Joachim Wolf und Karl Willi May sind Autodoc´s in der Felkestadt

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Fotos unten: Bad Sobernheim. Derweil sieht man überall, wie die „Schätzchen“ aus der Garage hervorgeholt und zur blitzblank gewienert auf die Maitour vorbereitet werden. In der Felkestadt hat das Autohaus von Karl-Willi May wieder den Hof voller Oldtimer und Autos stehen, die meist im Kundenauftrag angeboten werden. Auf Neu- und Jahreswagen aller Fabrikate nach Kundenwunsch hat sich der Lauschieder spezialisiert.

Als Karl-Willi May vor 44 Jahren seine Lehre bei VW Kurt Matthes in der Monzinger Straße begann, gab es noch keine Westtangente. Da musste er vom Bahnhof aus hinlaufen, und auch nach dem Berufsschulbesuch in Kirn lief er meist vom Sobernheimer Bahnhof zu Fuß nach Lauschied. May kann sich an Zeiten ohne Katalysator, ohne Knie-Airbag oder Navi erinnern. Heute ist Hightech gefragt: Über 40 Steuergeräte sind in einer Nobel- Limousine meist versteckt verbaut, brauchen Autos mehrere Batterien und Mechaniker Sonderausbildung und viel Grips.

Nach seiner Lehre arbeitete der heute 58-jährige in der Ford-Vertretung von Rolf-Leo Schenz in Meisenheim und zwei Monate bei Dinig in Hennweiler, aber das war „zu weit vom Schuss“ von seinen geliebten Lauschieder Höhen. Zuhause in der Bärweiler Straße hatte Karl-Willi May mit Service, An- und Verkauf gut zu tun. Aber wenn etwas gut läuft, gibt’s Neider, und es gab Ärger mit dem Bauamt. 1989 expandierte er, zog in die Breitler Straße und 2005 in die Monzinger Straße 88, vis-a-vis der früheren Lehrstelle. Bis 1999 war der gebürtige Lauschieder Mazda-Vertraghändler, zudem hatte er bis 2005 auch eine Fiat- Vertretung. „Die machten so hohe Auflagen, dass sie ein Familienbetrieb nicht erfüllen kann“ gab er die Vertretung ab und ist im wahrsten Sinne des Wortes heute ein freier Mann.

„Von der Autolobby und der Regierung nicht gewollt“ sagt der Lauschieder kurz und prägnant zur Frage nach alternativen Antriebstechnologien. Sein Favorit ist der Diesel, gefolgt vom Hybridauto. Und Strom? „Nein, da muss man in Wiesbaden übernachten, wenn man nach Frankfurt will“, sagt er knochentrocken.

Auf die 2009 so hoch gepriesene „Abwrackprämie“, genauer gesagt auf die im Rahmen des Konjunkturpaktes II gezahlte Umweltprämie in Höhe von 2.500 Euro für ein älteres Kfz zur Verschrottung ist er nicht gut zu sprechen. Damals stand der Hof voller „Gebrauchter“, die er weit unter Wert verkaufen musste.

Seit gut einem Jahr ist Joachim Wolf (28) im Autohaus May beschäftigt, der Bad Sobernheimer lernte und arbeitete bei Mercedes und im Bosch-Service. Wolf hat ein Faible für Oldtimer, zählt einen Porsche 924, einen 1974-er Triumph Spidfire und einen VW Bus Camper T3 sein eigen. Oldtimer sind bei Joachim Wolf in besten Händen. Zudem ist der Experte seit diesem Monat Mitglied des Meisterprüfungsausschusses der HWK Koblenz. May und Wolf sind Meister, nennen sich „Autodoktoren“ und sind quasi „Allrounder“.

>>>Auto May hat sich spezialisiert auf fachgerechten und preisgünstigen Reparatur-Service und Unfallinstandsetzung aller Fahrzeuge mit Original-Ersatzteilen. Drei Hebebühnen und ein Bremsenprüfstand   sind vorhanden. Kompletträder oder Reifenservice mit Einlagerung, Autoglas-Service, Gutmann Diagnosegerät für Fehlercodesuche aller Marken, TÜV-Abnahme und AU für Motorräder zählen zum breiten Leistungsspektrum des einzigen Autohauses in der Felkestadt an der Westtangente.


Ein seltenes Gefährt

Karl-Willi May & Joachim Wolf

Reifen und Einlagerungen

im Autohaus May / Westtangente