Kirschrother WeinWanderWochenende: Rekordkulisse & Kaiserwetter

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Fotos txtEnde anklicken-Kirschroth. Wenn bei Elsbeth und Hanfried Lantz in der Hauptstraße 5 stattlich- verzierte Schwanenhals-Kürbisse am 97 Jahre alten Blauregen-Baum ähnlich wie im Ersten Streich von Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ wie frisch geschlachtete Hühner als ein ganz starkes Fotomotiv im Sommerwind flattern, dann ist in der kleinen Weinbaugemeinde am Fuße des Wildgrafenbergs Weinfest. Auf einem 2,6 Kilometer langen Rundwanderweg durch die Weinbergslagen wurde zum achten Mal in dieser Form das Fest gefeiert. Ausrichter ist eine Gemeinschaft von fünf Kirschrother Winzerhöfen, deren Stände mit kulinarischem Angebot aus Küche und Keller jährlich rotieren. Am Wochenende vermeldeten alle Organisatoren dank Wetterglück und idealen äußeren Bedingungen absoluten Rekordbesuch. Der eingesetzte Herz-Bus mit Chauffeur Fritz Mildenberger musste am Bahnhof Bad Sobernheim Dutzende Fahrgäste vertrösten und eine vierte Hin-Fahrt einlegen.

Quartiere ringsum Kirschroth waren seit Wochen ausgebucht, und viele von weither angereisten Stammgäste saßen schon am Samstagmorgen mitten im Ort am Dorfbrunnen, den Einheimische liebevoll „Pool“ nennen. Am Abend legte hier der Bad Kreuznacher DJ Jonny Musik für Jung und Alt auf – hier konnte geschwoft werden, und hier im Stand von Kay Bamberger setzte sich der TV-erfahrene Fernsehkoch Bernd Müller zum achten Male die Kochmütze auf. Seniorchefin Gerdi Bamberger schwärmte: „Ein wunderschönes Fest – alles ist überaus friedlich-fröhlich und diszipliniert abgelaufen“, lobte  sie am Ende des Tages. Auch Kirschrother Bürger wie etwa Hanfried Lantz waren Samstagnacht von den „überfüllten Ständen im Wingert und einer gelebten Weinfröhlichkeit total fasziniert“.

Kein Hindernis für die Wanderschar stellte die im Bau befindliche Kirchstraße dar, oberhalb der evangelischen Kirche hatte das Weingut von Andrea und Stefan Theis bestes aus Küche und Keller aufgefahren, droben in der Harras Richtung Merxheim luden Manfred und Markus Werner zum Verweilen und Genießen ein und am anderen Ende, Richtung Meddersheim, war die ehemalige deutsche Weinkönigin Edelgard I. mit Team in ihrem Element und kredenzte aus dem kühlen Keller edle Tropfen, Sekt und Selters, Aperol Sprizz, „Hugo“ oder „Helga“. Alle Stände waren einladend stilvoll und tipptopp dekoriert und boten kulinarisch Exquisites: Von Wild-Winzer-Wein-Geschnetzeltem über „Schlagnickel“, Damwildgulasch mit Klößen und Birne, gebratenen Champignons, Tapas- und Käse-Teller, Schnitzelvariationen oder Asiasalat To Go für unterwegs.

Weniger als 100 Meter vom eigenen Weingut entfernt an der Wildgrafenbergquelle hatte Holger Barth („alles super!“) quasi Heimspiel. Hier an der „Zecherquelle“ wurde das 20-Jährige gefeiert, seit die „Fröhlichen Zecher“ diesen überaus touristisch beliebten Platz samt Zecherstein einweihten und da ging so richtig „die Post ab“. Die „Young Humbs“ aus Hennweiler spielten zum Frühschoppen und fanden mit ihren mitreißenden Oldies, Schlagern und Mitsing-Hits „An Tagen wie diesen“ derart Zustimmung, dass sich spontan mehrere Fangruppen, eine aus Bingen, bildeten und das Sextett stundenlang Zugaben spielen durfte und der Frühschoppen erst kurz vor 18 Uhr endete. Zahlreiche Grüppchen und Cliquen waren in einheitlichen Shirts unterwegs.

Der Sonntag begann mit einem gut besuchten Gottesdienst. Am Nachmittag luden die Kirschrother Landfrauen in Berthold Kistners kühlen Hof zu einer reich gedeckten Kuchentafel ein – während „am Pool“ die Winzertanzgruppe um Petra Heß in adrettem Outfit vor einer prächtigen Publikumskulisse Tänze und Hebefiguren von der deutschen Folk-Rock-Band „D`Artagnan“ bot und gefeiert wurde.


Kürbis-Hühner

Winzertanzgruppe

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