Foto oben: Adrett wie aus dem Ei gepellt -der HSV. Bad Sobernheim. Das Innenstadtfest ist seit 48 Jahren Kult, Publikumsmagnet und Straßenfeger und wird wie gewohnt mit gut einem Dutzend Vereinen am ersten Septemberwochenende an ihrem angestammten Platz auf dem felkestädtischen Marktplatz gefeiert. Weil sich die Stadt einen „schlanken Fuß macht und niemand greifbar ist“, Kapazitäten fehlen und das Veranstaltungsmanagement verwaist ist, wie Vereinsvertreter beim vorbereitenden Treffen bemängelten, hat Ron Budschat vom HSV in Eigenregie organisatorisch das Helft des Handelns übernommen und lief offene Türen ein.
„Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, alle sind Feuer und Flamme, einzig der Louvre-Verein muss personell etwas kürzer treten. Aber wir wollten das Fest nicht abreißen lassen“, freute sich Ron Budschat. Mit großer Strahlkraft weit über die Felkestadt hinaus präsentieren sich die Vereine von ihrer wohl schönsten Seite. Das Miteinander und die Geselligkeit werden gepflegt und kulinarische Köstlichkeiten vom Allerfeinsten mitten in der Stadt feilgeboten. Um die Jahrtausendwende im Zenit des Vereinsgeschehens reichte eine Zeitungsseite nicht aus, um alle lukullischen Delikatessen von der Tafelspitz in Meerrettichsoße, gefüllte Klöß`, Datteln im Speckmantel, Lendenspieß oder Delikatessen aus der französischen Partnerstadt Louvre aufzuzählen; – ganze Schinken wurden in ein Gestell eingespannt und verköstigt, spanische Tapas oder Fingerfood inklusive.
Das Meddersheimer Weinfest am kommenden Wochenende und das Innenstadtfest sind quasi Geschwister. Beide fanden 1979 erstmals statt und waren beide am letzten August-Wochenende terminiert. Damals fand in der Weinbaugemeinde ein Festumzug zu Ehren der jüngst verstorbenen Meddersheimer Naheweinkönigin Karina I. statt; – die felkestädtischen Vereine um Wolfgang Neumayer, Kalli Büttner oder dem Meddersheimer Schullehrer und Tennisfreak Wolfhart Dhonau, der 2026 mit dem 40. Kulturpreis das „Goldene Herz“ der Helmut-Kochendörfer-Stiftung geadelt wird, verschoben ohne viel Gedöns das Innenstadtfest um acht Tage. Eine kluge Entscheidung, die bis heute trägt und von der alle partizipieren. Jährlich werden tausende Besucher und Stammgäste magisch angezogen und sind begeistert. Foto unten: 2018 vor der Fusion kam eine starke Delegation zum Fassbieranstich aus der Stadt Meisenheim: Prosit. Auf eine gemeinsame Zukunft!

Das Programm: Mit dem obligatorischen Fassbieranstich beginnt am Samstag, 5. September, um 16 Uhr das Fest der Vereine, die Stadtkapelle spielt auf. Gegen 19 Uhr feiert „FelkeRock“ als regionale Vorband der beliebten „Shakers“ um Matthias Bregenzer und Kai Schatto Heimspiel-Premiere. Am Sonntag spielen ab 11.30 Uhr zum Frühschoppen die Lembergmusikanten aus Feilbingert, ab 14 Uhr geht es auf der Marktplatzbühne mit Tanz- und spektakulären Akrobatikauftritten vom TV 1867 weiter. Gegen 15.30 Uhr treten die TV-erprobten Barefoot Dancer auf, das „Glanzblick“ Akustik Duo verschönert den Kehraus. Beim Familientag steht ein Flugsimulator parat, die fekestädtische Geschäftswelt unterstützt als Sponsor das Veranstaltungsprogramm. Bernd Hey.

