Bad Sobernheim. Ehre, wem Ehre gebührt: Während einer Feierstunde im Bürgerhaus Alte Grundschule unterm Dachjuchee, genau dort, wo der Bub einst unter streng nach Buben und Mädchen getrennten Klassen die Volksschule besuchte und er für den Staudernheimer Lehrer Müller als „Uhrmännchen“ fungierte, erhielt der Meddersheimer Schullehrer Wolfhart Dhonau während einer Feierstunde das 40. Goldene Herz, den Kulturpreis vom Kuratorium der Helmut-Kochendörfer-Stiftung. Dhonau wurde mit viel Lob überhäuft. (Foto oben mit Frau Heide).
Stiftungsratsvorsitzender Dr. Hans-Gert Dhonau dankte den Familienmitgliedern des Stifters und begrüßte Preisträger, Kulturschaffende und kommunale Würdenträger. Die Ehrung sei „Mäzenatentum im besten Sinne“. Weggefährte Werner Bohn hielt eine tiefgründige Laudatio für den 1944 in der Ringstraße geborenen Wolfhart Dhonau und schmückte die Vita mit Zitaten und köstlichen Anekdoten aus, Dhonau ist Träger der Verdienstmedaille des Landes RLP. Als Bohn an einem Stück Stationen und Verdienste aufzählte, wurde er durch Beifall des Auditoriums unterbrochen…. Der Geehrte sei Multitalent, Vorbild und Respektperson mit Geist und Humor, ein Lehrer alter Schule, ein Redner, dem man gerne zuhöre und wo „die Menschen mit den Ohren zu sehen vermögen“, lobte Bohn. Lehrer mit Berufung wie Wolfhart Dhonau seien heute „fast so selten wie Heilige“. Und Dhonau stehe mit Herzblut für seine Heimat, sei Ehrenamtler par Exzellenz, „die leider immer weniger werden“.
Das Heimatmuseum Prior Hof übernahmen den Service und sang ihm mit Akkordeonbegleitung ein Ständchen: „Lieber Wolfhart, guter Geist von Sobernheim“. Museumsleiterin Anke Wiechert plauderte aus dem Nähkästchen über einen treuen Kumpeltyp, der immer das Leergut entsorgt – „…was mögen die Leute denken?“. Fingerfood und Häppchen lieferte Udo Maletzke. Gerhard Wöllstein begleitete dezent seine 12-jährige Tochter Clara am Cello, die beiden Stücke „Lied ohne Worte“ (Mendelssohn) und „Der Schwan“ (C. Saint Saens) waren gefeiertes Highlight.

Das 40. Goldene Herz mit allen Insignien nahm der Meddersheimer Wolfhart Dhonau mit seiner Frau Heide im Bürgerhaus entgegen. Die Laudatio hielt Werner Bohn (Im Bild oben links). Bohn wurde vom Kuratoriums-Vorsitzenden Dr. Hans-Gert Dhonau nach 40 Jahren als Schriftführer und Chronist seit dem 25. August 1986 verabschiedet. „Lieber ein Onkel mit Geschenk, als eine Tante, die Klavier spielt“, frohlockte Dhonau und dankte mit einem Präsent. Im Ruhestand werde man ihn nur anrufen, „wenn wir nicht mehr weiter wissen. Also dann ….vermutlich nächste Woche“

