Becherbach bei Kirn ist landesweit „LANDESMUSIKORT 2026“. An sechs Stationen präsentierten bei einem Wandelkonzert Chöre, Solisten und Vereine eindrucksvoll, warum das so ist. Ganz „früher“ waren Bärenbach und Merxheim singende Dörfer. Das Doppel-Damen-Quartett (Foto oben) brachte in der Tenne mit einem Best-Off aus der Bütt eine Parodie auf die Bühnenbretter und zog lustig vom Leder. Sie sahen 2023 quasi unter der Melodie der Nummer 32-16-8 einen handfesten Skandal um Betty, indem sie der Selfie machenden Blondine aus dem Kreishaus enttäuscht-empört nachriefen „…wo bleibt der Schulbus?“ und frenetische Beifallsstürme über leere Busse einheimsten. Zwischen den Stühlen und beim Wandelkonzert on Tour setzte Kopfkino ein, wie es weitergeht, weil viel zu viel „ohne Presse unter den Teppich gekehrt wird“… Da warten die Becherbacher lieber auf der Mitfahrerbank. Foto unten.

Die Landrätin und die Kreis CDU haben den Kirner-Land Bürgermeister vermutlich bei der Kreislisten-Aufstellung möglicherweise in die Bredouille gebracht und ihm ein Kuckucksei ins Nest gelegt, ihn in eine Abhängigkeit getrieben, die ihm jetzt vor die Füße fällt. Im eigenen Haus –parteilos- ohne Parteibuch und ohne Hausmacht in der Verwaltung/Bahnhofstraße würden Liesjen Müller und Otto Normalo dies „dumm gelaufen“ nennen. Ein Makel? Ein Makel! Zugutehalten muss man ihr, dass sie mit dem Kirner-Land VG-Chef Thomas Jung in mehreren Benefizaktionen sich für den Becherbacher Dorfladen einsetzten, höchstpersönlich Backwerk und Heißgetränke sponserten. (FOTO unten, 25 Jahre Dorfladen). Bettina war nicht da und auch „TJ“ wurde durch den Becherbacher VG-Beigeordneten Udo Barth würdig vertreten.

Der Wahlkampf um den VG-Chefsessel, um Land & Leute, wirft allerorten seine Schatten voraus. Die Wahl ist in weniger als einem Jahr – man darf gespannt sein. Jedenfalls ist Jung nicht wirklich glücklich, wenn er z.B. den ausgewiesenen Simmertaler Experten Thomas Lorenz für eine neue AöR vorschlägt und krachend Schiffbruch erleidet. Was gibt das für ein Bild ab? Es kommt immer darauf an, auf welchem Terrain und in welcher Gesellschaft man sich befindet, wen man fragt und wer einem aus welchem Eigennutz, warum auch immer, antwortet. Was man in Berlin Lobbyisten nennt, sind vor Ort hinterbänklerische Strippenzieher. So kann es passieren, dass treue CDU Mitglieder über Bundeskanzler Friedrich Merz genau so antworten wie in den USA über Donald Trump, egal welchen Mist der Narzisst fabriziert: „Der macht einen tollen Job, nur die PR ist schlecht“. Hiesige gewählte Mandatsträger zeigen nach Berlin, wo alles Übel herkommt oder wie Thomas Bursian (FDP) auf das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler.

Es ist nicht so, dass man VG-Chef Thomas Jung alles in die Schuhe schieben muss, was im Kirner Land schiefläuft, wenn es um Windräder, Freiflächen PV oder Brauereisilos allein für 18.000 Euro Lagerkosten geht, die irgendwo rumliegen. Aber: Es läuft eben nicht rund. Wo seine Fachleute, wo Mitstreiter? „Das ist ein lieber herzensguter Kerl, ein Kumpeltyp, genauso wie der Kirner Förster Helfenstein, sein Herausforderer als VG-Chef. Beide könnten wir uns im Prinzip nicht leisten. Es muss einer werden mit Fachkompetenz und Input, mit klarer Kante, weil die handelnden Personen im VG-Rat Eigennutz verfolgen, andere als Luftpumpen wenig in Erscheinung treten, wieder andere Ortschefs hinschmeißen“, schrieben mehrere nicht mit negativem Touch aber zur Erklärung www.heylive.de ins Stammbuch. „Früher“ hätten ein Fritz Wagner in Kirn, Günter Schwenk oder Werner Müller in Kirn-Land über die Hälfte der SPD Mandate als Hausmacht hinter sich und das sei heute eben nicht mehr so. Wie sich die Zeiten doch ändern…

