Aufgemotzte PS-Boliden soweit das Auge reicht - Pferdsfeld Mekka

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Fotos unten (txtende) anklicken Bad Sobernheim / Pferdsfeld. Auf dem Triwo-Testgelände waren beiderseits einer Fahrgasse am Samstag soweit das Auge reichte und über einen Kilometer lang beim „Deepest mode 2.0“-Treffen aufgemotzte und tiefergelegte, extravagante und PS-starke Vehikels zu bestaunen. Diese Events boomen bundesweit – Pferdsfeld war Mekka und das Nonplusultra eines markenoffenen Spektakels der europäischen Tuningszene; - Freunde und Gleichgesinnte treffen war angesagt. Und Kopfschütten bei der Y-Generation: "Wo haben die Kids das Geld her?"

Chrom blitzte in der Sonne und satter Sound war zu hören, als die blitzblank gewienerte Equipagen zum „Concourse d`Elegance“ rollten, alle Türen und die Motorhaube öffneten, und eine zehnköpfige Jury den Tuninggrad bewertete und prämierte.

„Absoluter Rekord, mehr los als beim ersten Tuning-Szenetreffen vor einem Jahr – hier stehen unschätzbare Werte. Hammer!“, sagten Marco und Björn Pieroth aus Bärweiler, die hier oben auf dem einstigen Fliegerhorst bislang keine Motorsportveranstaltung versäumten. Da standen der Mercedes AMG C 63 mit 467 PS und der Ford Shelby GT 500 mit 557 PS neben dem Mustang - und waren doch nur drei Kraftprotze von über 600 auffallenden Fahrzeugen. Mittendrin eine Clique um den echt „Kölsche-Jeck“ Helmut Hilgers mit zehn BMW auf M4 Chassis – umgerüstet mit 3D Sonderfolie, innen komplett mit Alcantara Leder ausgeschlagen, Karman Rennsportflügel, mit ADV 1 Felgen in Titan-Optik und Extras ohne Ende, Wert: jenseits von 150.000 Euro, aber „unverkäuflich“. Annette und Andreas Kaiser aus Kirn-Kallenfels hätten ihrem elfjährigen Sohn Nilo („echt cool“) keine größere Pläsier machen können: „Dreijährig kannte der Bub schon alle Autos“, erzählte seine Mutter.

Mit zahlreichen Verkaufsständen und Merchandising, Hüpfburg für die Kleinsten, einer Tombola für das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden und zwei DJ´s, die auflegten, herrschte Volksfeststimmung und Lifestyle Flair pur –vor und in den einstigen Kampfjet-Hangars waren schattige Plätzchen begehrt und saßen relaxt die Motorsport- und Tuningfans, viele rauchten genussvoll Wasserpfeifchen.

„Alles super, die Location hat unglaublich viel Potential – wir haben mit der Racer-Szene nichts gemein“, sagte Veranstalter Manuel Engelhardt, 37-jähriger gebürtiger Mainzer aus Osthofen und Fachkraft für Lagerlogistik, der zuvor im Parkhaus LOOP 5 in Weiterstadt und in Worms Treffs organisierte und mit einem eingespielten, 35-köpfigen Helferteam TNGXPR (Tunigexperience) die Veranstaltung stemmte.

Angereist mit einem tiefergelegten VW-Bus T1 (Ratte) in original Patina und einem 1966-er Ami-Straßenkreuzer Chrysler fühlten sich die Schloßböckelheimer Oldtimer-Fans um Mario und Sarah Schierhorn mit ihren antiquierten Schätzchen fast schon fehl am Platze. Das Pin-Up-Girl und der gelernte Schreiner und Hobbyfotograf mit ihrem Vierbeiner Bella waren sprachlos: „Solch imposante Kulisse haben wir noch nie gesehen - hier stehen zig-Millionen auf dem Platz, hier präsentiert sich die absolute High-End Tuningszene und alle haben Spaß“.


Schloßböckelheimer

Eine Lady aus BeNeLux

Soweit das Auge reicht

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