Bärweiler. Großer Bahnhof in der 217-Seelen Gemeinde am Dorfgemeinschaftshaus, wo Kommunalminister Sven Teuber einen Förderbescheid über 102.000 Euro zur Neugestaltung des angrenzenden multifunktionalen Mehrgenerationenplatz überbrachte. 

Ortsbürgermeister Helmut Schmell stellte den urbanen Ort und seine Infrastruktur mit dem Neubaugebiet vor. Er freute sich und dankte der Landesregierung, dass der Minister nicht mit leeren Händen nach Bärweiler kam. Mit dieser sechsstelligen Summe soll dem demografischen Wandel entgegengewirkt werden, wo junge Menschen und Familien generationsübergreifend eine feste Heimat und Zukunft haben; – „die Förderung der Lebensqualität und Teilhabe aller Bürger ist mir ein persönliches Anliegen, wir brauchen Begegnungen, florierende Dörfer und Kinder, die miteinander spielen. Das macht eine lebendige Demokratie aus und darauf kann Bärweiler stolz sein!“, rief Sven Teuber aus. Mit Kinderwagen und der acht Wochen alten Tochter Johanna war Isabel Kalinke mittendrin, statt nur Zaungast.

„Die gepflegte Ortslage und die Dorfgemeinschaft bereitet mir größte Freude. Etwas anzustoßen, sich etwas vorzunehmen, was nachhaltig über viele Jahre wirkt, braucht seine Zeit“ , beglückwünschte VG-Bürgermeister Uwe Engelmann die Gemeindespitze um Helmut Schmell und Hans Gehm; – auch Landtagsmitglied Marcus Stein sagte Danke: „Es hängt nicht allein am Geld, sondern am Gemeinderat, am Engagement und am Ehrenamt“, sagte er.

Das Areal mit der markanten gelben Telefonzelle und dem blauen Bauwagen mit Vollgummibereifung der Baufirma Rodenbusch aus Otzweiler, Baujahr 1962, der im Jahr 2001 zum „Blauen Flitzer“ als Treffpunkt der Dorfjugend reaktiviert wurde, ist in die großflächige Neugestaltung integriert. „Was lange währt wird endlich gut…“, erinnerte Ortschef Schmell an jahrelange Planung, die Artur Marx vom Geografischen Planungsbüro Nathalie Franzen aus Gau-Odernheim detailliert vorstellte. Insgesamt erfordert der in die Jahre gekommene und stillgelegte Tummelplatz bei den hölzernen Materialien eine „Rosskur“: Eine lange Seilbahn wird die Attraktivität steigern, Sitzgarnituren, Tischtennisplatte und als Inklusionsgerät eine Stehwippe sind geplant; – die Betonröhren und die Schaukel bleiben an Ort und Stelle. Bärweiler steckt seit über 40 Jahren in der Dorferneuerung, 1991 wurde das neue Gemeindehaus gebaut, 1993, 1994 und 1997 war der Ort Landessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, auch im nachfolgenden Format „Unser Dorf hat Zukunft“ gab es Geldpreise. Daran gelte es anzuknüpfen, erläuterte der Gemeinderat beim Dorfrundgang dem Minister, als der barrierefrei-zugängliche Denkmalplatz und das Rathaus am Dorfplatz ebenfalls mit einer Förderung und viel „Manpower“ und Eigenleistung inspiziert wurden; – von acht Bauplätzen „Im Pfuhlacker“ am Ortseingang sind noch fünf für ein „Schnäppchen“ von 50 Euro je Quadratmeter zu haben, warb Helmut Schmell.

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