Lauschieder Besembinner aktiv: Umzugswagen bei Volksfest präsentiert

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Lauschied. DAS ist Brauchtumspflege hoch 10 im Quadrat: Erstmals nahmen die Lauschieder mit einem 16,5 Meter langen Gespann und einem eigens gebauten prächtigen Umzugswagen in der diesjährigen Kampagne beim Straßenkarneval teil. Was da mit viel Herzblut, Leidenschaft und Euphorie in dreimonatiger Bauzeit entstand, war vom Feinsten, hatte Hand und Fuß und konnte sich sehen lassen. Eine Musikanlage und LED-Beleuchtung waren integriert, der TüV hatte keine Beanstandungen und so wurde die Präsentation am Wendehammer auf der Lauschieder Grundwies mit einem Volksfest gebührend gefeiert – halb Lauschied war auf den Beinen und die machten die Nacht zum Tage. Kinderherzen schlugen höher, sie durften in der Dämmerung bei bunter Beleuchtung auf dem Wagen durchs Dorf fahren und wurden mit Kamellen, Wurfmaterial  und Süßigkeiten beschert: „So weckt man Appetit und Interesse – die Kinder sind mit Elan und Feuereifer auch in Zukunft dabei und machen mit“, lobte Madlen Barth.

„Wir sind ein super Team und freuen uns schon auf das nächste Projekt“, rief Natalie Fuhr aus Bärweiler bei der Vorstellung vom Wagen herunter, aus acht Orten waren Mitwirkende dabei.

„Wenn nix los ist – das iss´ dann aach nix“, dachte Ortsbürgermeister Friedrich Mattern laut nach; - bekanntlich fing in „Atzes-Eck“ beim „Ob“ in der Meisenheimer Straße 1 alles an. Für die Lauschieder Kerb am ersten Novemberwochenende wurde für den Kerweumzug gewerkelt und an einer überdimensionalen und originalgetreuen Kiste Kirner Bier gebaut -  und danach ging es weiter, wollte der harte Kern um Sascha Ellrich, viel Jugend und Idealisten nahtlos in die närrische Kampagne übergehen und 2016 auf die Straße. Familie Bollenbach stellte eine Rolle als Unterbau zur Verfügung, die Familie Schappert ihre Halle zum Wagenaufbau und mit der 160-PS-Ferguson-Zugmaschie war mit Florian Schappert auch ein umsichtiger Fahrer gefunden. Motto des Wagens: „Lauschied is mei Heimatland - Besenbinner is mei Stand“ – mit dieser uralten Zunft heimsten sie viele Sympathien ein. Lauschieds Urgestein und Besenbinder Erwin Lenhardt trug viel zur Optik und Dekoration bei und brachte jede Menge Reißer-Besen, kurzum: An Erfolg und Gelingen waren viele beteiligt.

Beim Umzug in Meisenheim und beim Nachtumzug in Bockenau fuhren sie mit, sonntags in Waldböckelheim, wo die Lauschieder auch einen Stand betrieben. Schade, dass der 19. Rosenmontagsumzug in Bad Sobernheim wegen Sturmwarnung ausfiel –die Lauschieder fuhren dennoch in Privat-Pkw´s hin: „Wir hatten uns so gefreut, alle waren hoch motiviert und es hat allen Spaß gemacht“, zog Florian Schappert ein positives Resümee – der Fastnachtsbazillus lebt -2017: „Auf ein Neues“, sagte er.


Die Kinder durften mitfahren...

...und das halbe Dorf war da