Wow! Frauenpower-DonnaWetter- Konzerte gehen weiter: Nach den tollen Tagen gibt´s am 14.+15. Februar 2016 in Kirns Gut`Stubb ein fulminantes DonnaWetter!

Kategorie: Bad Sobernheim, Kirn, Simmertal, Lokale News an Nahe und Glan, Lifestyle, Kunst und Kultur

 

Simmertal. Wow - war das ein Frauenpower-Donnerwetter! Das erste Konzert vom Popchor „DonnaWetter“ mit ganz starken Texten war ein Augen- und Ohrenschmaus für alle Sinne - eine Sternstunde für leidenschaftlich interpretierten Chorgesang. Die im Oktober 2014 gegründete Formation ging ein Jahr lang intensiv in Klausur und bezeichnete sich selbst als „Fleisch gewordener Traum ihrer Chorleiterin Sandra Weiss; - lauter verrückte Weiwer, die uff englisch singe“ – schon die mehrsprachige Begrüßung wurde zum Einstiegskracher.

Raus aus dem Alltagstrott. Sich selbst verwirklichen. Träume verwirklichen und Musikleidenschaft mit allen Sinnen zur Freude des Publikums ausleben. So lebt und versteht "DonnaWetter" ihren Pop-Chor-Gesang!

Alle 27 Sängerinnen standen adrett da wie aus dem Ei gepellt und legten in jeder Sekunde hoch konzentriert eine klasse Performance auf die Bühnenbretter. Von wegen Chorsterben – hier sah man genau das krasse Gegenteil: Wenn mitreißend schön wie im „All about that Bass“ von Meghan Trainor die Rundungen der Frau beschrieben werden, wenn im 48.ten Jahr ein Klassiker der Filmgeschichte „Ain`t no Mountain“ aus Sister Act 2 mit Whoopi Goldberg oder so ein Ohrwurm wie WM-Hommage 2014 „Auf uns“ im Original von Andreas Bourani derart hingebungsvoll und ergreifend präsentiert werden, dann sind alle gerne mit von der Partie: Angefangen von Sponsoren über das komplette Familienumfeld der 27 Frauen aus zehn Orten an Nahe und Glan bis hin zum restlos begeisterten Publikum – das Konzert mit über 450 Zuhörern in der vollbesetzten VfL-Halle war seit Monaten ausverkauft. „Auf uns“, jener Hymnus „..hoch aufs Leben“, auf die Freundschaft und einen wundervollen Abend, den „man am liebsten einfrieren möchte“, wie es Britta Rodenbusch umschrieb, war Programm.

Die Gesangsstücke wurden von jeweils einem anderen Chormitglied entertainmäßig anmoderiert, professionell von glänzenden Stimmen und Chor gesungen und endeten meist mit einem einfallsreichen Schlussbild, einer Art „Cliffhänger“, die das Auge magisch anzieht und fesselt, so, wie man es nur auf großen Bühnen, bei Nachmittagssoaps oder in James Bond Filmen sieht. „Skyfall“ von Adele, jene 007-Filmmelodie war zum Beginn des Song-Gewitters keineswegs nur  08/15 Auftakt, denn es stand dem Original in nichts nach und war sehr „sanft gerührt und geschüttelt“ – wie auch die folgende „Run“-Ballade von Leona Lewis, die Anna Disselhoff aus Monzingen anmoderierte:  Augen schließen und im Dunkel hinhören rief Gänsehautgefühl pur hervor. Zeit schenken, Träumen freien Lauf lassen und Gedanken nachhängen – in dieses Genre passten im Anschluss so beliebte Melodien wie „Follow me“, „Chasing Cars“ von Snow Patrol oder „Royals“, die geradezu zelebriert und von zarten Saitenklängen von Gregor Prinz oder am Cajon von Lukas Rauter begleitet und mit Bravorufen und Beifallsstürmen gefeiert wurden, bevor sich das erste „Donnerwetter“ in die Pause verzog.

„Hallo – Donnas – Bühne - Let´s go!“ mit diesen vier Worten eines vierstimmigen Chores rief das Publikum „DonnaWetter“ zurück. Silke Dressel aus Kirn moderierte „Angel“ von Sarah Mc Lachlan und plauderte über Proben aus dem Nähkästen, wenn die Mädels musikalisch in Stellas Biergarten am Simmertaler Dreieck einlaufen oder ihr Getränk bestellen.

Solistinnen mit brillanten Stimmen bei „DonnaWetter“ waren Alexandra Böning, Sandra Stilz, Beata Barth, Tatjana Denzin, Dominique Hess, Lisa Marie Bender, Katharina Bender, Maria Schuster, Anna Disselhoff und Julia Wöllstein. Durchgängig begleitete Heidrun Eggert-Schmidt am Klavier, Percussions bediente Andreas Heinrich. Besonders gefeiert als Ideengeberin, für ihre inspirative Kreativität und choreografische Arbeit wurde „Donna“ Sabine Schossig-Roevenich aus Steinhardt: Sie textete den „DonnaWetter“- Song „It´s Raining Men“, moderierte und sprach „Born this Way“ von Lady Gaga, sowie den Titelsong der One Billion Rising Bewegung „Break the Chain“ an: Allesamt Botschaften transportierende Welthits, die fesselnd in einer beeindruckenden Demonstration mit Charisma und enthusiastisch vorgetragen wurden. Bei letzterer „…sprengt die Ketten“-Interpretation animierten Aktivistinnen vergangener Jahre im Saal zum Mitmachen. Noch immer erfährt jede dritte Frau weltweit häusliche Gewalt an Körper, Geist und Seele. Stehende Ovationen des Publikums wurden mit zwei Zugaben belohnt.

>>>Für ein sportliches Kontrastprogramm sorgten Mara Schwarzkopf und Benno Gennies, fachlich informierte Beata Barth vom Kirner Fitnessclub Mrs. Sporty das Auditorium: Beide ließen beim Wortspiel „Begin The Beguine“ von Artie Show einen Modetanz aus den 1940-er Jahren aufleben und präsentierten auch künstlerisch-ästhetisch und stilistisch auf höchstem Niveau ein sozialkritisches Stück von Randy Newman. Mara Schwarzkopf zeigte eine weitere beeindruckende Choreografie. Nach ihrem Studium „Freier Tanz“ und „ästhetische Bewegungserziehung“ in Wien und Straßburg hat sie in die Selbstständigkeit gewechselt und leitet eine Tanzwerkstatt in Bad Sobernheim. –hey-


Impressionen der Konzertpremiere...

...in der VfL Halle in Simmertal.