Meddersheim in Sonderklasse weiter! Aktueller Rundgang Mai 2018

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Fotos unten "txt"-Ende. Anklicken. Meddersheim. „Dankeschön für diese tolle Beurteilung“, resümierte Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk nach einer eher hastigen, zweistündigen Exkursion durch die Weinbaugemeinde und die Bewertung der Jury in Menschels  Vitalresort – nach zwei Jahren Abstinenz nimmt das 1316 Seelen-Dorf wieder am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil und startet mit vier weiteren Gemeinden in der Sonderklasse. Fünf Orte nehmen in der Hauptklasse teil.

Das Dorfoberhaupt stellte im kleinen Gemeindesaal das urbane Leben mit 16 Ortsvereinen, die öffentlichen Einrichtungen, bürgerschaftliches Engagement und die Baugestaltung, Anbau und Erweiterung der Kita Rasselbande und die jüngste Entwicklung der Weinbaugemeinde dar – zwingender Bedarf bestehe nach Bauland.

Dann ging es in die Weinbergslage Altenberg zur Stippvisite in einen Orchideenwald mit den Pflanzenarten Purpurknabenkraut und Bocksriemenzunge, und weiter auf die „Platte“ zur Wingertsschaukel, der Weinbergstele „Schönste Weinsicht“ und der neuen Schutzhütte. Hier kreuzen sich zwei der vier Meddersheimer Wanderwege und hier informierte Winzermeister Eckhard Schlarb in einem hochinformativen Statement über Flora und Fauna, die geologische Vielfalt mit langlebigen Rebenbeständen und einem Panorama-Rundumblick. Interessant der Höhenunterschied, trotzdem: Geringe Windhöfigkeit - außerdem im 5 Km Nahe-Kulturlandschaft-Schutzradius keine Windräder möglich. Die Limbacher Höhe mit 450 Meter ist greifbar nahe, Schutzhütte und Weinsicht liegen auf 350 Meter. Die Nahe hat in ihrem 4,5 Kilometer langen Gemarkungsstreckenverlauf ein Gefälle von zehn Meter und verlässt den Ort auf 147 Meter über NN. Revierleiter Stefan Gesse informierte über 330 Hektar Wald mit alten Eichenpartien und stand Rede und Antwort über Ausgleichsflächen und Anpflanzungen auf den Nahewiesen für gefällte Bäume am Schützehaus.

In der Kita Rasselbande informierte Leiterin Tanja Bachmann über den neuen Anbau und die Umgestaltung der Küche, wo weit über 250.000 Euro investiert wurden und 193.500 Euro aus dem Investitionsprogramm K.I. 3.0. flossen. Die Kita mit  Fotovoltaik Anlage auf dem Dach und dem Schwerpunkt „Natur“ kocht selbst, ist Hort für 60 Kinder, darunter zwölf U-3-Kinder und 34 Ganztagsplätze.

Am Parkplatz Gemeindesaal stellte Dorfplanerin Nathalie Franzen die beiden jeweils mit 40.000 Euro geförderten barrierefreien Rundwege, die „Kleine Runde“ und den „Historischen Rundweg“ mit Trimmgeräten für Erwachsene und Thementafeln für Kinder mit den pfiffigen Maskottchen „Martin und Meddy“ vor. Beide sind als Leuchturmprojekte in der Mache!

„Herzlich Willkommen im Dorfcafe“ hieß es am Rathaus im Ortskern, wo Gerd Kehrein Rapport über das 2015 im Rahmen der Dorferneuerung entstandene Donnerstags-Cafe mit ihm und zwölf Frauen erstattete. Seitdem gebe es 50 freiwillige  Kuchenbäcker im Dorf – Fotos informierten über mehr als ein Dutzend beachtliche Spenden, die seitdem getätigt wurden. Feuerwehrfrau Nadja Kehrein stellte die Feuerwehr vor – ein neuer Wehrführer ist in Aussicht. Wolfhart Dhonau berichtete über das Weinfest und die Weinfestmeile, wenn tausende Besucher Ende August ins Dorf strömen und sich mit etwas Glück bei der Tombola am Familiensonntag auf der Weinwaage mit Wein aufwiegen lassen – in diesem Jahr wird das 40. Fest gefeiert. Dhonau informierte auch über die 350.000 Euro Sanierung der Martinskirche in zwei Abschnitten und die Fusion zur Kirchengemeinde Mittlere Nahe sowie über den Friedhof mit zur Zeit 80 Prozent Urnenbestattung sowie dem neuen barrierefreien Eingang ins evangelische Gemeindehaus.

Das Abschlussgespräch fand im Vitalressort Menschel statt, wo Dr. Matthias Menschel begrüßte und das Bio-Wellness-Hotel mit seinen 40 Mitarbeitern vorstellte. Der Betrieb mit eigenem Brunnen soll an das öffentliche Netz angeschlossen und mit Breitbankkabel aufgerüstet werden - hier versprach VG-Chef Rolf Kehl tätige Mithilfe.  Die rundum auf Nachhaltigkeit konzipierte Firmenphilosophie samt Holzhackschnitzel-Heizungsanlage und dem breiten Angebot mitten in der Natur mit der Felke-Lehmtherapie und die Ressourcen-Nutzung ließ Kommissionsmitglied Thorsten Dürk, zuständig für Baugestaltung und Entwicklung, schwärmen: Dürk nannte dieses ganzheitliche Konzept „Highlight und Leuchtturmprojekt und ein Traum für jeden Kurgast“. Im öffentlichen Bereich sei alles tipptopp in Ordnung - im privaten Bereich viel „Luft und Potential nach oben da“, sagte er und appellierte daran, Struktur in den Schilderwald zu bekommen. Simon Haas, zuständig für Infrastruktur und Internet sah dank der Dorfmoderation und die barrierefreien Rundgänge die Weinbaugemeinde auf dem bestem Wege.

„Meddersheim ist eine liebens- und lebenswerte Gemeinde - das Dorfcafe und das Bemühen, Jugendliche einzubinden“ hatte es Isolde Hofmann, Vertreterin der Landfrauen und Sprecherin in Sachen sozialem und kulturellem Bereich, besonders angetan. „Ich bin heute sehr gut bedient worden“, lobte die für die Grüngestaltung und das „Dorf in der Landschaft“  zuständige Jutta Graf. Es gebe im Ort und im Außenbereich eine enorme touristische Entwicklung. Auch Delegationsleiterin Inka Muff sah in den zurückliegenden drei Jahren extreme Fortschritte und meinte, im Dorf könnte man einige Plätze „entsiegeln“ – sprich weiterentwickeln.


Schönste Weinsicht: Einweihung 12.5.2018

Kita Rasselbande: Finanzieller Kraftakt

Neuer Anbau links, jetzt frisches Essen!

Am Altenberger Bach - 2 Rundwege neu

Auftakt war im Gemeindesaal