LED überteuert - Lebensdauer zu gering - Bürger werden abgezockt

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Das so genannte „Kerzenbirnchen“ mit 25 oder 40 Watt kostete „früher“- vor zwölf Jahren-  drei!!! Stück: 99 Cent. Heute kostet dieselbe eine Birne mindestens 1.45 Euro. Ein Anstieg von über 400 Prozent! Der Preisvergleich bei größeren LED - Fassungen fällt mit bis zu 1000! Prozent Steigerungen ganz aus dem Rahmen. Der Volksmund spricht dann von gesalzenen Apothekerpreisen! Aufgrund dieser Tatsache und unter dem Deckmäntelchen von EU-Lobbyisten Gesetzen, Umweltgesichtspunkten und des im Jahre 2000 Inkraftgetretenen Erneuerbare Energien-Gesetz EEG werden Bürger wie Otto Normalo und Lieschen Müller von Konzernen mit Sitz im Ausland wie GE, Osram oder Philipps „hinter die Fichten“ geführt und regelrecht „im Quadrat hoch 10“ abgezockt.

Tipp: Unbedingt Kassenzettel aufbewahren, er wird schneller benötigt, wie es dem Käufer lieb ist. Während Kerzenbirnchen über fünf Jahre brannten, gehen LED-Leuchten in der Regel nach fünf Monaten kaputt. Fazit: Die Energiebilanz ist gut gedacht – aber wie so vieles: Schlecht gemacht. Jedenfalls für König Kunde - gut für Global-Player und Anleger!

Gerade wurden in der Stadt Bad Sobernheim über 50 solcher Supernova-Strahler ersetzt. Weil kaputt. Bei Otto Normalo und Lieschen Müller geht der Kauf ins Geld. Hilfe im Internet? Fehlanzeige!  Das Internet ist voll von zu geringer LED-Lebensdauer, von Lampentest´s, Vergleichen, Statistiken, LED-„Outdoor“ Leuchten. Gewinner bei E 14 und E 27 Fassungen? Ikea Ledare war Testsieger – vielleicht zahlten die am meisten für eine positive Platzierung. Ohne Abitur kann der Lampenkauf mit Lumen, Abstrahlwinkel oder Effizienz nicht mehr getätigt werden – „Energie-Safer“-Kauf wird zu einem Familienevent mit gut dodierter Fachberatung!

Übrigens ist EEG nicht zu verwechseln mit der Elektroenzephalografie, was aus dem  altgriechisch übersetzt das Gehirn fokussiert und eine Methode der medizinischen Diagnostik und der neurologischen Forschung zur Messung der summierten elektrischen Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen misst. Treffender und drastischer kann ein EEG-Gleichnis nicht sein, geht es doch in beiden Fällen um das Gleiche, nur in eine andere Richtung.

Die Halogenlampe verschwindet jetzt vom Markt - es kommt LED, auch teils mit sehr niedriger Energieeffizienz D. Eigentlich hätten Quecksilberleuchten schon vor zwei Jahren ausgehen sollen. Damals gab es für die Halogenlampe jedoch noch eine Gnadenfrist, weil, wie erwähnt, soviel Neue nicht produziert werden konnten, wie kaputt gingen. Aber: Jetzt ist Schluss mit lustig und der dusteren Funsel. Ab 1. September dürfen in Deutschland die Halogenleuchten nicht mehr in Verkehr gebracht werden – die letzte Stufe der EU-Lampenverordnung tritt in Kraft. Hauptsächlich liegen Energiesparlampen und LEDs in den Regalen. Dadurch soll nach Angaben der EU-Kommission jährlich so viel Strom gespart werden, wie Portugal in einem Jahr verbraucht.

Paradox: Noch mehr Strom muss ins Ausland verschenkt werden, Lieschen Müller und Otto Normalo zahlen für weniger Stromverbrauch kontinuierlich mehr Geld. Hinter dem jetzigen Auslaufen der Halogenlampe steckt die sogenannte Ökodesign-Richtlinie der EU. Sie legt Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Der Verbrauch einer Halogenlampe ist nach Lesart der EU-Kommission von 2015 immer noch fünfmal höher als der einer LED.


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