Heimweiler: 4. Bauernkerb und Gaudispiele voller Rafinesse mit 12 Teams

Kategorie: VG Kirn-Land, Heimweiler, Kreis KH, Lokale News an Nahe und Glan, Sport, Kunst und Kultur, Lifestyle

 

Fotos UNTEN -txtEnde Anklicken. Heimweiler. Eines vorweg: Die EU DSGVO wurde Ad absurdum geführt und lief ins Leere: "Hier werden Fotoaufnahmen gemacht und wer dies nicht will soll sich in den nächsten 3 Sekunden entscheiden", sagte der Organisator Mario Weinz und damit war das Thema durch - der Käse gegessen.

Mit neun Mannschaften und weiteren drei Schülerteams vermeldete die vierte urig-gemütliche Bauernkerb bei packenden Gaudi-Spielen Teilnehmerrekord. Fröhliche Gesichter am Samstag, wohin man blickte – die Heimweiler Kerb als Kulturgut wurde erfolgreich dank viel Jugend reanimiert. „Wir machen Kerb fürs Dorf und für unsere Pläsier“, resümierte Ratsmann Horst Schäfer.

Bauernkerb deshalb, weil über die Schrot-oder Windmühle, den Tabakschneider, Kummet, Reff, Kreissäge oder Strohschneider alle möglichen Gerätschaften und Utensilien von Horst Schäfer und Rene Rösler zusammengetragen waren – als Dekoration waren alte Getreidesäcke, Strohballen oder bei den Gaudispielen große Rundballen Heu eingebunden. Das große Zelt des ältesten Jugendvereins im Kirner Land, dem „Jugendtreff 1976 Heimweiler“, war aufgebaut, Hüpfburg, Pedalo, oder andere fahrbare Untersätze kamen vom Kreisjugendring, während ein Schausteller einen Pfeilwurfstand, Süßwaren und eine kleine Eisenbahn beisteuerte. Am Samstagabend spielte die Band des Kirner Gymnasiums mit Sängerin Pauline Hager, Simon Jacoby, Julian Göpel, Jörg Jungbluth, Musik-Fachleiter Dominik Mattes, und Techniker Hans-Christian Borgert allerbeste Unterhaltungsmusik, Oldies und Hits aus den aktuellen Charts auf einem LKW-Anhänger. Gestern nach dem gut besuchten Gottesdienst lockte eine Ausstellung historischer Fahrzeuge samt Schlepperparade.

Ausrichter war zum vierten Mal der reaktivierte Dorfverschönerungsverein mit seinen Idealisten um Vorsitzenden Mario Weinz, Achim Köhler, Kai Herbach, Horst Schäfer, TuS-Chef Michael Jacoby und Torsten Spielmann – das Sextett küsste mit neuem Format die Kerb aus dem Dornröschenschlaf. Sie fiel nicht aus, war aber dem Untergang geweiht und wurde drei Jahre lang bis 2014 nur noch sonntags gefeiert.

Zur Erinnerung: Die Heimweiler Kerb mit den Bands „Starlights“, „Tramps“ oder „Diagonal“ und mit Blasmusik-Vereinen war jahrzehntelang traditionelles Highlight und Fest der Feste aller Ortsvereine in weitem Umkreis– wo in der Regel 33 bis 36 Hektoliter Kirner Bier verzapft wurden.

Am 14. Juli 2018 begann die vierte Bauernkerb mit zwölf Teams auf dem Sportplatz und  am Mehrgenerationenplatz, den im Juni 2013 während einer 72-Stunden-Aktion mehr als 70 Heimweiler Bürger, Jung und Alt, bei einer bundesweiten Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend um den heutigen Ortsbürgermeister Andreas Setz herrichteten. Ideale Bedingungen und Infrastruktur sind vorhanden.

„Auf die Plätze, fertig, los!“ – so schallte es am laufenden Band. Den Wettkämpfern wurde bei acht Gaudispielen alles abverlangt; - die Zuschauer zollten ihnen höchsten Respekt und bei der Siegerehrung einem tollen Spektakel nach vier Stunden ganz viel Applaus.

Pfiffige Ideen und Spielregeln hatte sich Animateur Mario Weinz ausgedacht, ein neuer Menschenkicker vom örtlichen Schreinermeister Klaus Wöllstein feierte Premiere und auch sonst kam das Spektakel an: „Nur so und gemeinsam funktioniert heute die Kerb. Wir sind restlos zufrieden“, konstatierte Mario Weinz, während „OB“ Andreas Setz nach einem 24 Stunden-Tripp aus dem afrikanischen Tanzania, wo Sohn Michel ein Jahr Freiwilligendienst leistet, „erneut vom einladenden Wohlfühlambiente begeistert war“ und sofort als Helfer eingeteilt wurde.

IM Fokus: 12 Teams mit klangvollen Namen wie „10 Fäuste für ein Halleluja“, der „Freitags-Nieren-Spül-Sport-Gruppe FNSSG“ waren Teilnehmerrekord – hinzu kamen drei Schülerteams, allesamt mit jeweils fünf Personen: „Die Namenlosen“, die „Power Kids“ und „Die flotten Bienen“ – letztere Teenager um Marie Wichter, Mia Spielmann, Eni Weinz, Esme`e Huck und Lilli Jacoby machten ihrem Namen alle Ehre und waren mit ihrer Teamstrategie unschlagbar. Zudem betrieben die Mädels gemeinsam mit der Dorfjugend einen Stand mit bemalten Steinen, mit Eis, Getränken und reinen Obst- und Fruchtsäften. Pokalverteidiger war das „Eckstübbche Otzweiler“ mit Adrian Graf, Tobias Neu, Sascha Köhl, Yvonne Billard und Selina Stenzhorn, die sich heuer den dritten Platz mit den „Huckies“ teilen mussten. Sieger wurden die „Freitagstrinker mit Lars“ gefolgt von „Ollis Lieblingen“ (Oliver Fleischer). Aber die Platzierung sei die nebensächlichste Sache der Welt gewesen, war Tenor, weil alle viel Spaß hatten ….


Coole Spiele

Geschäftstüchtige Bienen

Geschick und Teamspirit gefragt

Rückblick: Highlights 2017

2017 - aus dem Archiv