Peter Pan faszinierte alle -Dreimal volles Haus - Das 29.te Stück

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CoolÜberrascht Fotos Textende unten - textende anklicken: Meddersheim. „Wow, das war wieder einmal eine atemberaubend spannende Geschichte mit Happyend und einem riesigen Engagement aller Akteure“, so dankte Rasselbande Kita-Leiterin Tanja Bachmann der Laienspielschar im proppenvoll besetzten Gemeindesaal für ihre 29. Theater-Aufführung in Folge – monatelange Proben wurden sichtbar, Peter Pan erfreute sich größter Beliebtheit.Die von der Meddersheimer Laienspielschar kindgerecht inszenierte Story wurde drei Mal vor ausverkauftem Saal mit Beifallsstürmen belohnt. Ursprünglich wurde Peter Pan von James Matthew Barrie in einem 1902 geschriebenen Roman für Erwachsene erwähnt – das Bühnenstück von dem Jungen, der nicht erwachsen werden will, feierte 1904 Bühnenpremiere. Regisseurin Katja Bamberger erinnerte in Memoriam an die allzu früh verstorbene Meddersheimer „Kindergarten-Tante“ Anne Weck, die für ihre Kinder lebte und Vorbild war, und die gerne noch drei Stücke „Die Schneekönigin“, „Peterchens Mondfahrt“ und Peter Pan aufführen wollte. „Ihre Wünsche gingen in Erfüllung“, konstatierte die Laienspielschar, die sich traditionell freitags vor dem Spiel auf dem Friedhof trifft.

Peter Pan (Marcus Faulhaber) lebt im „Nimmerland“, einer fiktiven Insel, er ist Anführer der dort lebenden „verlorenen Kids“, die dort auf wilde Tiere und auf eine auf dem Kriegspfad befindliche Indianer-Clique trifft.

Die Story beginnt in Wendys (Katja Bamberger) letzter Nacht in ihrem Kinderzimmer, als sie und ihre Brüder John (Matthias Klein) und Michael (Thorsten Jahnke) Besuch von Peter Pan und der Elfe Tinkerbell bekommen und alle zu den verlorenen Kindern fliegen. Atemberaubender Stoff in wunderschönen Szenen und in prächtigem Outfit, aus dem die Träume sind: Fliegen geht mit Elfenstaub ganz leicht - und Susanne Bittner-Gaspar ist in Mimik und Gestik als Fee eine vor Begeisterung sprühende wahre Augenweide: Durch den Saal gehen die Akteure mit dem Publikum auf Tuchfühlung und verteilen Bonbons. Das Spiel mit einer Pause wird niemals langweilig, während den drei Bühnenumbauten konzentriert sich das Geschehen im Saal – zum Haupteingang ´raus und wieder rein. Die kleinsten Zuschauer werden befragt, sie sind stets ins Geschehen eingebunden, ständig „Up to Date“ und fiebern mit.

Im Nimmerland angekommen, beginnt das spannende Abenteuer - direkter Gegenspieler von Peter Pan ist ein Piraten-Trio um Captain Hook mit so brillanten Darstellern wie Florian Groß, Torsten Stroh und Frank Mohr. Nur Insider wissen, dass Letzterer vielumjubelnder Star früherer Theaterabende zwischen Ernte, Feldbestellung und verfrühter Weinlese nicht wie gewohnt an den Proben teilhaben konnte und daher einen stummen Piratenschurken mimte. Publikumslieblinge waren sie alle. Das Geschehen lebte von auffallend vielen schnellen, heiteren und geistreichen Dialogen, von Wortwitz und Spontanität. Nacheinander erscheinen Peter Pan und seine Freunde, die verlorenen Kinder, die Indianerbande mit Jürgen Bromann, Conny Kroll, Holger Stengel und Häuptlingstochter Tigerlilly alias Susanne Treukann sowie den Piraten, die sich heftig fetzen.

Und natürlich passen die Kinder auf, dass Peter Pan nicht durch eine vergiftete Torte zu Schaden kommt. Erwähnenswert: Die dezente musikalische Begleitung mit Röhrenglocken, Cajon, Keyboard und Percussions –und am Schluss sang die 17-jährige Schülerin Franziska Schumacher atemberaubend schön als Solistin das Lied aus Nessaja „…ich wollte nie erwachsen sein“ und erntete Extraapplaus.

Bernd und Lena Gehres aus Kirn waren zum vierten Male mit ihren Kindern Lotta und Emil zu Gast: „Phänomenale und leidenschaftliche Spielfreude in wunderschönen Szenen – Peter Pan wird den Kindern noch lange in Erinnerung bleiben. Chapeau!“ Und Erika Haubert aus Otzweiler, die im Real-Markt an der Westtangente an der Kasse sitzt und mit Tochter Clarissa zuschaute, sagte: „Ich kenne viele vom Einkaufen her – aber dass sie alle so großartige Schauspieler sind und Kinderherzen höher schlagen lassen, das hat mich total fasziniert und begeistert“.

>>>In weiteren Hauptrollen---NAMHAFT:Die verlorenen Kinder: Franziska Schumacher (Spitzchen), Janine Cloidt (Löckchen), Celine Bamberger (Zwil), Lara Treukann (Ling), Emily Hey (Krönchen), Tim-Luca Groß (Bisschen). Das Krokodil spielte Irina Schmidt. Regie führte Katja Bamberger. Licht und Ton: Gregor Dieter und Dirk Bamberger. Kulissenschieber: Daniel Hinzmann, Jaap Heerkens und Jose Gaspar. Maske: Iris Faulhaber. Musik: Angela, Franziska und Johanna Schumacher. Dank seitens der Ortsbürgermeisterin Renate Weingarth-Schenk ging an die Kuchenspender, das Basar-Team, Förderverein und Elternausschuss der Kita Rasselbande, den Helfern und Sponsoren und der „ganz stark agierenden Laienspielschar“.