Steinreiches Hochstetten hat viele Baustellen - 394.700 € Fördermittel

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Staatssekretär Denis Alt überreicht in Hochstetten-Dhaun insgesamt 394.700 Euro an Fördermitteln für vier Projekte ---Fotos unten / Textende (machKlick) Hochstetten-Dhaun. „Heute scheint für Hochstetten die Sonne – der Kämmerer der VG Kirner Land darf sich freuen“, darin war sich trotz Nieselregen die Delegation an der Hochstetter Sportplatzbrücke einig: Am Freitagnachmittag überreichte Staatssekretär Dr. Denis Alt in Vertretung von Innenminister Roger Lewentz dem Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell aus dem Investitionsstock  des Landes für 2021 drei Förderbescheide zur Förderung der örtlichen Infrastruktur: Geplant ist die gut 500.000 Euro teure Erneuerung der Sportplatzbrücke – dafür erhielt die Ortsgemeinde 240.000 Euro Zuschuss. Des Weiteren soll ein Mehrgenerationen-Aktiv-Platz angelegt werden, für den Hochstetten-Dhaun 95.000 Euro erhält. Dafür wird ein Gelände dienen, das sich bereits im Besitz der Ortsgemeinde befindet und nun entsprechend umgestaltet werden soll. Barrierefreiheit sowie altersgerechte Bewegungsgeräte werden im Fokus des Umbaus stehen. Die dritte Maßnahme wird die kommunale Infrastruktur in der Ortsgemeinde nachhaltig verbessern. So werden die Fußwege und Vorplätze der barrierefreien Einsegnungshallen zweier Friedhöfe mit 52.000 Euro gefördert. Rechnet man weitere 7.700 Euro aus dem Sonderprogramm für kleine Baumaßnahmen an Sportanlagen für die technische Modernisierung der Flutlichtanlage der Sportvereinigung Hochstetten hinzu, beträgt die Gesamtsumme der vier Förderbescheide stolze 394.700 Euro.

Stichwort Sportplatzbrücke: Hier ist seit Jahren eine Generalüberholung der Widerlager und Austausch der maroden Holzbohlen zwingend nötig. Vor Jahren waren über 800.000 Euro im Gespräch, im Zuge des Deichausbaus wurden die Brückenarbeiten „geschoben“. Aber: „Sie dient nicht nur der Sportvereinigung 1916, sondern kommt allen Bürgern als Notbehelf oder Alternative zur K 9 Brücke/Ortseingang Hochstädten zugute“, machten der Altvordere Norbert Ganns und die beiden Vorsitzenden der Sportvereinigung, Marcel Becking und Marc Wommer, deutlich, und dankten ebenso für den Zuschuss in Höhe von 240.000 Euro. Die Deich-Behelfsabfahrt von der B 41 werde zurückgebaut, das Areal südlichen der Nahe und die Zufahrt zum Sportplatz sind quasi Hochwasser-Retentionsfläche. Bis 4,5 Tonnen sollen Sportler und Zuschauer, aber auch Autos und Rettungsfahrzeug sowie Getränkelieferanten die Brücke passieren können, denn es werde eine Zeit nach Corona geben. Wegen der umfangreichen Bauarbeiten war der Vorstand der SpVgg. trotz ruhendem Spielbetrieb sehr optimistisch, nach Corona mit neuem Trainer voll durchstarten zu können.

Denis Alt sah Hochstetten in einem „flow. Was die Gemeinde alles in der Pipeline hat, ist phänomenal“, lobte er in höchsten Tönen das Gesamtpaket vielfältiger Projekte im Bereich der kommunalen Infrastruktur zur Steigerung der Lebensqualität sowie die enormen Investitionsanreizen. Man habe all die Jahre „das Pulver trocken gehalten“, nicht über seine Verhältnisse gelebt, gespart, und könne die Eigenmittel aufbringen, erzählte „Ob“ Döbell. Aufgrund der Steinbrüche assoziiert man die Gemeinde als „steinreich“, und an „Hochzeitsprämie“ konnte Hochstetten-Dhaun 322.617 Euro einstreichen. Döbell begrüßte die Zuschüsse des  Landes: „Wir haben in Hochstetten-Dhaun viel Gestaltungsbedarf auch wegen der Ortsumgehung und sind sehr dankbar, dass uns das Land bei diesen ganzen Projekten unterstützt. Dies gilt auch für die Millioneninvestitionen in den Hochwasserschutz“, sagte er – im August sollen Fahrzeuge über die neue Umgehungstrasse rollen und  nach der B 41 Verlegung werde sich der Ort bemühen, Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung zu werden: Döbell nannte den geplanten Biker-Park hinter dem Sportplatz im Schatten des Deiches, die bis 2022 geplante Park & Ride Anlage mit zehn Plätzen am Haltepunkt der Bahn, wo die Ortsgemeinde 80.000 Euro investiert und im Förderprogramm des LBM ist. Investitionen in der Kita sind aufgrund der Novellierung des am 1. Juli geltenden Kita-Zukunftsgesetzes nötig. Hier werde bei Kostenschätzung von 940.000 mit 264.000 Euro Landeszuschuss gerechnet. Seit Donnerstag liegt die Baugenehmigung von Dag Stein in punkto innerörtlichen Sanierung von 28 Wohnungen vor, informierte VG-Bürgermeister Thomas Jung. In die im gemeindebesitz befindliche Turnhalle wurden für den Breitensport des TV und der SpVgg. 70.000 Euro investiert – dieser Korpus alte Schule bleibt, Dag Stein wird zwar die räumliche Aufteilung etwas verändern, aber die bislang städtebauliche Planung beibehalten, wusste Hans Helmut Döbell.

Zum Foto am SpVgg-Sportheim: Marc Wommer (von links), Hans Helmut Döbell, Denis Alt, Marcel Becking und das Urgestein der Sportvereinigung, Norbert Ganns, nehmen eine Förderung für die Flutlichtanlage entgegen.


Sportplatzbrücke

"Empfangskomitee"

separate Deicharbeiten

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