100. Jahrestag: Am 16. Januar 1918 passierte wegen Nahe-Hochwasser ein schweres Zugunglück - 23 Tote - Heute wieder Verwerfungen!

Kategorie: Kirn, Hochstetten-Dhaun, Lokale News an Nahe und Glan, Einst & Heute

 

Die Nahe heißt seit jeher "Die Wilde"! Am Fuße des Kirner Hellbergs entgleiste im Ersten Weltkrieg der Urlauberzug Nr. 243. Heute erinnert an dieser Stelle (Einfahrt Wertstoffhof / Deponie des Kreises KH) noch ein Denkmal an das Unglück. Es wurde verursacht durch plötzliche Schneeschmelze und Hochwasser. Infolge einer Dammunterspülung zwischen dem Kirner Steinbruch und dem Hellberg entgleiste morgens um 7 Uhr am 16. Januar 1918 ein Urlauberzug, und stürzte in die Nahe. Überall in der Region läuteten die Sturmglocken. Auch die Nahe-Brücke zwischen Meddersheim und Bad Sobernheim wurde an diesem Tag fortgerissen. In Kirn wurden Tage später 23 Leichen geborgen, darunter elf Soldaten. Mindestens zwei Personen blieben vermisst. 19 Schwer-und weitere zwölf Leichtverletzte wurden in Bad Kreuznacher Lazaretten und Krankenhäuser der Region behandelt. Drei Soldaten und zwei Zivilpersonen sind auf dem Kirner Ehrenfriedhof beigesetzt.

Nachdem an der Bahngleise vor sechs Jahren die von der Otzweiler Tief- und Straßenbaufirma Rodenbusch genutzte Bitumen-Mischanlage altersbedingt abgerissen wurde, sind Überlegungen im Gange, die dortige L 183 mehr an die Bahngleise zu verlegen und die heutige Straße dem Steinbruch zuzuschlagen.

 

 


Vor 100 Jahren...

...passierte das Unglück

Ein Gedenkstein erinnert

Abgesackt: Die L183 heute

Meddersheim 16.1.1918