Vollbrand - Haus am Marktplatz in Weiler brannte lichterloh - Totalschaden

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Fotos unten. Textende. Weiler. Menschenauflauf und großer Schreck in den Abendstunden gegen 21.40 Uhr am Donnerstag, 3. August 2017, als dicker Rauch über Weiler stand: Die beiden Nachbarn Kurt Fröhlich und der stellvertretende Weilere Wehrführer Mario Meurer sahen aus dem Dachgebälk des Hauses am Marktplatz Nummer 7 rote Flammen herauslodern. Wenige Minuten späten standen das Wohnhaus und die First eines früheren landwirtschaftlichen Anwesens gegenüber dem alten Feuerwehrhaus in Vollbrand. „Es knallte und krachte und sah so aus, als wenn der ganze Marktplatz brennen würde“, erinnerten sich Ersthelfer später. Mario Meurer drückte die Sirene und in Windeseile war die freiwillige Feuerwehr um Wehrführer Andreas Strohm und Nico Müller zu elft zur Stelle – „alles klappte Hand in Hand und reibungslos wie am Schnürchen, sofort war Wasser da“ - berichtete Meurer, das Dorf habe super zusammengestanden. Gegen 21.44 Uhr wurde die Monzinger Einheit alarmiert. Während Kurt Fröhlich die Bewohner, die seit gut vier Jahren in der Weinbaugemeinde wohnen, auf dem Kirner Campingplatz Papiermühle in der Krebsweiler Straße benachrichtigte, evakuierten Weilerer Bürger vorsorglich ein älteres Ehepaar aus dem Nachbarhaus. Mit rund 60 Wehrleuten aus Weiler, Monzingen und der Einheit Bad Sobernheim mit der Drehleiter wurde der Brand aus allen Lagen, teils unter Atemschutzgeräten und mit zahlreichen C–Rohren bekämpft. Die Treppe im Wohnhaus in den ersten Stock war verschüttet, weshalb die Wehrmänner im Seiteneingang Zutritt suchten und noch vier Stunden nach dem Brandausbruch immer wieder aufflammende Glutnester löschen mussten.

Grund: Schwierig gestalteten sich die Nachlöscharbeiten in der Dachisolierung des Wohnhauses. Sämtliche Klappen, Fenster, Isolierungen und Öffnungen wurden aufgetan, um die Glutnester abzulöschen. Zu Beginn wurde die Werkstatt von den Atemschutzträgern durchsucht und ein Schweißgerät mit Gasflaschen ins Freie transportiert – auch eine Katze wurde gerettet, drei weitere galten als vermisst. Mehrere Einsatzkräfte gingen dabei unter umluftunabhängigen Atemschutz vor, um das brennende Haus von innen zu löschen

Polizei, RWE, DRK und VG-Wehrleiter Lothar Treßel waren vor Ort, Mitarbeiter des Krisenintervensionsteams kümmerten sich um die Bewohner, die ihr Hab und Gut verloren. Das ältere Haus ist unbewohnbar, möglicherweise Totalschaden – und jedenfalls über 100.000 Euro. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.


Fotos von Marco Hey,

Sebastian Schmitt

und Bernd Hey.