Kallenfelser Eulen topfit - Die "Spatzen" sehen alles...!

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CoolZunge rausFotos Textende -UNTEN- Kirn / Kallenfels. Bei der großen Prunksitzung der Kallenfelser Eulen in ihren 65.Jahr wurde phasenweise stimmungsmäßig das proppenvoll besetzte Kirner Gesellschaftshaus zum Tollhaus. Ein Schlussbild war schöner und origineller als das andere, herrliche Tänze von Minipagen, den Minieulen im Western-Style und zwei sehenswerte Choreografien der Pagen unter Leitung von Corinna Boy und Ann-Kristin Lerner sowie Büttenreden mit Tiefgang, Herz und Kokolores waren die Zutaten für eine grandiose und mitreißende Prunksitzung, bei der erstmals Sven Muser als Sitzungspräsident das närrische Zepter fest in Händen hielt. Der schlagfertige 39-jährige kennt seit 36 Jahren das Metier aus dem Effeff – das restlos begeisterte und kostümierte Publikum feierte bis in die Puppen und machte auf der Tonleiter bis zum hohen C seine eigene La-Ola-Welle.

Nach der Pause brachen alle Dämme - da ging so richtig die Post ab: Präsident Werner Scholz nahm als Stadtchef Martin Kilian eine Reisegruppe zu einer Stadtführung mit, die Eulenriege wuchs über sich hinaus: Verwundert nahmen sie in der City alles Neue mit „Ahh“, „ooh“ und „uuh“ zur Kenntnis, und oft adelte das närrische Auditorium mit dem „Uijuijuijui“- Gesang die originellen Glossen. Die dreistöckige Birkenfelder Landesbank mit Zahnarzt Runkel waren wie die Feuerwehr, Leo´s Imbiss oder die Polizei Stadtgespräch: Warum nimmt sie Verbrecher nicht fest, wenn sie diese beim Fahndungsfoto fotografiert? Helau und Narhallamarsch! Im Bekleidungshaus Venter wurde eine Unterhose gekauft, die durchschlagender Bohnensuppe Paroli bot. Die Spatzen stromerten in beide Kirchen, sangen bei Frank Ensminger und den Evangelen kölsche Stimmungslieder und bei den Katholiken „I will follow him“ - weiter gings in Richtung Stadthaus, wo Kilian oft mit Bursian im Clinch liegt… Eine Pointe jagte die nächste, der Kirner Schützenhaus-Slogan „Schießen lernen-Freunde treffen“ schrecke ab. Kallenfelser „Spatzen“ wussten zuerst, dass Kilian die Brauerei Oettinger als Hauptsponsor fürs Parkdeck hat, damit die Stammkundschaft ein schönes Dach überm Kopf hat….Die „Pfundsgirls“ folgten - acht Frauen, Ü-35, wo man bei sieben sah, warum sie so heißen. Leichtfüßig wie eh und je mit Lust und Leidenschaft erreichten sie beim Tanz zu kölsche Fastnachtshits Zuschauerherzen im Sturm und wurden umjubelt. Ebenso gefeiert war der rasante Auftritt der „Kleinen Feiglinge“, die 2017 noch süße Sahneschnittchen waren und längst ihre Fusion mit den „Scharfen Hüpfern“ vollzogen zu einer wahren Augenweide avancierten: Die eingefleischte Truppe steht in ihren Zenit und überraschte als Meisjes in holländischer Tracht und pfiffiger Performance. Im Gepäck: Kölsche Musik, Käse und Tulpen aus Amsterdam. Claudia Götz wurde für die Musikauswahl und Judith Franzke als Trainerin gedankt; - mit Ina Muser wurde eine „Nähersch“ für die Kostüme gefunden: „Alles super. Es macht riesigen Spaß, schade wenn`s rum ist; - das Kulturgut Fasenacht hält das ganze Dorf zusammen!“, sagte sie auf Nachfrage.

Gleiche Hommage sangen die „Spatzen“- Hallodris mit Werner und Daniel Scholz, Enrico Altmaier, Sven, Timo und Reinhardt Muser, Volker Schmidt, Rainer und Pascal Wendling, Bobby Thompson und Klaus-Peter Kaiser: „Hey, Kallenfels bei Kirn – mein Dorf mit Herz und Seel….du bist ein Gefühl!“ heißt es da im Refrain.

Brillante Vorträge, Zwiegespräche und Büttenreden waren in Mimik und Gestik ganz großes Kino, das Salz in der Suppe, Hingucker und Kopfkino – Stoff aus dem die Träume sind, die für Zwerchfellkrämpfe und Schnappatmung sorgten: Die „Älteste“ in der Bütt war Ann-Kristin Lerner alias Fräulein Baumann, letzte Überlebende aus der Krabbelgruppe von Johannes Hesters. Entsprechend komisch und perplex ihr Duktus, denn: Eigentlich sollten die Jüngeren für ihre Rente aufkommen, jetzt müssten 100-jährige arbeiten für Hartz IV ihrer Kinder. Helau und Narhallamarsch! Lange nach Mitternacht ging eine quicklebendig-aktuelle Playback-Show bis zum Finale über die Bühnenbretter.

>>>IM DETAIL - Weitere mit allen Wassern gewaschene Garanten und Possenreißer in der Eulen-Bütt: Die Brüder Daniel und Kai Scholz als Handy-Käufer und Heiratsvermittler, die Schwestern Marianne Henn und Doris Scholz als „Waltraud und es Mariechen“. Und: Schmidte Dick und Kuhnrats Willi heißen ab Aschermittwoch wieder Volker Schmidt und Rainer Wendling. Alle in Paraderollen.

Die Minipagen: Merle Fischer, Marie Welker, Eleni Rattke, Cara von Pronay, Laura Ensminger, Kira Hehn, Annabel Muser, Diana Nuss, Amelie Siegler, Laura Lippert, Emily Zimmer und Lena Rech.

Die Pagen: Laila Mustafalic, Milena Bickler, Gina Dörr, Emma Morck, Hannah Rech, Lilli Schütz, Michelle Scholz, Michele Hahn, Corinna Boy und Ann-Kristin Lerner.

Kleine Feiglinge: Karin Köhler, Dorothe Müller, Claude Audry-Götz, Andrea Schütz, Janine Schmitt, Ina Muser, Michaela Bickler, Martina Ulrich, Linda Scholz, Jeniffer Altmaier, Janette Rech, Svenja Kloos und Judith Franzke.

Die Pfundsgirls: Doris Scholz, Dagmar Altmaier, Claudia Audry-Götz, Michaela Bickler, Maren Hess, Kerstin Scholz, Gabi Baus und Wencke Illgner.

Die Minieulen im Western-Look: Max Quint, Ben Gagel, Nilo Kaiser, Minu Mustafalic, Johanna Götz, Lina Müller, Niko Braun, Robin Braun, Leon Scholz, Fiona Gagel, Celina Altmaier und Emma Müller. Last but not least und Entertainer aus dem Eulen-Inventar: Marco Fritz, der permanent das Level hoch hielt.


Kleine Feiglinge

Hingucker in Aktion

Die Spatzen in ihrem Metier

Bühnenbild zu Beginn

Die Pfundsgirls: Top!