Fusion Kirn mit Kirn-Land auf gutem Weg - Prosit Neujahr in Heimweiler

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KüssendFotos UNTEN anklicken. Prosit Neujahr. Auf ein Neues! Turbulente Fusionszeiten im Kirner-Land scheinen ad acta gelegt. Ende 2018 kam der Sinneswandel: Schweren Herzens ein Ja - die Zwangsfusion par Ordre du mufti VG-Kirn-Land mit der Stadt Kirn nimmt 2019 Fahrt auf.

Die Chronologie der Ereignisse währte seit den ersten Gesprächen Jahrzehnte - und füllt seit 2010 Zeitungsseiten, ja, würde im Kampf um die Verbandsfreiheit der Stadt Kirn ganze Kladden füllen. Kirn als 21. Gemeinde von Kirn-Land? Niemals! 2000 Unterschriften der BI „Pro Kirn“ um Kirns Ehrenbürger und Altbürgermeister Fritz Wagner wurden Makulatur. Das Land RLP spricht ein Machtwort, konterkariert seine „Freiwilligkeit“, und im Januar 2018 beginnen erste Verhandlungen, die letzten Endes immerhin mit 5 Millionen Euro „Hochzeitsprämie“ versüßt werden sollen. Die Stadt mit ihren 20 Millionen Euro Miesen erhält für den Schuldenabbau 2 Millionen, die VG Kirn-Land ebenfalls zwei, und eine Million soll in den Aufbau der neuen VG fließen.

„Das Herz sagt Nein, aber der Verstand sagt Ja“ titelte dazu die Kirner Zeitung, nachdem am 15. Februar 2018 der Stadtrat mit 18:5 Stimmen umschwenkt. Vier Stimmen aus dem Stadtrat: „Schlimme Ereignisse wie die Hochwasser waren reparabel – die Aufgabe der Eigenständigkeit ist es nicht“, konstatierte Stadtarchivar Paul Hornemann drastisch, und CDU-Fachfrau und GiK-Vorsitzende Cornelia Dhonau sagte, seit 2010 sei keine Fusion vorteilhaft verlaufen, man hätte zu schnell kampflos aufgegeben. FWG-Sprecher Norbert Stibitz prangerte Arroganz und Überheblichkeit des Landes an, der streitbare Thomas Bursian, vor-Ort Vorsitzender und Kreistagsmitglied der FDP, der sich im Dezember 2018 vor den Altar „traute“, relativierte: „Eine Zwangsfusion wäre für uns alle viel schlimmer“. Nun ist es, wie es ist – Sinn oder Unsinn müssen ad acta gelegt werden. Die Fusion läuft.

Beim Neujahrsempfang von VG Kirn-Land, der Stadt Kirn, Kirn aktiv und Gewerbeinitiative Kirner Land (GiK) am 11. Januar 2019 im sehr gut besuchten Dorfgemeinschaftshaus in Heimweiler beschworen alle diese Eintracht: „Es gibt keine Alternative“, sagte Staatsbeauftragter Werner Müller und lobte konstruktive Beratungen, das gute Gesprächsklima mit Stadtbürgermeister Martin Kilian, Respekt und Kompromissbereitschaft. Für die GiK blickte Vorsitzende Cornelia Dhonau Wehner optimistisch in die Zukunft, während im Nachgang die Botschaft von „Astro-Alex“ aus dem Weltall: „…für Dinge, die es wert sind, muss man auch einmal ein Risiko eingehen…“ per Beamer auf die Leinwand im Saal projiziert wurden. Die Zukunft sei wichtiger als die Vergangenheit, sagte sie, GiK werde weiter am Profil arbeiten und es mit zeitgemäßen Themen schärfen. Es gehe ihr um die Region und da sei Vertrauen wichtig: Das hätten viele Menschen in die Politik verloren, sagte sie sinngemäß und nannte Bibelzitate wie „Tue Deinen Mund auf, für die Stummen…“.  Sie appellierte eindringlich an das Vertrauen als Fundament der Zusammenarbeit und verantwortliches, nachhaltiges Handeln aller und beschwor die Liebe als Basis für den Frieden in der Welt. Erstmals schlug bei solchem Neujahrsempfang die Bürgerinitiative Limbachtal und die Greenpeace-Gruppe Obere Nahe in Heimweiler auf und hatten ein Schaufelrad aufgeblasen. Ihre Themen: „Braunkohle ist giftig und ein schmutziges Geschäft“ sowie „Strom-Wunschdenken und Strom-Wahrheiten in Kirn-Land“.  Zum Foto am 11. Januar 2019: Glücksbringer Harald Römer aus Hennweiler (von links), Antje Lezius, Martin Kilian, Cornelia Dhonau-Wehner, Werner Müller, Bettina Dickes, Bernd Gerhardt, Dr. Denis Alt und Fabio Kainz aus Merxheim.


Prosit- überaus harmonisch! Blick in die Zukunft gerichtet!

Die komplette Bürgerschaft war abgebildet und kam

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Plopp: Gute Gastgeber im Heimweiler Dorfgemeinschaftshaus. Ein klasse Auftakt