsgeräte kosteten 20.000 Euro. Zu den Gesamtkosten von 220.000 Euro zahlte das Land 70.000 Euro, der Hennweiler Förderverein leistete 20.000 Euro Zuschuss und finanzierte zudem die Ausrüstung in gleicher Höhe vor. Eigenanteil der VG: 110.000 Euro


Es wird gefachsimpelt und verglichen

Schere und Spreitzer aus der Schachtel!

Kreis-Feuerwehr Inspektor W. Hofmann

Für die "Großen" - und die "Kleinen"