Auch Weilerer Hexen schwangen den Besen bei 43. Merxheimer Umzug

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Fotos unten am Textende -- Merxheim. Kaiserwetter und sieben Zugnummern mehr als 2016 waren der Treibstoff des 43. Fastnachtsumzuges, der nichts von seiner Faszination verloren hat. „Dank Wetterglück noch mehr Besucher als im vergangenen Jahr“ sahen die Lauschieder Georg Leyendecker und Dieter Schönheim, und aus der Felkestadt lobten Oma Elisabeth Weber und Tochter Mareike Spengler: „Wunderschön – gute Laune, Heiterkeit und Frohsinn, so wie´s sein soll – und die Kinder haben die Taschen voll“.

Etwas verspätet setzte sich der farbenprächtige Lindwurm in Bewegung und musste an der Eimündung Hauptstraße zwei Rettungsfahrzeugen den Vortritt lassen, weil Alkoholopfer abtransportiert werden mussten. Trotzdem lobte der Kirner Polizeichef und Dienststellenleiter Joachim Reimann, der mit Heiko Heß den Zug anführte: „Die Merxheimer sorgen für optimale Rahmenbedingungen. Es ist toll, dass das Kulturgut belebt wird und fröhlich und friedlich die Menschen feiern“, sagte er.

Der 43. Umzug gestern stand von Veranstalterseite unter dem Motto „Traumschiff“, die TV-Montagsgruppe um Kapitän Hartmut Hopp und Irene Ulrich trugen das Motto der Kappensitzung auf die Straße. Erstmals nach 15 Jahren waren die Weilerer aus der Harder Gemarkung wieder mit großem Umzugswagen und Fußgruppe um Bärbel Marcaccini mit von der Partie, die Fäden liefen bei Miriam Reichardt und Alexander Klein zusammen – Markenzeichen: Hexenoutfit mit Spinnweben und Hexen-Reiserbesen. Zum 30. Geburtstag ihrer Ratsfrau Isabell Lauf wurde am Vorabend auch beim Bockenauer Nachtumzug teilgenommen.

„All ihren Mut zusammengefasst“ und ebenfalls Premiere feierten die Meddersheimer „Weather-Girls“ um Regina Mayer, Ramona Gräff, Ramona und Anja Blatz. Erstmals wieder dabei und eine Augenweide: Die Funkenmariechen der Veldenzgarde Lauterecken. Und: Nach vielen Jahren mittendrin statt nur dabei der Meisenheimer Carnevals-Club (MCC) mit Garde, Fußgruppe und einem umgebauten Opel-Blitz Oldtimer Löschfahrzeug aus dem Jahre 1953, der mit einem Fässchen Bier und Zapfhahn noch immer wertvolle Dienste leistet.

„Gott Jokus ist ein Merxheimer. Prächtige Fußgruppen, tolles Wetter, fröhliche Stimmung – besser kann es nicht sein!“, strahlte Vorsitzender Jörg Ackermann am Denkmal mitten im Ort. Hier war das Epizentrum, hier hatten Sitzungspräsidentin Tanja Ottenbreit und Mario Bock auf einem Gerüst den Überblick, kommentierten die Wagen und Fußgruppen, so, dass die dichtgedrängten Reihen bestens im Bilde waren. Die Merxheimer Chöre um Ramona Wöllstein waren mit dem „inTime“ Hasenchor vertreten und brachten mit Eiern und Möhren Stimmung und Humor auf die Straße. Mit dabei seit Freitag: Das 200. Chormitglied, die dreijährige Isabella Aßmann.

Hingucker war das Blaue Ballett bei ihrem 20-Jährigen: „Warum sich jetzt nicht auf Weihnachten und Geschenke freuen?“ rief Steffen Carmin aus - und damit war das im Vorfeld gehütete  Geheimnis als Weihnachtsmänner und –frauen gelüftet. Nußbaums Fußballer-Mäd`, zwei Bockenauer Gruppen, die Merxheimer „Scheierdengler“ um Torben Bankauf mit ihrem Motto „Top-Gun“, die Merxheimer Theater-Gruppe „Vergeß de Text“, Familie Nicola Rosenow als herrliche Sahneschnittchen oder Kuhles Landläwe aus dem Kellenbachtal im hinteren Drittel verbreiteten mit einem lauten „Merxheim Helau“ ansteckende Stimmung und Feierlaune, Spaß und Freude.  Die Kirner Kolpingfamile mit Schneppenbach und der Musikverein Kirn 1878 sorgten für die musikalische Umrahmung.


Top-Gun Scheierdengler

Clowns am Straßenrand

Motto: Traumschiff

Weilerer Hexen -tolles Bild!