CIS -ChorInitiative Sobernheim krönt 25-Jähriges mit klasse X-Mas-konzert!

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FOTOS unten- Textende. Bad Sobernheim. Mit einem anspruchsvollen Weihnachtskonzert „zwischen den Jahren“ in der evangelischen Matthiaskirche krönte die Chor-Initiative Sobernheim („CIS“) unter ihrem musikalischen Leiter und Kantor Hendrik Ritter seine 25-Jahr-Feierlichkeiten. Die Chor-Initiative mit über 50 Stimmen ist eine Bereicherung in der Chorlandschaft an der mittleren Nahe. Unter dem Motto „Rejoice in the Lord alway“ stellte der Kirchenchor eindrucksvoll, hochkonzentriert und leidenschaftlich wie aus einem Guss seine Extraklasse unter Beweis.

Textstarke Melodien aus mehreren Jahrhunderten kamen zu Gehör; - mit dem Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ zog der Chor gemächlich schreitend und singend in den Altarraum an den geschmückten und brennenden Weihnachtsbaum – auch fröhliches Kinderlachen war in der Kirche zu hören.

Die Freude stand bei diesem musikalischen Spaziergang, beginnend im Advent über Weihnachten hin zum Jahreswechsel, im Mittelpunkt. „Rejoice in the Lord alway“ von George Rathbone (1874-1951) war in allen Tonlagen fein intoniert und ausbalanciert und war sowohl Konzertauftakt wie zum Schluss ein gefeiertes Zugabe-Bonbon.

Trotz widriger Witterung und Schneefall war die Kirche außerordentlich gut besucht- Moderator und profunder Konzertführer war Chorgründer und Pianist Hendrik Ritter. Schon vor Weihnachten werden die Tage wieder länger - in der Bibel und in der christlichen Mythologie steht seit Jahrtausenden der Morgenstern als synonym dafür, dass die Finsternis überwunden und die dunkelste Zeit des Jahres vorbei ist und der Chor „O komm, du Morgenstern“ anstimmte. In diesen Kontext, den Menschen in tiefster Nor und schwerer Zeit Trost zu spenden, war „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer eingebettet, was die Chor-Initiative wunderschön getragen und in sich ruhend, dezent-harmonisch vortrug.

„Ein Kind, geborn zu Bethlehem“ aus dem 15. Jahrhundert und die ökumenischen Paul Gerhardt Hymne „Ich steh an deiner Krippen Hier“ im Choral von Johann Sebastian Bach standen für das weihnachtliche Genre. Ebenso die beiden Lieder „Heilige Nacht“ und das jubilierende „Ehre sei Gott in der Höhe“. Hier wurden die Zuhörer vom CIS-Chor zwischen Barock und Klassik ins Jahr 1780 entführt: Damals einfache und verpönte Weisen avancierten jedoch zu einem Hörgenuss par Exzellent. Die fränkische Volksweise „O freudenreicher Tag“ und „Fröhlich soll mein Herze springen“ mit der Geburt Jesu Christi beschlossen den Weihnachtsblock.

„Maria durch ein Dornwald ging“ wurde gefühlvoll, andächtig-zart, gerade zelebriert. „Drei dürre Reiselein vom Haselstrauch“ und die grünen Zweige im Lied „O Tannenbaum“ in der nachdenklichen Version von Helmut Barbe (Geboren: 28. Dezember 1927) regten die Fantasie der jahreszeitlichen Flora samt Barbarazweige und Christrosen an.

In der Sparte der englischsprachigen Lieder überraschte die CIS beim „Unto us a Boy is born“ sowie beim majestätisch-interpretierten englischen Weihnachtslied aus dem 15. Jahrhundert „Lullay, my liking“: In diesem Wiegenlied mit hohen Schwierigkeitsgraden im dreiviertel-Takt waren glockenhelle Sopran Solos von Astrid Mann, Susanne Lauf und Stephanie Dilling akustisch ein brillanter Hörgenuss. Ein Rückblick („Das alte Jahr ist nun dahin“) und das von Felix Mendelssohn Bartholdy vertonte „Neujahrslied“ quasi als Ausschau und lyrische Auszüge von Conférencier Hendrik Ritter ließen das Weihnachtskonzert der CIS noch lange nachklingen.


Festliches Ambiente

in der Matthiaskirche

CIS feierte 2017...

...sein 25-Jähriges!