Schwere Zeiten für Facebook & Co - EU-© schützt Urheberrechte

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Obacht! Aufgemerkt, Achtung: © kommt! „Das Teilen“ wird kontrolliert – EU-Copyright kommt. Dies war wie die EU-DSGVO eine Mammutaufgabe, aber der Weg für ein EU-Copyright durch den Rechtsausschuss des EU Parlamentes ist frei. Es geht um viel: Künftig wird das „Teilen“ von Inhalten auf Plattformen in sozialen Netzwerken kontrolliert. Und: Künstler, Autoren und Verlage sollen davor bewahrt werden, wenn andere „schnorren“ gehen – abkupfern, sich an fremdem geistigen Eigentum bedienen und es sich einfach nehmen. Das hatte schon zu Gensfleischs-Guddi Zeiten ein G´schmäckle. „Snippets“ nennt man das Übernehmen von Schlagzeilen. Jetzt geht es ums Urheberrecht, um „Linktax“ und „Memes“ (Weiterverwertung von Satire, Parodie, Zitaten)  – Kritiker und Nutzmießer sehen durch geplante Uploadfilter eine ungerechte Zäsur. Sei`s drum!

Ich mag US-Facebook, Twitter, Tweets und Co. nicht. Meine beiden Söhne sind da `rausgewachsen, „out“, meine Tochter (16 Jahre) auch. Beim Weinfest 2017 wurden die „Mundschenk“-Teenager im Dorf, die Hostessen bei der Weinprobe, über Facebook eingeladen. Der Leser ahnt es! Richtig! Meiner Tochter blutete das Herz, gerne wäre sie dabei gewesen – so viel zum Facebook-Klüngel. Nur ein Beispiel über die maßlose Unvernunft derer, die sich wie in einer Käseglocke abschotten und entfremden. Übrigens ist "Klüngel" laut Wikipedia das richtige Wort als sprachliche Einheit dafür…

An Facebook stört mich, dass jeder seinen üblen Senf zugeben kann, polemisch, beschimpfend, ohne Hintergrundwissen, ungefragt. Soziologen nennen überwiegend gescheiterte Existenzen, Leute die „Leichen im Keller“ haben, eine Privatinsolvenz oder Scheidung hinter sich haben, als besonders Aktive – beispielsweise. Beispiele gibt es ohne Ende, täglich: Im Juni - Arztpraxis Hochstetten.

Netiquette oder Chatiquette fehlen – der Umgang auch in Internetportalen unter einem Nickname oder Pseudonym verroht. Und das Establishment macht fleißig –niemand will Außenseiter sein – „die Provinzpolitiker“ wollen wissen, wie sie ihr Fähnchen in den Wind zu stellen haben. Aussagen sind mittlerweile unverbindliche Phrasen, nichts Konkretes  – weil: Das Internet vergisst nichts. Was bleibt sind zu oft sinnlose Kommentare, als wenn in Peking ein Fahrrad umfällt,  oft in kleinschreibung, damit man sich bei der Rechtschreibung keine Blöße gibt – oft verletzend, primitiv und kleingeistig. Nicht meine Welt.

© Copyright Grundlage war das am 1. August 2013 eingeführte deutsche Leistungsschutzrecht als bislang zahnloser Tiger. Denn Verlage und die „Initiative von 28 Chefredakteuren“ klagen: zu viele Kupfern im Internet ganze Texte und Artikel ab, ohne zu bezahlen. Und das ist bis dato unseriös, denn das Datennetz wäre „ohne journalistische Arbeit von Fotografen, Künstlern, Kameraleuten, Autoren, Komponisten oder Sängern blutleer“, kommentiert Detlef Drewes von der Rhein-Zeitung über das digitale Urheberrecht mit denen andere Kasse machen.

Wer von bestimmten Verlagen oder Getty Images unerlaubterweise ein Bild klaut, zahlt heute schon richtig kräftig, richtig viele harte Euros, und das ist auch richtig so!

>www.Heylive.de<  Bilder finden sich unberechtigter Weise überall - und das darf nicht sein. Der Fotograf gibt den Clown und Kasper – während andere die Hände in den Hosentaschen halten! Alles echt schöne und eigene Bilder in dieser Homepage – Tausende. Und alle sind Blickfang, heben sich ab von der digital-schwachen Bilderflut. Kein einziges Foto auf www.heylive.de ist ein minderwertiges Handyfoto mit teils grottenschlechter Auflösung (40 bis 100 KB). Gerade waren in Kirn die Fototage (10.Juni 2018) mit acht Fotografen. Allgemeiner Tenor: Für ein aussagekräftiges Bild müssen Blickwinkel, Idee, und Motivwahl, die Bildgeometrie, Schärfe und Tiefenschärfe, Farbe und Belichtung und weitere verwendete Techniken kompatibel sein – und dann wird´s Fotokunst.

Deshalb: Respekt und Anstand bitte. Mehr Zurückhaltung, keine Selbstbedienungsmentalität – harte Strafen drohen künftig Schmarotzern bei Datenklau – damit "Kunst" nicht ganz brotlos und das Internet mit all seinen Vorteilen nicht "blutlos" wird. ©byHey.


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