FWG-Meddersheim: Vorfahrt bei Kulturabend für Spansau!

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Fotos unten Textende - CoolLächelndanklicken Meddersheim. „Vorfahrt für die Spansau“ hieß eine vieldeutig-kulinarische Herbstveranstaltung der Meddersheimer Freien Wählergemeinschaft, die zu einem abendfüllenden und kulturellen Highlight in der Weinbaugemeinde wurde. Beispielsweise waren vier Vorträge von Marga Gottfriedt, teils minutenlang in freier Rede vorgetragen, gefeierte Sahnehäubchen. Die Seniorin erzählte in heiterer Mundart, in Reimvers und Prosa wie es früher war, und warum Knechte und Helfer im Weinkeller pfeifen mussten….

Mehrere heitere Anekdoten über den Weihnachtsmarkt, das Thema „Siehste“ und den überaus strapazierfähig-dehnbaren Allerweltsbegriff über „Ebbes“ hatte Bernhard Görner, den FWG-Vorsitzender Bernd Schumacher als das „literarische Gedächtnis unseres Dorfes“ begrüßte, vorgetragen, und er erntete Beifallsstürme.

Den Vortragsreigen eröffneten die „Nikolaus-Tanzmäuse“, Vorschulkinder von der Meddersheimer Kita „Rasselbande“ unter Leitung von Nabila Hasemann. Sie tanzten und sangen „Schneeflöckchen-Weißröckchen“ und rührten die Zuhörer zu Tränen. Jedes Kind erhielt als Dankeschön einen Adventskalender mit süßem Inhalt.

Als Überraschungsgast trat der Meddersheimer Dr. Marc von Gradowski im Schotten- Kilt mit Bagpipe auf – zwei Semester studierte er dort, und spielte herrliche Melodien wie Bells of Dunblane, Scotland the Brave oder Amazing Grace, und beim „Muss i denn…“ sang der ganze Saal begeistert mit.

Anders als im vergangenen Jahr, als Fahrschullehrer Wolfgang Riek seine „launige“ Verkehrserziehung für Erwachsene und Informationen über aktuelle Gefahren und Änderungen im Straßenverkehr vorstellte, rückte dies aufgrund kultureller Beiträge und der „Vorfahrt für´s Spansauessen“ in den Hintergrund. Nur so viel: Bei acht Punkten in Flensburg ist der Führerschein weg, und das Überfahren einer Roten Ampel ab der ersten Sekunde führt zum Fahrverbot. Wird die TüV-Plakette um acht Monate überschritten drohen ein Bußgeld und ein Punkt – bis acht Monate zahlt man eine Ordnungswidrigkeit. Außerdem: Strafverschärfung bei Handy am Steuer bis zum Fahrverbot. Dies zählt als grobe Fahrlässigkeit – Versicherungen entsagen den Versicherungsschutz, zudem gibt es zwei bis drei Punkte, informierte Wolfgang Riek.

Achtung: Verstärkt kontrolliert die Polizei Fahrten mit Anhänger und die Ladungssicherung; - Tiere im Auto müssen in geeignete Behältnisse gesichert werden. Der 70-jährige Wolfgang Riek ist seit fast 40 Jahren Fahrlehrer und gilt in seiner unnachahmlichen Art in der Weinbaugemeinde als „Hans-Dampf-in-allen Gassen“. Er sei Steuerberater; - Berater am Steuer, scherzte er und er plauderte wie ein Entertainer aus dem Nähkästchen über Erlebtes, die in den sozialen Medien Tausende Likes hatten. Riek warnte bei einer Nachtfahrt bei Altenbamberg einen Fahrschüler eindringlich vor den Gefahren eines wilden Keilers und tückischen Kurven. Ein Pkw kam entgegen und machte Lichthupe. „Du hast nur Angst um dein Auto und kennst sogar hier alle Leute“ – scherzte der Fahrschüler noch vor einer Vollbremsung von Schüler und Lehrer, denn: Mitten in der Kurve stand eine Waschmaschine auf der Straße– und als er die Polizei alarmierte, ging das Palaver und der Stress erst richtig los….

FWG Vorsitzender Bernd Schumacher dankte und sprach von einer grandiosen Stimmung: „Vieles kann man planen, anderes fügt sich – hier sind so viele Menschen, die mitmachen und anpacken. Das ist phänomenal, ich bin froh, FWG-Vorsitzender sein zu dürfen“, sagte er, der beruflich als Studien-Direktor an der Alfred-Delp Schule in Hargesheim tätig ist.

Wolfgang Riek dankte dem Helferteam Ruth Brüggemann aus Bonn, Ingrid Bernstorff, Brigitte Schneider, Gudrun Hertzel, Silvia Euler und Heidi Krauß mit einem Glas Meddersheimer Honig von Heinz Wichert. Einziger Wehrmutstropfen, den alle bedauerten: Mehr als 15 musste aus Platzgründen abgesagt werden.

Zu den Fotos: „Vorfahrt für die Spansau?!“ mit heiteren Anekdoten avancierte die kulinarische Herbstveranstaltung der FWG im vollbesetzten Saal zu einem kulturellen Jahreshighlight in der Weinbaugemeinde.