Simmertal: 4.tes proBIERfest in VfL Halle - 84 Sorten - feinstes Biergenuß-Tasting -Volltreffer-Event und krönender Abschluss: 500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot!

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Fotos unten Textende - Simmertal. Das vierte „proBIERfest“ von den Bierfreunden im VfL Simmertal Anfang November 2016 war krönender Abschluss der 500 Jahr-Feierlichkeiten des Deutschen Reinheitsgebotes, und mit dem Frühschoppen und dem gemeinsamen Mittagessen tags darauf ein gelungenes Fest für die ganze Familie. 125 Essen waren vorbestellt, zudem feierte hier die örtliche FWG um ihren Vorsitzenden Thomas Zuidema sein Helferfest für die gelungene siebte Wurstwanderung Mitte Oktober.

„Ein starkes Bier, ein beizender Tobak und eine Magd in Putz; - das ist mein Geschmack“, soll schon Johann Wolfgang von Goethe geliebt haben.

„Mehr Besucher geht immer – es ist schon ein enormer Aufwand“, bekräftigte samstags um Mitternacht Andreas Heinrich, denn exakt 84 Biere und neue Raritäten aus aller Welt bereitzustellen, sei sowohl eine logistische wie exquisite Herausforderung. „Alle sind begeistert, Gäste aus Frankfurt und von weit her loben das hohe Niveau. Das Probierfest hat sich etabliert“, sagte Heinrich, DJ Gero sorgte für die musikalische Unterhaltung. An den fünf prächtig dekorierten Themenständen war die Produktpalette der Kirner Privatbrauerei, bayrische Biere, National, International und Craft-Biere mit ausgefallenen Mixgetränken ausgestellt, da konnten die Genießer höchste Braukunst schmecken und erleben. Denn: Auf zwei Powerpoint-Präsentationen gab es zu allen nummerierten 84 Sorten Infos und Produktbeschreibungen und an jedem Stand wurden auch alkoholfreie Biere oder besonders edle Tropfen kredenzt. Rede und Antwort standen am Eingang Kerstin Holländer, Matthias Christian, Ralf Boller und Ottmar Michel, die Probanden konnten in aller Ruhe Bewertungsbögen ausfüllen, wie ihnen das Bier in der Farbe und Optik, aber auch im Abgang von wenig Kohlensäure bis extrem sprudelnd, in der Säure, Bitterkeit oder Süffigkeit und Bekömmlichkeit zugesagt hat.

„Einige Besucher kommen wegen der Geselligkeit und bleiben dem Platzhirsch "Kirner" treu“, nannte der Bier-Chef-Sommelier Andreas Heinrich eine Klientel. Historisch geht der Beruf des Sommeliers aus dem mittelalterlichen Hofamt des weit verbreiteten Mundschenks hervor. Am Samstag waren die Frauen ganz stark vertreten und deshalb waren „Craft-Beere“ oder Mix-Exoten der absolute Renner. Belgische Kirschbiere, die Nummer 84, „Lindemans Kriek“, und Nummer 82, ein niederländisches „Mongoozo Mango“, waren vor Mitternacht ausverkauft – getrunken und probiert wurden Produkte namhafter Hersteller wie etwa Anheuser Busch, Berliner Kindl, Guinness oder das beliebte türkische Efes.

Und auch wenn gerade in Bayern immer mehr kleinere Braustätten von größeren „geschluckt“ werden, bleibt deren regionale Eigenständigkeit erhalten. Es gab viel zu erzählen – etwa dass sonntags die Bayern, etwa in der Kirche der 14 Heiligen im oberfränkischen Coburg mehr den zeitigen Frühschoppen, den Umsatz und Reibbach in der Kasse lieben und im Blick haben, als volle Kirchenbänke. Ein weiteres Bier war Publikumsliebling: Ein Apostelbräu, dunkles Bier, gebraut mit schwarzem Hafer.  Bei den 84 angebotenen Bieren sind nahezu alle verschiedenen Biersorten (Pils, Kölsch, Alt, Weißbier, Bock, Stout, Lager, IPA, Zwickel) von allen Kontinenten vertreten. So war für jeden Geschmack etwas zu finden - mit dabei: Weißenoher Klostersud, Zötler Hefeweizen, Autenrieder Leonardi Bock, Mooser Liesl, Duckstein Original, Störtebeker Bernstein Weizen, Grevensteiner Landbier, Kirner Kellerbier, Kirner Fürst Dominik, Tsing-Tao (China), Grimbergen Blonde (Belgien), Singha (Thailand), Handwerk All-Day IPA, Berliner Weisse Waldmeister und Himbeer oder Lindeman’s Kriek (Kirschbier), um nur einige Raritäten zu nennen.

Das hochprozentigste Bier wird Westmalle Tripel, ein Trappistenbier aus Belgien, mit 9,5% Alkoholgehalt sein. Weitere Highlights sind ein Weizen-IPA, das „Beast-Of-The-Deep” (ein helles Bock im Pale-Ale-Stil) oder ein Mangobier. Meistgetrunkenes Bier - neben dem regionalen Kirner Pils - war bislang das Lausitzer Porter, ein sehr malziges Schwarzbier aus Ostdeutschland, das überwiegend Frauen lieben.

Über das für den Seeweg stark gehopfte „Indian Pale Aale“ – das bei seiner Ankunft mit dortigem Wasser vermischt wurde, wusste Andreas Heinrich zu berichten und präsentierte deren Köstlichkeiten. Am Samstag waren 30 Helfer im Einsatz – das gesellige Beisammensein endete erst am folgenden gestern Abend, nachdem die Torten-Platten eines hausgemachten Kuchenbüffets alle restlos leergeputzt waren.

ZU den Bildern:  Die FWG war ganz stark vertreten; - Sie feierte in der VfL-Halle das Helferfest der 7.ten Wurstwanderung bei den Biergenießern. Besonders farbenfroh und einladens war der bayrische Themenstand ein attraktiver Hingucker, ein „Eyecatcher“. Die alte Binsenweisheit „probieren geht über Studieren“ zählt auch hier - „Wir bleiben  unserem geliebten Kirner treu“, meinte dann doch eine Clique um Ex-Schuleiter Joachim Franzmann.


2016: Bayern

2015: International

FWG beim Tasting

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