Meddersheim ist "reif" - Top Entwicklung - Jury total begeistert!

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Fotos UNTEN am txt.Ende Meddersheim. Unter Leitung des leitenden Baudirektors Rainer Hub bei der ADD Trier besuchte eine Kommission des Wettbewerbes „Unser Dorf…“ in der Region Koblenz die Weinbaugemeinde, die in der Sonderklasse teilnimmt.  „Meddersheim hat viel zu bieten“- viel Neues in der Präsentation von „OB“ Renate Weingarth-Schenk ließ das Jury-Quintett hellhörig werden – am Ende des Tages bei der Schlussbesprechung im Vitalresort Menschel konnte und wollte niemand seine pure Begeisterung für die gut 1.300-Seelen Gemeinde verbergen.

Da ist der neue Kita-Anbau auf der Hohl (Zuschuss aus dem K.I.3.0:193.500 Euro), der mit 45.300 Euro bewilligte barrierefreie innerörtliche „Kleine Rundweg“ und der zweite historische Rundweg (Zuschuss 40.400 Euro). Der Bouleplatz am Parkplatz Gemeindesaal ist fast fertig, und: In Sachen Neubaugebiet gehe es nach 25 Jahren voran, hätten sich alle Fraktionen verständigt, teilte die  Bürgermeisterin mit - zudem könne aus einem Nachlass die Kita-Turnhalle mit 10.000 Euro modernisiert werden. „Das Gemeindeleben ist intakt und floriert – die öffentlichen Einrichtungen sind in einem Top-Zustand“, schrieb die Ortschefin der Kommission im Beisein von Thorsten Dürk und Inka Muff von der Kreisverwaltung KH ins Stammbuch.

An der „schönsten Weinsicht“ auf der Platt in der Weinbergslage Altenberg wehte Flatterband – die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners haben die Eichenbäume und die Ruhebank darunter fest im Griff – Revierleiter Stefan Gesse informierte. Winzermeister Eckhard Schlarb erhielt für sein hochinformatives Statement über Flora und Fauna, die geologische Vielfalt mit langlebigen Rebenbeständen und einem Panorama-Rundumblick Lob von allen Seiten. Die Limbacher Höhe mit 450 Meter ist greifbar nahe, Schutzhütte und Weinsicht liegen auf 350 Meter. Die Nahe hat in ihrem 4,5 Kilometer langen Gemarkungsstreckenverlauf ein Gefälle von zehn Meter und verlässt den Ort auf 147 Meter über NN. Revierleiter Stefan Gesse informierte über 330 Hektar Wald mit alten Eichenpartien und stand Rede und Antwort über Ausgleichsflächen und Anpflanzungen auf den Nahewiesen.– der Platz sei als „schönste Weinsicht“ prädestiniert – hier gehörten Eckhard Schlarbs Worte in eine Agenda-Info-Panoramatafel verewigt, waren sich alle Anwesenden einig.

Viele Jury-Mitglieder waren schon zum dritten Male in Meddersheim – die Weiterentwicklung und der strukturierte Leitbildprozess der 2014 als Schwerpunktgemeinde anerkannten Weinbaugemeinde sei phänomenal, „wahre Kraft kommt aus der Gemeinde – ich nehme viel positives mit, euer Dorf wird nicht ausbluten“, lobte der bei der Stadt Koblenz für Entwicklung und wirtschaftliche Initiativen zuständige Frank Hastenteufel. Absolutes Highlight sei die neue Radweg-Kirche mitten im Ort, sowie Menschels-Vitalresort mit seiner besonderen Strahlkraft. Der charmanten Ratsfrau Birgit Menschel hätte es keiner Vorstellung ihres Felke-Kurhauses mit 40 Festangestellten und weiteren 15 freien Mitarbeitern auf den drei Säulen Felke-Gesundheit, Heilfasten nach der Buchinger Methode und einer fast 100-prozentigen regionalen Bio-Nachhaltigkeit bedurft – diese Werte, unternehmerischer Weitblich, Fließ und Durchhaltevermögen in den 1990-er Jahren waren der Kommission bestens vertraut. Das Thema Wein werde gelebt – „das Weindorf und Menschels sei für Gäste wohltuend“, konstatierte Hastenteufel – beide müssten „mehr powern, ihre win-win-Situation und Synergieeffekte nutzen".

Alle Anstrengungen zurückliegender Jahre seien unübersehbar – „eines greift ins andere – die Kita ist vorbildlich“, lobte Gertrud Endres aus Polch, zuständig für das Vereinsleben, die sozialen und kulturellen Aktivitäten. Einziger Wehrmutstropfen sei der verwaiste Jugendraum am Gemeindesaal.

Regelrecht ins Schwärmen über das Innendorf geriet Christiane Hicking aus Altenahr, für Baugestaltung und –entwicklung zuständig: „Kein Steingarten, der Kita-Anbau passt farblich in die Landschaft, wohltuend ist das gesamte Sandstein-Innendorfensemble mit dem Rathaus als Blickfang“. Die beiden innerörtlichen Rundwege und ihre Beschreibung auf Agenda-Tafeln mit Zeitstrahl für die Erwachsenen und den interaktiven Fremdenführern „Martin und Meddy für Kind gebliebene Erwachsene verdienten höchstes Lob und Anerkennung“ und faszinierten Jurorin Christiane Hicking: „Riesenkompliment, super, dass ihr städtebaulich so gut beraten seid“.

„Von der Natur begünstigt“ sei der Ort, Orchideen, Purpurknabenkraut und Bocksriemenzunge als Pflanzenbestände seien Alleinstellungsmerkmale, rühmte Dipl-Ing. Martin Tenbuss aus Mayen. Er forderte mehr Selbstbewusstsein, mehr Mut zum Wein, beispielsweise mit Kletterrosen – Innenhöfe warteten geradezu darauf, entdeckt und aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden.

Am Dorfcafe informierte Gerd Kehrein - an der neuen Radwegekirche Wolfhart Dhonau. Die Martinskirche ist offen, jetzt können Biker Station machen – nebenan im Gemeindehaus gibt es Toiletten, Wasser und Flickzeug. „Kann in dieser kurzen Zeit alles wertgeschätzt werden?“ hinterfragte Wolfhart Dhonau am Rathaus-Dorfcafe` großartig-gelebtes Bürgerengagement und die kostenintensive Weiterentwicklung zu einer lebenswerten Wohngemeinde. Die Pflege des Friedhofes sei für die Gemeindemitarbeiter zu allen Jahreszeiten eine Herzensangelegenheit, erfuhr die Kommission.


Meddersheim

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2018- Weinsicht

Nathalie Franzen