2.Dragster-Saison in Pferdsfeld - 2800 PS, Topspeed 530 km/h

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CoolÜberraschtFotos unten: TEXTende. Region./ Pferdsfeld. Am Wochenende nach Christi Himmelfahrt am 12. und 13. Mai startet bereits zum vierten Male auf dem Industriegelände der TRIWO auf der einstigen Start-und Landebahn vom Fliegerhorst Pferdsfeld in mehreren Klassen die Dragster Saison. Organisationschefin von „1on1“- Motorsports und H.A.R.A. (Hanau Auto Racing Association) ist Silke Beer aus Höheischweiler, die seit 2003 in der Dragster-Rennszene eine feste Größe ist.

Aktuell startet im Mai die internationale Junior Meisterschaft, wo sich Kinder zwischen acht und 17 Jahren aus acht europäischen Ländern angekündigt haben – mindestens ein Mädchen und ein Junge starten ihr Drag Bike. Großes Teilnehmerfeld  auch bei den Erwachsenen inklusive Promis und VIP´s mit ihren V 8 Boliden. Herkunft und Fahrzeug-Typen sind international, die Pferdestärken variieren von 50 bis über 2000 PS, Topspeed 530 km/h.

Die Bandbreite umfasst professionelles Dragracing, die Viertelmeile (402,34 Meter) Königsklasse ist auf „Phoenix Dragway" getauft. Motorsport für Jedermann, Jederfrau und die Kinder, direkt vor der Haustür: Da wo vor 21 Jahren noch die  legendäre „Schinderhannes Airlines“, das Jagdbombergeschwader 35 stationiert war und mit den Phantom-Kampfjets ihren „Fly Out“ nach Laage bei Rostock antrat, sei das Areal für solches Motorsport-Rennevent geradezu prädestiniert und habe viel Potential – vom Standort ist die Rennszene regelrecht begeistert.

„Der Tagespreis beträgt acht Euro – reinschnuppern ja, aber niemals im Straßenverkehr andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Weg von illegalen Rasereien auf öffentlichen Straßen, hin zum legalen Motorsport auf unserer Rennstrecke. Wir bieten ein sicheres Umfeld für Beschleunigungsduelle mit ausgedrucktem `Timeslip`  (Ampel-Reaktionszeit, Fahrtzeitenausdruck und Endgeschwindigkeit)“ - Silke Beer macht deutliche Ansagen und hat klare Prinzipien in punkto Sicherheit und Verantwortung, beispielsweise Helmpflicht. 2017 musste sie Streckenbetreiber, Anwohner und die VG-Verwaltung überzeugen. Campen im Fahrerlager neben den Profis ist ebenfalls möglich - allerdings ist strikte Nachtruhe erwünscht, und wie bisher zahlen Kinder und Jugendliche unter 18 nichts. (Gegebenenfalls Altersnachweis erforderlich)

Drei Mal war 2017 die Start- und Landebahn das Mekka für 80 Teams, die dem Rausch der Geschwindigkeit auf der Viertelmeile– jetzt geht die Dragster-Szene in ihre zweite Saison. Während der Ursprung dieser reinen Beschleunigungsrennen mit frisierten Motoren  im Nachkriegsamerika angesiedelt war und boomte, herrschen hierzulande klare Regeln von der verbindlichen Fahrzeugabnahme über ein zertifiziertes Helferteam mit Expertise und einer lasergesteuerten Zeitnahme, die in die Motorsport Bestenliste eingepflegt wird. Es geht nicht allein um PS und Beschleunigung; - in gleichem Maße geht’s um aerodynamische Feinheiten. Durchdrehende Reifen (Burnout) sorgen für Bodenhaftung und Grip auf dem Asphalt, und sollen quasi das Gegenteil („Up in Smoke“), quasi viel Rauch um Nichts, verhindern.

Zum ersten Foto links:  Daumen hoch: Horst Schön aus dem pfälzischen Meckenheim steuerte das ganz neu aufgebaute Top-Methanol Funny-Car mit 2.800 PS, zweite von links hinten Organisatorin Silke Beer. Ein Funny-Car erhält eine futuristische Karosserie aufgesetzt.