"Dicke-Bagge-Musik" & viel viel mehr! Musik & Unterhaltungsverein brilliert beim VG-Neujahrskonzert wie beim Osterkonzert auf Lauschieder Höhen

Kategorie: Bad Sobernheim, Lauschied, Lokale News an Nahe und Glan, Kunst und Kultur, Highlights

 

Fotos und LINK (Konzert 2011) am TEXTENDE - Lauschied. Seit 1926 ist der Musik- und Unterhaltungsverein weit über die Grenzen von Nahe und Glan hinaus eine feste Größe und Inbegriff allerfeinster Blasmusik. Vor drei Monaten spielten die Lauschieder im ausverkauften felkestädtischen Kaisersaal das 23. VG-Neujahrskonzert, jetzt an Ostern überraschten sowohl das Orchester wie das Jugendorchester die Gäste im vollbesetzten Gemeindezentrum und ließen keine Wünsche offen. Das Frühjahrskonzert hat Tradition und wurde vor der Einweihung der Mehrzweckhalle Mitte der 1990-er Jahre jahrzehntelang im Saalbau Kron gefeiert.

Seit jeher wird ein abendfüllendes Programm geboten und wer die Lauschieder kennt, weiß, dass die Geselligkeit gepflegt wird und nicht wirklich jemand schnell nach Hause will. Um 18 Uhr war Einlass mit Sektempfang, ab 19 Uhr eröffnete das Jugendorchester unter seiner Guldentaler Dirigentin Natascha Engel den bunten Melodienstrauß. Der Nachwuchs ging in Kirchberg in Klausur, neun Jugendliche absolvierten D-Lehrgänge und demonstrierten eindrucksvoll mit dem musikalischen Krimi „Superspy“ von Mystery Rock, mit einer Walt Disney Produktion vom „Brother Bear“, „Viva la Vida“ von Coldplay und einer Zugabe, was in ihnen steckt. „Wie die alten sungen, so zwitschern auch die Jungen“ - dies war Programm – schließlich öffne Musik die Herzen, lobte bei der Ehrung auch der Vorsitzende des Kreismusikverbandes, Werner Weeber, in höchsten Tönen. Hier werde eine vorbildliche Jugendarbeit betrieben. Jung und Alt präsentierten gemeinsam herrliche Musik. Seine Botschaft: „Steht hinter eurer Jugend- ihr könnt sehr stolz auf sie sein“.

Das 33-köpfige Orchester wirkte in allen Registern homogen-ausgewogen und eröffnete mit einem Ausflug nach „Leningrad“, bevor eine atemberaubend-rasante Panoramafahrt mit dem Alpenexpress folgte. Modernste Videotechnik und bewegende Bilder weckten das Fernweh oder animierten zum Bergkraxeln –zurücklehnen und genießen war angesagt, Marlene Nikodemus moderierte unaufdringlich-charmant. Das Repertoire konzertanter, moderner und volkstümlicher Blasmusik aus allen Genres, mit Filmmelodien, Soundtracks, Polkas und Märschen wie etwa Sir Edward Elgars „Pomp & Circumstance No.1“, solistischen Einlagen oder Schlagermedleys wie beispielsweise ein Block beliebter Melodien des niederländischen Stehgeigers Andre` Rieu waren fein ausgewogen und wurden leidenschaftlich und höchst professionell vorgetragen. „Der volle Saal ist Motivator. Anders als bei der Generalprobe wächst das Orchester über sich hinaus, spielt diszipliniert und perfekt“, freute sich Dirigent Josef Stenzhorn.

Befreundete Chöre kamen aus Argenthal, Steinhardt und Lettweiler, aufmerksamer  Gastgeber im Service war die örtliche Feuerwehr, die im Gegenzug bei ihrem Sommerfest von Musik-und Unterhaltungsverein bedient wird. Zusammenhalt und die  Chemie im Dorf stimmen.

Nach einem dreieinhalbstündigen Konzert der Extraklasse in der vollbesetzten Halle und vor der Zugabe eines Medleys als Hommage an Udo Jürgens dauerte es 15 Minuten, bis Vorsitzender Antonius Nikodemus aus dem Nähkästchen plaudernd allen gedankt und alle Blümchen und Präsente verteilt hatte. Die Zuhörer waren hellauf begeistert, Lothar Fachinger aus Kirschroth: „Ein ganz großartiges Orchester“. Frederik Fisher (Lauschied) weiß, dass „von klein auf ganz professionell geübt und musiziert wird“, und auch die Leiterin des Mandolinen- und Gitarrenorchester, Else Müller aus Hennweiler, rühmte: „Ein ideales Ambiente für solch eine großartige Konzertkulisse- wir kommen immer wieder gerne her“. Wegen beruflicher Fortbildung bedauerte Christina Hofmann aus Merxheim, dass sie am Sonntag unter den Aktiven fehlte, denn: „Die Art der Präsentation ist abwechslungsreich, es macht einfach Spaß“, sagte sie. Dies wurde eindrucksvoll nach der Pause untermauert, als das Orchester mit einem „Rock-Opening“ den zweiten Teil vor der Bühne begann. Und bei der (abgedunkelten) Rhapsodie „Waterkant“ bahnte sich ebenfalls ein Dutzend beschwipster Shanty-Sänger und viel Seemannsgarnspinnender Matrosen theatralisch singend ebenfalls den Weg durchs Publikum auf die Bühne – über vier Stunden auf Lauschieder Höhen vergingen wie im Fluge.

Ehrungen: Beim traditionellen Frühjahrskonzert am Ostersonntag hinterließen alle Aktiven eine glänzende Visitenkarte. In der vollbesetzten Mehrzweckhalle wurde Reinhold Wahl für 20-jährige aktive Tätigkeit geehrt. Christina Hill, Julia Schappert und Fabienne Stenzhorn erhielten das Goldene Jugendehrenzeichen, Jessica und Kathrin Bachmann, Anna-Sophie Enders, Larissa Landfried Marcel Haaß und Nils Ermel freuten sich über das Silberne Jugendehrenzeichen. Hinten von links: Dirigent Josef Stenzhorn, Werner Weeber, Reinhold Wahl und LMV-Vorsitzender Antonius Nikodemus.


Verdiente Ehrungen

Großartiges Orchester...

...mit Pep+Esprit

Hier Waterkant & Shantylblock