Erneuter Jagdfrevel in Becherbach - Hohe Belohnung!- Hochsitze im Fadenkreuz

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Fotos unten - Becherbach. An Himmelfahrt Mitte Mai 2012 begann die Serie von Straftaten mit einem brennenden Hochsitz zwischen Otzweiler und Becherbach. Zwei Feuerwehren wurden alarmiert. Die Heimweilerer weihten ihr neues Feuerwehrauto ein und fuhren sich fest. Polizeibeamte nahmen die Verfolgung der mutmaßlichen Täter auf, aber die flüchteten in den Wald und entkamen.

„Das ist nicht schön, was sie mit uns machen. Das ist Terror und muss ein Ende haben!“, ärgern sich die Jagdpächter.

Ortstermin: Wir sind etwa 400 Meter von der L 374 entfernt in „Langenich“, einem schwer zugänglichen, nassen Wiesental zwischen der Otzweiler Schulheck und der Becherbacher Kirchenheck, wo Ende der 1960-er Jahre amerikanische Panzer im Manöver stecken blieben und mit „Bananen-Hubschrauber“ herausgezogen werden mussten. Dort ist ein massiver Hochsitz mit einem Fahrzeug niedergerissen und zerstört worden. Weiter wurden im Jagdbezirk Holzbrücken und Stege über Bäche zerstört, Salzlecken, Scheiben und Türen auf Hochsitzen mutwillig kaputt gemacht, Hochsitzstützen angesägt. „Das ist des Nachts sehr gefährlich. Niemand hat sich an fremdem Eigentum zu vergreifen- das ist mehr als Waldfrevel und eine vorsätzliche Straftat an gesetzlich geschützten Jagdeinrichtungen“, sind der 56-jährige Jagdpächter Franz-Josef Wischmann und sein Sohn Ludwig erzürnt. Nicht selten werden Hochsitze von Wanderern oder Waldarbeitern bestiegen.

Über Winter wurden die Ansitze neu gezimmert oder verstärkt. Mit Lochband verstärkte Aufstiegesleitern wurden jetzt auf Wiesen in der Parzelle „Sulzbach“ nahe der Gemarkungsgrenze zu Limbach in der Mitte abgesägt. Gemeinsam mit Pächter Josef Freund aus Lippstadt (Kreis Soest) haben die Wischmanns das über 730 Hektar große Jagdrevier Becherbach / Kirn seit neun Jahren gepachtet – gerade erst am 31. März 2014 für weitere neun Jahre verlängert. Sie kommen gerne nach Becherbach, beteiligen sich am Umwelttag, sponsern Vereine. Die Jagdpächter sind in Becherbache gern gesehen: „Keine Idee, wer daran Interesse hat. Jedenfalls sind es keine dummen Bubenstreiche“, sagt der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft und Ortsbürgermeister Frank Schätzel.

Der angerichtete Schaden beläuft sich auf über 5.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein, die sofort bei neuen Erkenntnissen wieder aufgenommen werden. 3.000 Euro Belohnung haben die Waidmänner jetzt zu regresspflichtigen Ermittlungen ausgesetzt und versprechen sich konkrete Hinweise aus der Bevölkerung.

>>>Hinweise an die Polizei Kirn, Telefon 06752 1560


Abgesägte Leiter

Angesägt und umgerissen

Richtung Hundsbach